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Fit mit Weintrauben

Professor Hademar Bankhofer liefert interessante Antworten auf zahlreiche Fragen zu den Trauben.
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Rote Weintraube

Fit mit Weintrauben

Drei Naturprodukte spielen im Herbst in der Region eine bedeutende Rolle: frisch geerntete Weintrauben, Rotwein und Weißwein. Trauben sind reich an Vitalstoffen, geben Kraft, stärken Herz und Kreislauf, aber auch die Atemwege. Auch der Traubensaft kann zur Naturarznei werden.

Wie aber ist es mit dem Wein, der aus den Trauben hergestellt wird? Kann man davon ausgehen, dass auch Wein gesundheitsfördernde Aspekte aufweist? Wenn ja, welche? Und vor allem: Wieviel darf man davon trinken? Wann wird es für die Leber und fürs Hirn gefährlich? Und warum sollten Frauen weniger Wein trinken als Männer?

Hademar Bankhofer und TraubenWohlfühlpapst Professor Hademar Bankhofer liefert interessante Antworten auf zahlreiche Fragen zu den Trauben.

Welche wertvollen Inhaltstoffe hat die Weintraube?
Warum kann man sie als gesundheitsfördernd bezeichnen?


Trauben sind reich an gesundheitsfördernden Wirkstoffen:
  • Sie haben besonders viel Glukose, also Traubenzucker. Glukose geht direkt ins Blut.
  • Die Schalen der Trauben sind reich an Ballaststoffen und fördern die Verdauung, beiseitigen  Darmträgheit  und Verstopfung. Sie binden Fett- und Giftstoffe im Darm und wirken entwässernd.
  • Trauben enthalten sämtliche Vitamine der B- Reihe: B1, B2, B3, B6 und B12 sowie Folsäure.
  • Trauben sind reich an Vitamin C.
  • Sie enthalten viel vom Mineralstoff Magnesium und  Kalium  und vom Spurenelement Mangan. Mangan ist wichtig zur Vorbeugung von Osteoporose.
  • Und dann enthalten die Trauben sogenannte Polyphenole - Farbstoffe, die für uns zu Schutzstoffen werden. Vor allem für Herz und Kreislauf.
Gibt es da - was die Wirkstoffe betrifft - einen gewissen Unterschied zwischen weißen und roten Trauben?

Rote WeintraubeIn den roten Trauben gibt es diese Wirkstoffe in besonders großen Mengen. Vor allem die Polyphenole. Die bestehen aus 4 Gruppen:
  • Das Resveratrol befindet sich in den Trauben, um diese vor Pilzbefall zu schützen. Im menschlichen Organismus beugt es der Entzündung von Arterien vor, senkt das schädliche LDL-Cholesterin und erhöht das schützende HDL-Cholesterin.
  • Das Quercetin schützt den Organismus vor eindringenden freien Radikalen, also aggressiven Umweltsubstanzen und giftigen körpereigenen Stoffwechsel-Abfällen. Es gibt Studien, die nachweisen: Quercetin hat eine krebshemmende Wirkung. Außerdem  fördert es die Fließeigenschaften des Blutes. Quercetin ist auch in anderen Früchten und  in Gemüse enthalten. Aus den roten Trauben aber kann es besonders gut vom menschlichen Organismus aufgenommen werden.
  • Das Epicatechin hat  eine krebshemmende Wirkung und schützt ebenfalls vor Angriffen von Umwelt-Schadstoffen.
  • Das Catechin  verhindert,  dass  unsere Blutplättchen zusammenkleben. Und es schützt ebenfalls vor freien Radikalen und vor dem vorzeitigen Verschleiß unserer Blutgefäße.
  • Nur in den roten Trauben ist der Gerbstoff Tannin. Er wirkt antibakteriell.
  • Nur in den roten Tauben ist der rote Farbstoff Anthocyan.
Aber, wie gesagt: Zu den wichtigsten Polyphenol-Schutzstoffen in den roten Trauben gehört das Resveratrol:
  • Es verlängert die Lebenserwartung des Menschen.
  • Es senkt das Risiko für Darmkrebs und Prostata-Krebs.
  • Es schützt vor Erkältungen.
  • Es hält uns länger jung und gesund.
  • Resveratrol in den roten Trauben kann Stress-Verspannungen lösen.
  • Es stärkt Herz und Kreislauf und aktiviert die Arbeit der Nieren.
  • Das Resveratrol kann das Gen für ein langes Leben im Menschen aktivieren. Das hat Prof. Dr. Mitchell von der amerikanischen Life Extension Foundation mit folgenden Worten bestätigt: „Resveratrol ist bisher die einzige Substanz, die das kann.“
  • Man hat bei allen Forschungen auch beobachtet, das das Resveratrol  Gelenkschmerzen zu lindern vermochte. Am meisten aber verblüffte immer wieder der Jungbrunnen-Effekt.
Weiße WeintraubenIn den weißen Trauben hingegen gibt es eine Reihe von Flavonoiden - auch das sind Pflanzenfarbstoffe, die besonders positiv auf die Atemwege einwirken.

