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Per Bahn nach Iran

Eine Eisenbahnreise von Mitteleuropa nach Teheran.
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© Andreas Lotter / Orientbahn - Per Bahn nach Iran / Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Warum nicht per Bahn in den Iran?

Mehr Infos: www.orientbahn-reisen.de

Wer es ganz stilecht will beginnt seine Bahnreise bereits in Mitteleuropa. Dies ist heute nicht mehr ganz so einfach wie zu Zeiten des Orientexpress, aber Reisespezialisten stehen mit fertigen Angeboten zur Verfügung. Der Trans-Asia-Express verkehrt ab Ankara tief in den Osten, um sein vorläufiges Ende am Vansee zu finden. Hier ist die Reise keineswegs vorbei. Die Reisenden wechseln lediglich das Verkehrsmittel auf eine Eisenbahnfähre, welche in einer mehrstündigen Überfahrt bis ans Ostufer fährt. Hier erfolgt ein weiterer Umstieg in den Gegenzug, der nun die nahe gelegene Grenze überquert.

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In Ankara geht es am Vormittag los. Als im Flur auf einmal „Schwyzerdütsch“ erklingt, zeigt dies welcher Leckerbissen hier wartet. Ein Finne ist sogar extra nach Ankara eingeflogen, nur um mitzufahren, gleich am Ziel wird er wieder zurück fliegen. Auch der Speisewagen erfüllt alle Wünsche. Dieser wird von einem motivierten Kellner der türkischen Eisenbahn geführt. Er weiß, was seine Kundschaft auf dieser Fahrt braucht: Am Ziel ist Alkohol untersagt, so soll sich der Reisende hier noch einmal gut gehen lassen. In den Abendstunden rollen wir durch das mittelanatolische Hügelland während die Dämmerung über das weite Land herein bricht. Am nächsten Morgen geht es stundenlang durch die herrliche ostanatolische Landschaft - immer dem Euphratquellfluß folgend. Man bekommt einen echten Eindruck vom wilden Kurdistan. Und dann sind wir auf der einsamen Hochebene. Schneebedeckte Berge tauchen im Blickfeld auf. Der Zug fährt nun nur noch sehr langsam. Dies lässt die Zeit, die Landschaft eingehend zu betrachten.

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Irgendwann taucht der Vansee im Blickfeld auf und der Zug schlängelt sich hinunter ans Seeufer. Hier steigen alle Reisenden um auf die Eisenbahnfähre. Nur der Gepäckwagen wird auf die Fähre rangiert. Dann beginnt die Verschiffung nach Osten. Der Vansee liegt auf über 1.700 Metern, der Bodensee hätte darin etwa zehn Mal Platz. Schneebedeckte Berge umrahmen ihn in karger Landschaft. Zum Südufer hin, dem unsere Fähre folgt, steigen sofort schneebedeckte Berge auf. Jetzt sind aber alle Reisenden gemeinsam in einem Raum und können sich kennenlernen. Sofort kommen die Iraner mit den Touristen in Kontakt und es wird zum orientalischen Tanz aufgefordert. Jeder ist begeistert und kann sich der orientalischen Stimmung entziehen.

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Ab Van geht es weiter nach Osten, nahe am biblischen Berg Ararat vorbei. Hier erwartet uns der Gegenzug. Schnell ist das neue Abteil bezogen und - welch Wunder - es ist komfortabler! Früher oder später kommt der Schaffner und fragt nach den Essenswünschen. Die Züge sind so gut ausgestattet, dass die Mahlzeiten auch problemlos im eigenen Abteil eingenommen werden können. Und immer wieder wird der Reisende unaufgefordert mit Tee und kleinen Snacks versorgt. Eindrucksvoll, wie viel Personal im iranischen Zug mitfährt. Mitten in der Nacht wird die Grenze erreicht. Ausländer werden hier höflichst durchgewunken. Der iranische Zug fährt nach der Grenze nun schneller, das heißt die Gleise befinden sich in einem deutlich besseren Zustand. Ebenso wechselt die Landschaft ständig und das Wetter auch.

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Es ist noch viel Zeit, bis Teheran erreicht wird, und diese wird zum intensiven Kontakt zwischen den Reisenden genutzt. Iraner und Touristen finden zusammen, helfen sich und machen Pläne. Und es fällt auf, dass die Auslegung der Sittengesetze sehr lax ist. Viele Frauen sitzen bei offener Tür im Abteil oder laufen im Gang herum, tragen dabei kein Kopftuch, niemand würdigt sie eines Blickes oder Kommentars. Nur wenn es in den Speisewagen geht oder heraus auf den Bahnsteig, dann wird das Kopftuch schnell übergezogen.
 
Bei der Ankunft in Teheran spielen sich herzliche Momente ab, als die Iraner und die Touristen sich verabschieden müssen. Jeder Tourist, der auf diese Weise Iran betritt, hat bereits viel über dieses Land gelernt und ist deutlich besser auf das vorbereitet, was nun kommt, als wenn er mit dem Flugzeug angereist wäre. Den Orient kann man nur in seinem eigenen Rhythmus verstehen. Und der Transasia-Express lebt diesen Rhythmus. Bitte steigen Sie ein, und wir wünschen Ihnen eine gute Fahrt.

Eine solche Bahnreise klingt nach viel Vorplanung. Aber ein neuer Reiseanbieter, www.orientbahn-reisen.de, bietet komplett durchgeplante Gruppenreisen an, welche den Fahrgast und Reisenden von all diesen Problemen befreien und eine Rundreise durch den Iran gleich aus einer Hand mitbieten. So bleibt diese Reise noch immer ein echtes orientalisches Abenteuer, welches aber jedermann mit einem Mausklick offen steht.

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