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Häufige chronische Hautkrankheiten im Überblick

Chronische Hautkrankheiten können für Betroffene mit einem hohen Leidensdruck verbunden sein. Hier informieren!
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Chronische Hautkrankheiten im Überblick

Die Haut juckt, brennt und schuppt sich – das alles sind typische Symptome einer chronischen Hauterkrankung, sprich Veränderungen der Haut, die lange anhalten oder immer wieder auftreten. Zwar sind chronische Hautkrankheiten in den meisten Fällen ungefährlich, Betroffene können durch die lästigen Beschwerden aber dennoch erheblich in ihrer Lebensqualität eingeschränkt sein. Doch welche Hautkrankheiten mit chronischem Verlauf gibt es überhaupt? Und wo liegen die Unterschiede?

Schuppenflechte (Psoriasis)

Hierbei handelt es sich um eine chronisch-entzündliche Hautkrankheit, von der keine Ansteckungsgefahr ausgeht. Typischerweise treten die Symptome in Schüben auf – so geht die Schuppenflechte zeitweise mit leichteren oder stärker ausgeprägten Hautproblemen einher. Woran man die Schuppenflechte erkennt, lesen Sie hier.

Grund für die Schuppenflechte ist eine gestörte Autoimmunreaktion, die vermutlich genetisch bedingt ist. Hierdurch ist der Prozess der Hauterneuerung beschleunigt, was dazu führt, dass zu viele neue Hautzellen produziert und diese nicht schnell genug abgestoßen werden können. Als Folge daraus entstehen schuppige Hautstellen.

Zwar ist die chronische Hautkrankheit nicht heilbar, jedoch lassen sich durch verschiedene Maßnahmen die Symptome lindern. Dazu gehört unter anderem eine angepasste Hauptpflege mit rückfettenden Salben und Cremes, die Behandlung mittels Lichttherapie sowie die Einnahme von Medikamenten (bei schweren Krankheitsverläufen).

Neurodermitis (atopische Dermatitis)

Neurodermitis geht charakteristischerweise mit einem Hautausschlag und starkem Juckreiz einher. Unter Umständen ist die betroffene Haut gerötet und auch die Bildung von nässenden Bläschen ist denkbar. Solche akuten Krankheitsschübe werden oft durch Triggerfaktoren (zum Beispiel einzelne Nahrungsmittel, Kosmetika oder bestimmte Wetterverhältnisse) ausgelöst. Im Anschluss an eine Akutphase trocknet die Haut wieder und pellt sich ab.

Durch den starken Juckreiz fühlen sich Betroffene im Alltag eventuell unkonzentriert und abgelenkt. Weiterhin empfinden viele von ihnen die häufig an sehr sichtbaren Stellen (zum Beispiel an Armen oder im Gesicht) auftretenden Hautveränderungen als unangenehm.

Die genauen Ursachen der chronischen Hautkrankheit sind noch unklar. Vermutlich ist die Schutzfunktion der Hornschicht (äußerste Schicht der Haut) gestört, wodurch sie ihre Abwehrfunktion nur unzureichend erfüllt und allergieauslösende Stoffe leichter in die Haut eindringen. Zudem ist die Veranlagung für Neurodermitis wahrscheinlich vererbbar.

Mit einer abgestimmten Hautpflege lassen sich die entzündlichen Hautausschläge und der Juckreiz oft gut in den Griff bekommen. Betroffene sollten beispielsweise mindestens zweimal am Tag rückfettende und feuchtigkeitsspendende Hautlotionen auftragen. Auch das Meiden von individuellen Reizstoffen spielt eine wichtige Rolle.

Die gute Nachricht: Über die Jahre hinweg können die Beschwerden der Hautkrankheit nachlassen oder sogar ganz verschwinden.

Rosazea (Rosacea)

Rosazea (umgangssprachlich „Kupferrose“) beschreibt eine chronische Entzündung der Gesichtshaut. Die Hautkrankheit zeichnet sich durch
  • Rötungen,
  • feine sichtbare Äderchen und
  • teilweise auch Pusteln
vor allem im Bereich der Wangen und der Nase aus. Zudem neigen manche Betroffene im Gesicht zu trockenen Hautstellen, welche mit Juckreiz und Brennen einhergehen können.

Gut zu wissen: Die chronische Hautkrankheit kann sehr unterschiedlich stark ausgeprägt sein. So ist vielen Menschen gar nicht bewusst, dass es sich bei den Rötungen in ihrem Gesicht um eine Hautkrankheit handelt – für welche es durchaus Behandlungsmöglichkeiten gibt.

Bei der Entstehung einer Rosazea spielen vermutlich verschiedene Faktoren eine Rolle, wie eine familiäre Veranlagung, eine gestörte Schutzfunktion der Haut und ein überempfindliches Immunsystem. Zu den Auslösern für akute Entzündungsschübe zählen beispielsweise
  • Alkoholkonsum,
  • scharfe Speisen,
  • starke Sonneneinstrahlung,
  • extreme Kälte oder
  • große psychische Belastung (Stress).
Doch was können Betroffene gegen die chronische Hautkrankheit unternehmen? In erster Linie sollten sie darauf achten, mögliche Trigger zu umgehen. Das kann beispielsweise bedeuten, dass Alkohol nur in Maßen getrunken und die Haut im Sommer besonders achtsam durch Sonnencreme geschützt wird. Weiterhin können Mediziner Medikamente gegen die bei der Hautkrankheit auftretenden Entzündungsreaktionen verschreiben. Diese werden entweder als Salben äußerlich auf die Gesichtshaut aufgetragen oder in Form von Tabletten eingenommen.

Zum Hautarzt bei chronischen Hautkrankheiten

Wer unter Hautbeschwerden, wie Jucken, Brennen oder Rötungen leidet, sollte nicht lange zögern und frühzeitig einen Arzt aufsuchen. Der richtige Ansprechpartner bei Veränderungen der Haut ist der Dermatologe (Hautarzt; Experte für Geschlechts- und Hautkrankheiten). Da sich die Symptome von chronischen Hautkrankheiten teilweise stark ähneln, ist eine Abgrenzung der Krankheitsbilder durch den Mediziner essenziell.

Der Hautarzt wird sich zunächst die Betroffenen Körperstellen genau anschauen und den Patienten verschiedene Fragen stellen, beispielsweise:
  • Welche Beschwerden treten auf?
  • Seit wann bemerken Sie die Symptome?
  • Wurde bei Ihnen bereits eine chronische Hautkrankheit diagnostiziert?
  • Sind in Ihrer Familie Fälle von chronischen Hautkrankheiten bekannt?
  • Könnten Zusammenhänge zwischen akuten Symptomen und Faktoren wie Ernährung oder Witterungsbedingungen bestehen?
Häufig reichen die aus dem Patientengespräch erhaltenen Informationen und die Inspektion der Haut aus, um eine Diagnose zu stellen. Ist das nicht der Fall, hat der Mediziner die Möglichkeit, zusätzlich eine Gewebeprobe der betroffenen Haut zu entnehmen und diese im Labor auf Veränderungen untersuchen zu lassen. Ließ sich so die vorliegende Hautkrankheit feststellen, kann der Mediziner im nächsten Schritt nach Abstimmung mit dem Patienten die passende Behandlungsform empfehlen.

Quelle: Gesundheitsinformation.de:
Neurodermitis. https://www.gesundheitsinformation.de/neurodermitis.html (09.04.2021)

Ein 55PLUS-Gesundheitstipp.
 
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