Was kann man nun mit dem Genießen von Weintrauben alles für die Gesundheit tun?
Welche Wirkung haben Trauben und damit auch Traubensaft?


Da gibt es viele Möglichkeiten, mit Trauben etwas für unsere Gesundheit zu tun.
  • Sie können - wie schon erwähnt - Darmträgheit und Verstopfung bekämpfen.
  • Parallel kann man das Bindegewebe festigen, die Venen stärken und daher Krampfadern sowie einer Venen-Schwäche vorbeugen. Das kann man übrigens auch mit Präparaten aus Weinlaub. Für die Beine ist auch wichtig, dass Trauben die Durchblutung fördern.
  • Trauben reinigen die Nieren, die Blase und die Harnwege. Man kann aber auch die Blase damit stärken.
  • Sie geben schnelle Energie, machen schnell fit und geben Kraft, wenn man erschöpft ist.
  • Sie können Nervosität und schlechte Laune wegzaubern.
  • Man kann sich mit Traubenessen stark gegen Stress machen.
  • Leber und Galle werden aktiviert und regeneriert. Interessant: Während die vergorenen Trauben die Leber belasten, baut der Traubensaft oder die Traube an sich die Leber auf.
  • Trauben helfen, Harnsäure abzubauen und können Gichtschmerzen lindern.
  • Mit Trauben kann man Herz und Kreislauf stärken und das schädliche LDL-Cholesterin senken.
  • Weintrauben sind  ein idealer Tagesanfang. Sie geben morgens geistig und körperlich Kraft, Schwung und Energie. Sie sind die perfekte Zutat zum Müsli. Drei Esslöffel Vollkornflocken, eine Banane in Scheiben und viele, viele Weintrauben. Und dann mit Milch aufgießen.

Man spricht im Herbst von einer Trauben-Kur.
Wie gut eignen sich Weintrauben zum Abnehmen?


Weintrauben sind ideal zum Abspecken. Gerade jetzt im Herbst ist die Trauben-Kur sehr sinnvoll:
  • Man isst zwei Tage lang - am besten Samstag und Sonntag -  1 bis 1 1/2 Kilo Trauben über den Tag verteilt . Dazu am Morgen eine Tasse Tee oder Kaffee und eine dünne Scheibe Brot mit etwas Topfen. Mittags zwei gedämpfte Erdäpfel.
  • Oder man trinkt 14 Tage lang jeden Tag 1 1/2 Liter Traubensaft mit 2 Liter Mineralwasser zur einer reduzierten Kost.
  • Oder man isst eine Woche lang jeden Tag anstelle einer Mahlzeit 1/2 Kilo Trauben.
Was sollte man noch beim Trauben-Essen beachten?

Da gibt es einiges:
  • Es wäre wichtig, dass man die Trauben mit Schale und Kernen verzehrt und die Kerne nicht ausspuckt. Sowohl Schalen als auch Kerne geben wertvolle Ballaststoffe ab. Außerdem ist das Traubenkernöl eine wertvolle Substanz für die Verdauung.
  • Da man selten Bio-Trauben bekommt, ist es sinnvoll, die Trauben zuerst mit heißem und dann mit kaltem Wasser zu waschen, damit alle Schadstoffe entfernt werden können. Auch wegen der Harze und Wachse, mit denen vor allem Importware behandelt wird, damit sie schöner aussieht und länger hält.
  • Wenn die Traubenzeit vorbei ist, sind Rosinen ein guter Ersatz. In den Rosinen finden wir konzentriert hohe Mengen an Magnesium und Kalium. Ideal für Schüler, Senioren und Autofahrer. Rosinen sind schnelle Kraftspender in stressreichen Situationen.
  • Man kann Trauben ins Joghurt rühren, sie in den Fruchtsalat mischen. Sie schmecken köstlich im Müsli und passen wunderbar zur Käseplatte.
In den letzten Jahren befassen sich die Ernährungswissenschaft und die Medizin mehr und mehr mit dem Rotwein und seinen positiven Eigenschaften. Gibt es tatsächlich die Substanzen der Trauben auch im Rotwein, die gesundheitsfördernd sind?

