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Kufstein und Erl, Tirol

Tiroler Kultur-Hotspots garniert mit köstlicher Kulinarik.
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© Tourismusverband Kufsteinerland / Kufstein, Tirol / Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Kufstein und Erl - Tiroler Kultur Hotspots garniert mit köstlicher Kulinarik

Feurige Gitarrenklänge erklingen beim LA GUITARRA Festival in Erl, beim Operettensommer auf der Festung Kufstein flattert „Die Fledermaus“ und heuer stehen wieder die Passionsspiele in Erl mit ihrer Jahrhunderte langer Tradition auf dem Programm.

KUFSTEIN, die nach Innsbruck zweitgrößte Stadt Tirols

© Edith Köchl, Wien / Kufstein, Tirol - Blick auf Stadt / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDas über der Stadt thronende markante Wahrzeichen ist die erstmals im 13. Jahrhundert erwähnte Festung Kufstein mit dem weithin sichtbaren repräsentativen Kaiserturm, der im 16. Jahrhundert auf dem 90 m hohen Festungsberg im Zentrum der Stadt errichtet wurde.

Kufstein liegt beiderseits des Inns, zwischen dem Hausberg Pendling und dem Maistaller Berg im Westen, dem Thierberg im Norden, dem Kaisergebirge und dem Stadtberg im Osten sowie dem Kufsteiner Wald im Süden. Ein Spaziergang durch die schmucke Stadt führt zu einladenden Geschäften, Hotels, Laubengängen, Kirchen, wie die St.-Vitus-Kirche mit ihrem die Altstadt überragendem barocken Turm, dem Rathaus, imposanten Jugendstilbauten und vielem mehr...


ERL, Passions- und Festspielort

© Willi Pleschberger / Erl, Tirol - Cuerdas Emocionantes / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDer kleine beschauliche Ort Erl mit 1.450 Einwohnern liegt 15 km von Kufstein entfernt an der bayerischen Grenze im Unterinntal. Berühmt wurde Erl ob seiner Passionsspiele, die auf eine Jahrhunderte alte Tradition zurückgehen und alle sechs Jahre stattfinden. Auf der grünen Wiese steht neben dem hellen Passionsspielhaus das 2012 eröffnete Festspielhaus mit seiner dunklen Fassade. Es verfügt über 862 Sitzplätze und den mit 160m2 größten Orchestergraben der Welt. Die exzellente Akustik und Architektur des Festspielhauses ausgestattet mit südamerikanischem Akazienholz schaffen perfekte Bedingungen für musikalischen Hochgenuss mit weltbekannten Künstlern jeden Genres.

© Edith Köchl, Wien / Erl, Tirol - Restaurant / Zum Vergrößern auf das Bild klickenGegenüber der beiden Schauspielhäuser die neue Künstlerherberge, das perfekte Hotel für unsere kleine Gruppe. Nach dem checkin gehts zum Abendessen ins Haubenrestaurant „Blaue Quelle“. Hier bei den vielen Spezialitäten und raffinierten Gerichten hat man die berühmte Qual der Wahl.

© Edith Köchl, Wien / Erl, Tirol - Blaue Quelle / Zum Vergrößern auf das Bild klicken Vom Restaurant zum Namensgeber, der berühmten Blauen Quelle (mit 750 Liter pro Sekunde Wasserschüttung)  und entlang des Mühlgrabenbaches zum Festspielhaus mit einer Führung durch den Backstage Bereich.

© Peter Kitzbichler / Erl, Tirol - Cuerdas Emocionantes_Gitarrenkonzert / Zum Vergrößern auf das Bild klickenAnschließend „Una Noche de Guitarra - Cuerdas Emocionantes“, das die Kärntner Ausnahmegitarristin Julia Malischnig seit 2015 jährlich bei den Festspielen in Erl organisiert. Beim heurigen Auftakt zum internationalen Gitarrefestival präsentierten Julia Malischnig & Cecilio Perera & Acies Quartett & Tänzerin Marina Razumovskaja eine faszinierende Programmvielfalt der Gitarrenmusik in all ihren Formen.

© Tourismusverband Kufsteinerland / Erl, Tirol - Julia Malischnig und Barbara Kaiser / Zum Vergrößern auf das Bild klickenAm nächsten Tag treffen wir Julia Malischnig, um über ihre Karriere zu sprechen und wie es zu ihrer Begeisterung für die Gitarre kam. „Bei mir war es tatsächlich Liebe auf den ersten Blick. Mit gerade mal vier Jahren stand ich vor einem Schaufenster und wollte unbedingt die ausgestellte Kindergitarre haben. Ich wusste nicht, was mit diesem Instrument möglich ist, aber ich habe einen inneren Ruf verspürt. Noch heute setzt die Gitarre in mir wahnsinnig viel Kreativität frei“ erzählt sie über den Beginn ihrer Gitarren-Begeisterung. Später studierte sie klassische Gitarre in Wien, in Basel und bei etlichen großen Gitarristen. Einladungen zu internationalen Festivals führen sie rund um die Welt. Außerdem begann sie zu komponieren. 2015 entstand ihr drittes Album „Kiss of Life“ mit einem Kontinente umspannenden Bogen musikalischer Vielfalt. Inspiriert von weltweiten Konzertreisen und ebenso von ihren Kärntner Wurzeln überzeugen ihre Programme durch Eigenkompositionen und eine leidenschaftliche musikalische Sprache. „Mein Medium ist mein Instrument, die Gitarre. Die Finger suchen, die Ohren hören und die Musik nimmt Gestalt an“ beschreibt die längst schon berühmte Gitarristin, Sängerin und Komponistin Julia Malischnig ihre Liebe zur Gitarre.  Wir wünschen Julia Malischnig weiterhin viel Erfolg und machen uns auf den Weg nach Kufstein

