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Kleine Tarockecke zum Großtarock Modern Wiener Art (4)

Spielregeln und Tipp der Woche von Kurt Doleysch.
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GROSSTAROCK SPIELREGELN (Teil 4)


Die Nachschauspiele

Sie sind ein wesentlicher Teil im Großtarock und in keinem anderen Tarockspiel üblich.

Das 1. Nachschauen
Nachdem ein Spieler mit einer Lizitation sein Blatt mit dem Talon verbessert hat, meldet er Ich liege. Wenn die anderen Spieler mit gut akzeptiert haben, beginnt das Spiel. Wenn ein Spieler Ich schaue ansagt, darf er den Talon aufnehmen, der abgelegt wurde. Vom Erstlizitierer nicht aufgenommene Karten bleiben verdeckt liegen. Zum Beispiel bei Sechserzweier sind nur die vier Karten zu nehmen, die abgelegt wurden. Er muss nach Austausch der Karten die Ansage Nullvalat oder Ohnevalat machen. Bleibt ihm dieses Spiel, spielt er die erste Karte aus. Nur für den ersten Stich ist Stichzwang (Es muss z. B. der ausgespielte Mond gestochen werden). Eine weitere Regeländerung betrifft die Tarock. Diese sind in diesem Spiel den Farben gleichwertig, stechen also keine Farbe, sondern nur Tarock selbst. Damit ist es kein Bettler im üblichen Sinn.
 
Der Tipp der Woche
Wenn man davon ausgeht, dass es mit Tarock fünf Farben gibt, gibt es auch fünf niedrigste Karten: die "Kleinsten", das sind die 4er bei den roten Farben, die 7er bei den schwarzen Farben und der Pagat bei Tarock. Bevor man Nachschauen geht, sollte man prüfen, ob man zwei oder mehr aus fünf hat, wo man "hängen" kann. Erfahrungsgemäss lösen sich zwei auf, mehr nicht; also mit drei "Hänger" sollte man es bleiben lassen. Auflösen kann sich ein "Hänger"‚ indem die Kleinste einer Farbe abgelegt wurde (ist unwahrscheinlich, macht ein versierter Spieler nur im Notfall oder wenn er Hohes Spiel spielen kann) oder eine Farbe mit der Kleinsten im Blatt wurde so verlängert, dass eine störende Farbe abgelegt werden kann. Ein "Hänger" ist auch, wenn der Sprung zur nächsten Karte zu groß ist. Beispiel: 4er auf 1er oder 7er auf 10er sowie Pagat zu V oder höher, auch ein König zu viert kann so ein "Hänger" sein. Sieben Karten einer Farbe ohne der "Kleinsten" ist absolut der Spielverlust. Nach der Talonablage sollte wenn möglich nur ein "Hänger" übrig bleiben. Wenn ein Spieler geschnappt wird, sagt er meistens: Das war die einzige, wo ich zu erwischen war. Es ist immer nur eine Karte und versierte Spieler finden meist heraus, wo die Achillesferse ist. Trotzdem spielt hier besonders die Verteilung eine Rolle. Beispiel: Im Blatt sind sechs Karten einer Farbe ohne der "Kleinsten". Jeder der beiden anderen Spieler hat eine Karte dieser Farbe schon durch, beide Karten in einer Hand schon aus. Noch ein Beispiel: Die kleinste Tarock ist der IIIer, Pagat und IIer in einer Hand kann gehen, nicht in einer Hand, aus. Bedenken sollte man, dass der Tarock IIIer eine große Gefahr ist, die sehr oft zum Spielverlust führt. Lange Tarock ohne Pagat ist auch gefährlich.
 
Spieltage jeden Dienstag und Donnerstag von 10.00 bis 17.00 Uhr (auch an Feiertagen) im Café Goldengel, A-1030 Wien, Erdbergstrasse 27
Sie können das Café mit der U3 erreichen: Station Rochusmarkt, Ausgang Hainburgerstraße - Wassergasse bis Ecke Erdbergstraße.

Kontakt: Hans Kunz
Telefon: +43-(0)650-796 42 02
eMail: hans.kunz1@chello.at

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