Das weiß man heute ganz genau:

Im Rotwein finden wir all die Vitamine B1, B2, B6, B12 und C, die Mineralstoffe, Spurenelemente und die sogenannten Polyphenole, die man erst vor ein paar Jahren im Wein entdeckt hat: das Resveratrol, das Quercetin, das Epicatechin und das Catechin.

Was ergibt sich nun daraus für eine gezielte Wirkung?
Was kann man mit gutem Gewissen über den Rotwein sagen?


Dazu gibt es sehr seriöse Studienergebnisse:
  • Im dänischen Zentrum für epidemiologische Wissenschaften hat man nach zwölf Jahren festgestellt: Menschen, die mäßig Wein konsumieren, haben eine höhere Lebenserwartung. Mäßig heißt hier: höchstens drei bis vier Gläser pro Woche.
  • Im Nationalen Krebsinstitut in den USA hat man nachgewiesen: Bei mäßigem Weingenuss sinkt die Gefahr für Prostata-Krebs und Darmkrebs. Allerdings: Bei übermäßigem Genuss steigt die Krebsgefahr rasant.
  • Der amerikanische Wissenschaftler Prof. Dr. Cohen hat bewiesen: Bei mäßigem  Weingenuss vermindert sich die Gefahr für Erkältungen um 65 Prozent.
  • In Großbritannien hat man festgestellt, dass Wein ein hervorragendes Mittel gegen den Reisedurchfall ist.
  • Ja, sogar eine Studie der WHO in Genf hat ergeben: Etwas Wein kann Menschen über 60 helfen, länger und gesünder zu leben. Wein kann Stressverspannungen lösen.
  • Italienische Forscher betonen: Rotwein stärkt Herz und Kreislauf, beugt der vorzeitigen Aderverkalkung vor und aktiviert die Arbeit der Nieren.
Warum sagt man das in besonderem Maße dem Rotwein nach?
Die Substanzen  kommen doch sicher auch im Weißwein vor?


Sicher finden sich viele dieser gesundheitsfördernden Stoffe auch im Weißwein. Im Rotwein aber sind sie in unvergleichbar höheren Mengen enthalten. Außerdem  ist das zum Teil auch auf das Herstellungsverfahren zurückzuführen.
Rote Weintraube auf Rebe
Beim Rotwein - also bei den roten Trauben - werden vor der Gärung die Schalen nicht entfernt. Daher kann der Alkohol die Substanzen auch aus den Schalen lösen. Und da sind sie in ganz besonders hoher Konzentration drinnen. Und noch etwas: Vitamin B12 für die Blutbildung findet man nur im Rotwein. Und dann noch den Gerbstoff Tannin. Wer Rotwein trinkt, kennt den leicht pelzigen Geschmack. Der kommt vom Tannin. Auch Tannin gibt es nur im Rotwein. Es wirkt antibiotisch und antibakteriell.

Was hat Wissenschaftler auf die Idee gebracht, nach gesundheitsfördernden Substanzen im Rotwein zu suchen?

Man hat in früherer Zeit immer ein Loblied in diese Richtung auf den Rotwein gesungen. Der Schriftsteller Ernst Moritz Arndt hat gesagt: „Es macht der Saft der Purpur-Traube des Menschen krankes Herz gesund!“ Die heilige Hildegard von Bingen hat den Rotwein das „Blut der Erde“ genannt. Und Wilhelm Busch schreibt: „Rotwein ist für alte Knaben eine von den besten Gaben!“ Doch es gab dazu keinen wissenschaftlichen Beweis. Als man Anfang der 90er-Jahre in Europa in Sachen Gesundheit vergleichende Studien durchführte, entdeckte man: Franzosen haben ein um 50 Prozent geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bekommen auch viel später als Österreicher Arteriosklerose. Dabei essen die Franzosen genau so viel Fleisch und nehmen tierische Fett zu sich. Und da entstand die Vermutung, dass es am Rotwein liegt. Studien haben es bestätigt. Wein stärkt das Herz im fortgeschrittenen Alter, senkt das Risiko für Schlaganfall und baut Stressbelastungen ab.

