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Gesund durch innere Ruhe

Wohlfühlpapst Prof. Hademar Bankhofer rät jedem für heilsame innere Ruhe allein die Natur genießen.
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Prof. Hademar Bankhofer beim Entspannen

Gesund durch innere Ruhe

Wissenschaftler und Ärzte machen es uns in den letzten Jahren sehr deutlich: Es gibt vieles im Leben, was uns früher altern lässt und krank macht. Dazu gehören Stressbelastungen, berufliche und private Sorgen und schlechte gesundheitliche Werte, vor allem was die Blutfette, den Blutdruck und die Blutzuckerwerte betrifft. Doch Studien der jüngsten Zeit beweisen: Menschen, die in sich innere Ruhe aufbauen können, haben bessere gesundheitliche Werte. Dazu zählen aber auch all jene, die ihre ganz persönliche Trainingsmethode gefunden haben.

Was geschieht in unserem Körper, wenn wir Yoga oder Autogenes Training betreiben? Und wie kann man mit innerer Einkehr gesundheitliche Störungen positiv beeinflussen?
 
Was passiert im Körper, wenn man nie innere Ruhe findet?
  • Man wird krank. Das kann mit der Zeit Herzinfarkt, Bluthochdruck, Schlaganfall, Schlafstörungen, Magengeschwüre und Erkrankungen der Schilddrüse auslösen. Es wird eine vorzeitige Arteriosklerose eingeleitet, weil  der Alltagsstress die Blutgefäße negativ beeinflusst.
  • Es wird das Hormon Cortisol ausgeschüttet. Das regt den Appetit an. Daher kann man dick werden, wenn man nie innere Ruhe findet.
  • Das Immunsystem wird geschwächt. Die Stresshormone Cortisol und Adrenalin reduzieren ganz deutlich die Aktivität der Abwehrzellen.
  • Eine Studie der Ohio State Universität von Columbus, USA, hat gezeigt: Bei einem Mangel an seelischer Erholung  wird verstärkt der Botenstoff Interleukin 6 ausgeschüttet. Das kann zu Entzündungen im Organismus führen und erhöht die Gefahr für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, aber auch für Diabetes und Osteoporose.
  • Rastlosigkeit und ständiger Druck blockiert Energie, vor allem, wenn man nicht genügend Schlaf hat. Die Folge: Man ist den ganzen Tag erschöpft.
  • Der österreichische Neurologe und Psychiater Prim. Dr. Udo Zifko hat Zahlen an der Hand und betont: Für viele Schlaganfälle, die jährlich in Österreich geschehen, ist der Mangel an innerer Ruhe einer der Hauptrisikofaktoren.
  • Der Wissenschaftler Univ-Prof. Dr. Dr. Johannes Huber hat im Zuge seiner Forschungen herausgefunden: Wer sich niemals zurückzieht, in sich geht, innere Ruhe anstrebt, der schadet sich geistig und körperlich. Der permanente Stress, aus dem man nicht aussteigt, macht frühzeitig alt, krank und blockiert uns geistig.
Wie kann man abschalten? Wie kann man innere Ruhe in unserer lauten, rastlosen Welt finden?

Durch mitunter einfache Lebensregeln, durch Meditieren, Autosuggestion, Yoga, durch Praktizieren des kleinen Glücks, durch zeitweises Faulsein sowie durch das Zurückziehen in die Einsamkeit.
 
Welche einfachen Lebensregeln sind das?

Prof. DDr. Johanns Huber spricht von den 4 großen "L", die einem helfen, gesünder zu leben: Lernen, Laufen, Lachen, Lieben. Durch diese 4 L kann man sich vor gesundheitlichen Gefahren schützen.
  • Lernen. Dazu Prof. Dr. Huber: “Das Wort Lernen steht für geistige Ablenkung. Man weiß, dass gegen das Altern des Gehirns Lernen ein gutes Hilfsmittel ist. Dadurch bleiben die grauen Zellen in Schwung. Der Stoffwechsel der Nervenzellen wird angeregt. Das Assoziationsvermögen steigt an. Lernen - also sich geistig betätigen - ist eine elegante Form der Ablenkung von Umständen, die uns Stress bereiten. Geistige Beschäftigung ist eine Naturarznei gegen Stress und Ärger.“
  • Laufen. Prof. Dr. Dr. Huber: “Sportliche Bewegung verstärkt die Zirkulation des Blutes. Die inneren Gefäßwände werden massiert. Die Durchblutung wird gefördert, Arteriosklerose wird bekämpft. Sport ist ein guter Schutz vor Stress. Noch dazu, wo dabei Glückshormone produziert werden.“
  • Lachen. Prof. Dr. Dr. Huber: “Lachen und gute Laune entspannen ungeheuer und schaffen eine starke innere Kraft gegen Stresseinfluss.“
  • Lieben. Prof. Dr. Dr. Huber erklärt das näher: “Das Wort Liebe steht für Zuneigung, Zärtlichkeit, Geborgenheit in der Familie. Das alles macht stark gegen gesundheitliche Störungen.“
Haben auch Rituale heilende Kräfte?

