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Kleine Tarockecke zum Großtarock Modern Wiener Art (2)

Spielregeln und Tipp der Woche von Kurt Doleysch.
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logo-[1]Großtarock Modern Wiener Art, Spielregeln (Teil 2)

Das Lizitieren:
Die Vorhand (der Spieler links vom Geber) beginnt. Zu bedenken ist, dass man allein gegen zwei spielt. Je nach Einschätzung des Blattes sind folgende Ansagen möglich.

Einfache Lizitation:

1. Weiter: Schlechtes Blatt, keine Aussicht, das Spiel zu machen.
2. Sechser Dreier: Schwaches Blatt, nur mit allen 6 Talonkarten spielfähig.
3. Dreier: Gutes Blatt, mit 3 Talonkarten spielfähig
4. Solo: Ohne Talon spielfähig
Dazu kommt das Halten, d. h. jeder Spieler, der noch nicht weiter gemeldet hat, kann eine Lizitation halten, das heisst er ist mit der Ansage, die aktuell ist, im Recht. Halten beide Mitspieler, ist der letzte im Recht. Die Lizitation wird solange mit steigern fortgesetzt, bis zwei Spieler weiter gemeldet haben.

Die große Lizitation beim nächsten Mal.

Die Spielansagen:
Der Spieler, der den Talon erlizitiert, dem entsprechend Karten aufgenommen und nach seinem Blatt wieder abgelegt hat, meldet ich liege. Vorerst bleibt dies ohne Bedeutung, wird aber später, wenn die Nachschauspiele erklärt werden, interessant. Die Gegenspieler melden gut und der Alleinspieler sagt sein Spiel an:
 
   Punkte Wertpunkte
Einfaches Spiel 36 5
Absolut 40 10
Kramerboy 50 20
Pansier 60 30
Valat 72 40

Dazu kann man so genannte Vogerln ansagen, wobei Bedingung ist, dass vom angesagten Vogerl abwärts alle im Blatt sein müssen.
 
    angesagt still  
Spatz = Pagat I 10 5 Wertpunkte
Uhu II 15 0 Wertpunkte
Pelikan III 20 0 Wertpunkte

Müssen zur Ansage die Vogerln geschlossen vorhanden sein, werden sie nach dem Spiel doch getrennt gewertet. Auch die Spielansagen werden so zusammen gezählt, wie sie erfüllt wurden.
Beispiel: Ansage Kramerboy Uhu. Der Spieler macht 48 Punkte und nur den Pagat. Er wertet den Absolut 10 plus Spiel 5 plus Pagat 10 = 25 für sich. Die Gegner werten den Kramerboy 20 und den Uhu 15 = 35 für jeden.
Prämien sind die Trull und Vier Könige, die vor dem Spiel gemeldet, mit 10 und nachher gemeldet mit 5 Wertpunkten nur dem Spieler gut geschrieben werden, der sie zu Spielbeginn im Blatt hatte.
Mit den bisherigen Teil der Spielregeln ist die einfache Art von Großtarock bereits spielbar.

Der Tipp der Woche
Großtarock, das Spiel der Überlegungen.

Genügt es bei anderen Tarockspielen, sein Blatt zu beurteilen und danach Lizitation und Ansagen auszurichten, ist dies bei Großtarock zuwenig. Schon vor der Lizitation darf man das Nachschauen nicht vergessen. Hier einige Beispiele von Überlegungen:
 
a)  Die Lizitation zum Nullvalat (macht man selber oder ein Mitspieler) hat nur einen Sinn, wenn im Blatt kleine Tarockkarten fehlen (Pagat II oder III), die im Talon sein können. Man meldet Sechserdreier und lässt aus, wenn die Lizitation höher geht.
b) Ein starkes Blatt (zehn Tarock, zwei Könige) mit drei Kleinen Siebener und Vierer womöglich mit Pagat bannt das Nachschauen schon erheblich, so dass man mit Sechserdreier beginnen kann. Anders ist es, wenn diese Kleinen fehlen, dann droht der Nullvalat. Da ist zu überlegen, ob eine höhere Lizitation angebracht ist.
c) Außerdem haben die anderen Spieler vor mir lizitiert, bin ich der Erste oder nicht. Bin ich der Letzte nach zwei weiter, das kann einen fetten Talon geben. Wenn Sechserdreier - halten - halten angesagt ist, dann lizitiert einer zum Nullvalat und der andere hat die Karten, die im eigenen Blatt fehlen.
d) Es kommt alles ganz anders, Irrtum oder nicht, ist man auf Treiben eines Mitspielers reingefallen, Pardon, eingegangen, hat man selber getrieben und ist hängen geblieben?
Ärgerlich wird es dann, wenn man sein schönes Tarockspiel an den Nullvalat abgeben muss, weil die Lizitation nicht gestimmt hat.

Spieltage jeden Dienstag und Donnerstag von 10.00 bis 17.00 Uhr (auch an Feiertagen) im Café Goldengel, A-1030 Wien, Erdbergstrasse 27
Sie können das Café mit der U3 erreichen: Station Rochusmarkt, Ausgang Hainburgerstraße - Wassergasse bis Ecke Erdbergstraße.

Kontakt: Hans Kunz
Telefon: +43-(0)650-796 42 02
eMail: hans.kunz1@chello.at

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