Die entscheidende Frage lautet nun: Wieviel Wein darf man trinken, um eine gesundheitliche Wirkung zu erzielen?

Prof. Dr. Charles Hennekens, der langjährige Leiter der medizinischen Schule der Harvard Universität in Boston, USA hat mir einmal lachend erklärt: „Die gute Nachricht: Rotwein ist gesund für Herz und Kreislauf. Die schlechte Nachricht: ein Fingerhut am Tag genügt. Spaß beiseite! Die moderne Medizin hat sich auf die Empfehlung geeinigt: Täglich 1/4 Liter für Männer, 1/8 Liter für Frauen. Aber nur dann, wenn jemand nicht Auto fährt und wenn er eine vollkommen gesunde Leber hat. Bekannt ist: Zuviel Alkohol schädigt die Leber und  das Gehirn.“

Warum dürfen Frauen nur die Hälfte Wein trinken im Vergleich zu Männern?
  • Frauen vertragen grundsätzlich weniger Alkohol und sind auch mehr gefährdet, gesundheitlichen Schaden davonzutragen. Der Grund: Frauen haben nicht so viel vom Enzym Dehydrogenase im Körper wie Männer. Das Enzym hilft, Alkohol abzubauen. Zusätzlich bremst das Hormon Östrogen in der Leber den Alkoholabbau. Das alles führt zu einer höheren Blut-Alkohol-Konzentration bei der Frau und zu einer größeren Belastung der Leber. Das männliche Hormon Androgen hingegen schützt die Leber  vor dem Alkohol-Einfluss.
  • Doch auch nicht alle Männer vertragen Alkohol gleich. Mehr gefährdet sind jene, die keine Haare auf der Brust haben. Das ist kein Scherz. Eine Untersuchung von Prof. Dr. Siegfried E. Miederer, ehemaliger Chefarzt des Johannes-Krankenhauses in Bielefeld hat ergeben: Männer mit reichlich Brusthaaren vertragen mehr Alkohol. Sie haben einen höheren Androgen-Hormonspiegel. Dadurch sind die Leberzellen besser geschützt.
Gibt es Menschen, die keinen Wein konsumieren dürfen?
  • Für Kinder ist Alkohol Gift. Die Gehirnzellen und die Leber der Kinder reagieren viel empfindlicher als die der Erwachsenen.
  • Schwangere Frauen müssen gänzlich auf Alkohol verzichten. Das Baby kann Schäden davontragen.
  • Frauen im Wechsel, die mit Hormonen versorgt werden, sollten wissen: Alkohol verdreifacht die Wirkung der künstlichen Östrogene. Das kann das Krebsrisiko erhöhen.
  • Patienten mit Magen- und Darmgeschwüren, mit Problemen an der Bauchspeicheldrüse, der Leber.
  • Beschwerden bei Hämorrhoiden können verstärkt werden.
  • Bei Überfunktion der Schilddrüse.
  • Gicht- und Bluthochdruck-Patienten.
Gibt es einfache Rezepte, wie man den Rotwein gezielt als Arznei einsetzen kann?
  • Rezept gegen Verspannung:
Wenn jemand sehr viel Stress hatte und im Nacken und an den Schultern verspannt und verkrampft ist, dann genügt es oft, einen kräftigen Schluck Rotwein zu nehmen und ihn einfach im Mund mit der Zunge umherzubewegen, sodass die Mundschleimhäute die Wirksubstanzen aufnehmen. Danach kann man ihn auch wieder ausspucken, wenn man möchte.
  • Hier ein Rezept gegen eine Erkältung:
1/8 Liter Rotwein wird im Wasserbad auf 60 Grad Celsius erhitzt. Dabei rührt man einen Teelöffel Honig und ein Gramm Zimtpulver ein. Vor dem Trinken ein kleines Stück Zitrone ins Glas geben. Vor dem Zubettgehen trinken.
  • Ein kosmetisches Rezept zum Straffen und Reinigen der Haut:
Man taucht einen Wattebausch in Rotwein ein und reibt damit die Gesichtshaut in kreisenden Bewegungen  ab. Zum Erfrischen von müder Haut mischt man zu gleichen Teilen Wein und Mineralwasser und wäscht damit die Haut.
 
Ein Gesundheits- & Ernährungstipp von Professor Hademar Bankhofer auf 55PLUS-magazin.net.

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