Unser Alltag besteht vielfach aus regelmäßig wiederkehrenden Ritualen. Keiner von uns ist davon ausgenommen. Wir machen zu bestimmten Tageszeiten oder in gewissen Wochen- und Monatsabläufen immer wieder dasselbe. Und ganz ehrlich: Wir wollen davon auch gar nicht loskommen, auch wenn wir selbst und andere darüber lächeln. Wir nennen es die „Macht der Gewohnheit“. Jetzt haben Wissenschaftler der amerikanischen Berkeley Universität in Kalifornien nachgewiesen: Auch in dieser Macht der Gewohnheit stecken heilende Kräfte. Am Institut für psychosoziale Verhaltensforschung an der School of Public Health der Berkeley Universität  hat man beobachtet: Die täglichen Rituale sind eine wertvolle Lebenshilfe. Sie sind ein raffinierter Trick des Menschen, besser mit Stress und Ängsten fertigzuwerden.

Man könnte bei den immer wiederkehrenden Ritualen von einem Sicherheitsnetz sprechen. Man muss sich vorstellen: Jeder von uns ist in der modernen Zeit von vielen unberechenbaren Ereignissen bedroht. Es kommen täglich viele Anforderungen auf uns zu, denen wir uns stellen müssen. Dazu brauchen wir körperliche und geistige Kraft.

Wenn wir nun über den Tag verteilt „Inseln“ haben, auf denen wir uns sicher und wohl fühlen, so tanken wir Kraft. Das hat zwei Vorteile: Wir können unser Gehirn entlasten, weil wir automatisch Dinge tun, die wir auch im Schlaf erledigen könnten. Und wir wissen genau, was uns bei diesen Gewohnheiten erwartet: nämlich immer wieder dieselbe lieb gewordene Situation.
 
Wer die Macht der Gewohnheit richtig nützt, der kann dadurch besser seine Aufgaben überblicken und baut zwischendurch immer wieder Sicherheit in sich auf. Und er kann in der Folge gefährliche und belastende Phasen des Tages besser durchstehen. Regelmäßige Gewohnheiten sind demnach wichtig für unsere seelische und körperliche Gesundheit.

Nach einem anstrengenden Tag können Gewohnheiten ganz besonders helfen, dass man sich entspannt und neue Kräfte tankt. Man soll sich da ruhig einigen „Höhlen-Ritualen“ hingeben: nach Hause kommen, Schuhe ausziehen, die Kleidung wechseln, womöglich in die heißgeliebte abgetragene, speckige Jeanshose und in den uralten, vertrauten Pullover schlüpfen.

Es ist ganz wichtig, dass man in der Wohnung eine Ecke, einen Kuschelplatz hat, wo man abschalten, vor sich hinträumen, die Arbeit des Tages vergessen kann. Dazu können das vertraute Kissen und der Tisch beitragen, auf dem man die Beine hochbettet. Auch der Griff zur Zeitung und der Fernbedienung des Fernsehapparates ist nach Ansicht von Psychologen ein Anti-Stress-Verhalten zur schnellen Regeneration. Sehr hilfreich kann es auch sein, wenn man jeden Tag dieselbe oder ähnliche Musik hört, die man liebt.

Die Macht der Gewohnheit wirkt sehr oft wie Medizin: Wer viele Monate hart gearbeitet, Körper und Geist überfordert hat, der erholt sich am besten, wenn er jedes Jahr in derselben vertrauten Gegend Urlaub macht. Wer müde und abgekämpft ins Wochenende geht, baut den Stress am schnellsten ab, wenn er immer wieder dieselbe Freizeitsport ausübt: zum Beispiel Wandern oder Radfahren. Außenstehenden mag das langweilig vorkommen. Für den Betreffenden ist es ein großartige Aufbauarbeit. Das bedeutet: Damit können Alltagsbeschwerden, Störungen des vegetativen Nervensystems und Stresskrankheiten verhindert werden.

Umgekehrt hat man die Beobachtung gemacht, dass kranke Menschen oder Patienten nach einer Operation schneller wieder gesund werden, wenn sie bei alltäglichen Gewohnheiten Zuflucht finden können.
         
