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Kokosnuss - exotisch und erfrischend

Von der Kokusnuss ist alles verwendbar - Fruchtfleisch, Saft, Fett und Faser.
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Victoria, Mahe - Markt

Kokosnuss - exotisch und erfrischend

Sie sind reich an Fetten, Eiweiß und Mineralien. In der exotischen Küche besitzen sie deshalb einen hohen Stellenwert – aber auch in der Körperpflege.

So leicht gibt eine Kokosnuss ihre Schätze nicht preis. Sie zu öffnen erfordert Geschick, Feingefühl und etwas Übung. Eine bewährte Methode: Ein bis zwei der runden Keimpunkte mit einem stabilen spitzen Gegenstand aufbohren und das süßlich schmeckende Kokoswasser ablaufen lassen oder mit einem Strohhalm trinken. Dann die Schale hälftig mit leichten Hammerschlägen aufklopfen, indem man die Nuss um ihre eigene Achse dreht. Platzt sie schließlich auf, lässt sich das nahrhafte Fruchtfleisch herausschälen und genießen.

In tropischen Ländern ist die Kokosnuss eine wichtige Nahrungs- und Rohstoffquelle. Während das Kokoswasser – eine Nuss enthält fast einen Liter davon – dazu beiträgt, den täglichen Flüssigkeitsbedarf zu decken, wird das Fruchtfleisch geraspelt oder gerieben zum Kochen verwendet. Mit Wasser aufgekocht, entsteht Kokosmilch, mit der Speisen verfeinert und Soßen angedickt werden.

In der Sonne oder mit Heißluft getrocknetes und dann zerkleinertes Fruchtfleisch – Kopra genannt – dient als Ausgangsstoff für die Herstellung von Kokosfett. Das weiße bis schwach gelbliche Fett gewinnt man durch Auspressen der Kopra. Ab etwa 25 Grad schmilzt es zu Kokosöl, das zur Herstellung von Speisefetten (Margarine), Seifen und Kosmetika verwendet wird.

Wie gesund ist Kokosfett?

Kokosfett ist oxidationsstabil, das heißt es wird an der Luft nicht so schnell ranzig wie beispielsweise Butter, und hält sich lange. Das in Deutschland übliche raffinierte Kokosfett („Plattenfett“) ist geschmacksneutral sowie hitzebeständig und dadurch zum Braten, Backen und Frittieren geeignet. Kalt gepresste, naturbelassene Öle oder Fette finden eher als Brotaufstrich, in der kalten Küche und zum Kochen Verwendung. „Zum Frittieren sollte man sie wegen des niedrigen Rauchpunkts von etwa 140 Grad nicht nehmen, höchstens zum milden Anbraten“, empfiehlt Dr. Bertrand Matthäus vom Institut für Lipidforschung der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel in Münster.

Kokosfett enthält nur acht Prozent ungesättigte und 92 Prozent gesättigte Fettsäuren – vor allem Laurin-, Myristin- und Caprylsäure. In Deutschland gilt es als „Gefäßkiller“, weil gesättigte Fette den Cholesterinspiegel erhöhen sollen. Die Studienlage ist jedoch alles andere als eindeutig, meint Matthäus: „In den diversen Untersuchungen werden die Auswirkungen auf das Cholesterin sehr unterschiedlich bewertet.“ Der Forscher vermutet, dass kurz- und mittelkettige Fettsäuren, wie sie im Kokosfett überwiegend vorkommen, eine neutrale Wirkung auf den Cholesterinspiegel haben.

Problematisch könnten jedoch Transfettsäuren sein, die bei der chemischen Härtung von Pflanzenfetten entstehen. Sie stehen ebenfalls im Verdacht, den Cholesterinspiegel zu erhöhen sowie Herz und Gefäße durch Arterienverkalkung zu schädigen. Bei naturbelassenen Kokosölen, wie die Einheimischen sie verzehren, ist dieses Risiko deutlich geringer: Sie enthalten keine Transfettsäuren.

Kaum ungesättigte Fettsäuren

Als eindeutiger Pluspunkt für das Kokosfett lässt sich anführen, dass es dank der Laurinsäure über einen hohen Anteil an mittelkettigen Fettsäuren (MCT) verfügt. Diese Fette sind ernährungsphysiologisch günstiger als langkettige Fettsäuren, da sie weniger Kalorien haben und der Organismus sie verstärkt zur Energiegewinnung nutzt. „Sie werden anders und schneller verstoffwechselt“, sagt Matthäus. Da sie rasch wieder ausgeschieden werden, können MCT-Fette nicht so stark „ansetzen“ wie längerkettige Fettsäuren. Zum Abnehmen eignen sie sich dennoch nicht, da die Kalorienersparnis durch den Verzehr von MCT-Fetten bei einem durchschnittlichen Fettverbrauch nur bei etwa 150 Kilokalorien pro Tag liegt.

Trotz vager positiver Aspekte lässt sich festhalten: Kokosfett enthält bei Weitem nicht alle wertvollen Fettbestandteile, die der Körper benötigt. Die Empfehlung von Ernährungswissenschaftlern lautet daher, das Tropen-Fett nur ergänzend zu verzehren. Auf dem Speiseplan sollten hauptsächlich hochwertige Öle mit eineem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren stehen – zum Beispiel Oliven-, Traubenkern- und Leinöl (für Salate und kalte Speisen) sowie Raps-, Sonnenblumen- und Erdnussöl (zum Braten).

Quelle: GesundheitPro, DE

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