Wer zwischendurch ein „Faultier“ ist, bleibt gesund

Es müssen nicht immer die Religion, das Gebet, die Meditation sein, die in uns zur Naturarznei werden. Der bekannte Wissenschaftler und Bestsellerautor Prof. Dr. Lothar Seiwert sagt: Legen Sie kurze "Faultier-Pausen" ein. Ja, Sie haben richtig gelesen: Sie müssen lernen, zwischendurch ein Faultier zu sein. Das ist eine ganz einfache Naturtherapie für Ihre Gesundheit. Und zwar für Körper, Geist und Seele.
Der Name ist im Grunde genommen nicht richtig. Das Wort Faultier hat für uns Menschen ein negatives Image. Wenn das echte Faultier in der Natur seinen Winterschlaf hält, dann ist das lebenswichtig.  Also keine Faulheit. Und genau so müssen wir Menschen auch so eine "Faultier-Auszeit" sehen.

Wir können nicht immer mit Vollgas durchs Leben starten. Wir können nicht ununterbrochen unser Bestes geben, fleißig sein und denken, denken, denken. Jeder von uns hat ein inneres Bedürfnis für Ruhe und Alleinsein. Doch geben diesem Bedürfnis nicht nach. Und genau das ist der Grund, warum es so viele gestresste, erschöpfte, müde, aber auch lustlose und genervte Menschen gibt, warum die Ärzte ein dramatisches Ansteigen von sogenannten Burn-out-Fällen beobachten. Genau darum gibt es auch so viele Schlafstörungen, Streitigkeiten und  herabgesetzte Leistungsgrenzen. Weil viele von uns sich keine Ruhe und Erholung gönnen, werden Fehler gemacht, Unfälle verursacht, Aggressionen oder Depressionen aufgebaut. Viele denken auch nicht daran: Wer sich keine Ruhephasen gönnt, der schwächt sein Immunsystem und wird schneller krank.

Das Problem vieler Menschen in unserer Zeit: Wenn die Arbeit getan ist, dann nimmt man sich keine Zeit zum Erholen und Entspannen, sondern stürzt sich in einen neuen Stress: in den Freizeitstress. Darum: Schalten Sie für einige Stunden, für einen Tag ab und werden Sie zum Faultier.
 
Hier ein paar Anregungen:
  • Schlafen Sie einmal lange, bleiben Sie danach lange in der Badewanne liegen. Hören Sie dabei Musik, für die Sie sich schon immer Zeit nehmen wollten.
  • Gehen Sie spazieren und versuchen Sie, alle Gedanken an wesentliche Dinge abzuschalten und wegzuschieben. Beobachten Sie die Natur: einen krabbelnden Käfer, ein Blatt, das der Wind vor sich hertreibt, ein paar Regentropfen, die an einem Fenster herabgleiten.
  • Ordnen Sie den Inhalt eines alten Schrankes. Auch, wenn Sie Dinge ausmisten, widmen Sie sich alten Fotos, versinken Sie dabei in die Vergangenheit.
  • Gehen Sie in der Wohnung umher und trödeln Sie dabei. Stellen Sie eine Vase endlich an einen anderen Platz. Hängen Sie ein Bild an eine andere Wand. Singen Sie dabei oder summen Sie.
  • Kuscheln Sie sich in einen Lieblings-Polstersessel, schließen Sie die Augen und denken Sie an einen Sandstrand am Meer, an eine blühende Wiese, an einen besonders lieben Menschen, den Sie schon lange nicht gesehen haben.
  • Der deutsche Wissenschaftler Prof. Dr. Lothar Seiwert weiß, was bei diesem Faulenzen im Körper Wesentliches vor sich geht: Das vegetative Nervensystem wird wieder harmonisch. Der Puls sinkt. Die Atmung wird tiefer. Stresshormone werden abgebaut. Verspannte Muskeln lockern sich. Das schafft eine ideale Atmosphäre für das Immunsystem. Es regeneriert sich, wird wieder stark. Lebensenergie und Lebensfreude kehren zurück. Und in dieser Phase haben die Körperzellen wieder Kraft, ihren Reparaturmechanismus zu aktivieren. Wer es schafft, immer wieder zwischendurch ein Faultier zu sein, der tut etwas für seine geistige, seelische und körperliche Gesundheit. Das ist wie meditieren.
Liegt darin auch das Geheimnis des Erfolges beim Fasten?

Zweifelsohne. Wenn man richtig fastet, sich zurückzieht, Spaziergänge macht, kein Radio, kein TV, keine Zeitung konsumiert. Und auch der Verdauung Ruhe gönnt, den Körper vom Aufnehmen zum Ausleiten umstellt.

Ein Gesundheits- & Ernährungstipp von Professor Hademar Bankhofer auf 55PLUS-magazin.net.

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