© Edith Köchl, Wien / Kufstein, Tirol - Festungswirtschaft / Zum Vergrößern auf das Bild klickenVon Erl nach Kufstein und hinauf zur Festung mit der Panoramabahn. In der Festungswirtschaft genießen wir im historischen Ambiente einen Imbiss. Anschließend folgt eine Führung durch die Festung zum:  

Kaiser Maximilian I. Jubiliäumsjahr

© Festung Kufstein / Kufstein, Tirol - Themenführung Kaiser Maximilian / Zum Vergrößern auf das Bild klickenZum 500. Todestag von Kaiser Maximilian I. wurde das Jahr 2019 zum landesweiten Gedenkjahr ausgerufen. Die Festung Kufstein bietet in diesem einzigartigen Jubiläumsjahr eine Vielzahl an Veranstaltungen und Sonderausstellungen. Darunter die großartige Dauerausstellung, die durch das aufregende Leben Kaiser Maximilian I. führt, der die Festung Kufstein zu dem machte, was sie heute ist. Neben beeindruckenden Exponaten und umfangreichen Informationen, erzählt der "digitale" Kaiser sogar höchstpersönlich seine mitreißende Story.

© Edith Köchl, Wien / Kufstein, Tirol - Gemälde in der Festung / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDie Geschichte der Festung Kufstein ist untrennbar mit einem Namen verbunden: Kaiser Maximilian I. Dem Habsburger Kaiser Maximilian gelang es die Festung Kufstein 1504 von den Bayern zu erobern. Der bayerische Festungskommandant Hans von Pinzenau wollte die Burg aber nicht so einfach dem Kaiser überlassen. Maximilian nahm die Belagerung auf und konnte die Festung mit den damals zwei stärksten Kanonen des Reichs – Purlepaus und Weckauf - sturmreif schießen. Im Anschluss an die Eroberung ließ Kaiser Maximilian die Schäden, die durch die Belagerung und den Beschuss mit den Kanonen entstanden waren, beseitigen und die Burg durch seinen Baumeister Martin Zeller zu einer beeindruckenden Festungsanlage erweitern.

© Edith Köchl, Wien / Kufstein, Tirol - Ritterrüstung / Zum Vergrößern auf das Bild klickenAls Teil des neuen Festungsparcours wurde heuer in der historischen Waffenkammer der Festung Kufstein eine Ausstellung eröffnet, die sich Kaiser Maximilians I. widmet. Der Schwerpunkt liegt dabei auf seiner engen Verbindung mit Tirol und natürlich auch mit Kufstein.

Erlebnisreiche Reise zurück in die Vergangenheit

© Edith Köchl, Wien / Kufstein, Tirol - Festungsturm / Zum Vergrößern auf das Bild klickenBei der Besichtigungstour erkunden wir auch den zirka 60 Meter „Tiefen Brunnen“, den unterirdischen Felsengang, einen Nutzpflanzen- und Kräutergarten, die „Elisabeth Batterie“ mit den Kanonenrohren, das Schlossrondell mit hölzernem Wehrgang und vieles mehr. Darunter das ehemalige Staatsgefängnis im Kaiserturm mit der Sonderausstellung „Die Gerichtsbarkeit unter den Habsburgern“, das Heimatmuseum mit Interessantem über die Tiroler Geschichte samt Sonderausstellung im Artillerie Laboratorium „Kaiser Maximilian und die Festung Kufstein“ lassen Geschichte lebendig werden und laden auf eine spannende und interessante Zeitreise in die Vergangenheit ein. Ein besonderes Highlight ist die Heldenorgel, die größte Freiorgel der Welt mit ihren 4.948 Pfeifen, deren Klänge täglich mittags weit über die Stadt hinaus zu hören sind.

© Edith Köchl, Wien / Kufstein, Tirol - Alpenrose: Rehfilet / Zum Vergrößern auf das Bild klickenZurück in Kufstein geht es dann ins Hotel-Restaurant „Alpenrose“ von Stephan Mauracher, einem der jüngsten Hoteliers in Tirol, zum Premierencocktail – anlässlich der Eröffnung des OperettenSommers - mit anschließendem Abendessen ins Hotel-Restaurant „Alpenrose“.

© Edith Köchl, Wien / Kufstein, Tirol - Alpenrose: Erdbeerschnitte / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDer vom Falstaff Restaurantguide  mit zwei Gabeln und von Gault & Millau mit einer Haube ausgezeichnete Küchenchef Markus Heimann absolvierte seine Kochlehre bei Detlev Schmidkunz im 5-Sterne-Haus „Die Wutzschleife“ und bei Alfons Schuhbeck. Erfahrungen sammelte er in Münchner Restaurants wie dem Tantris und dem Aquarello. Der 1985 im Bayrischen Wald Geborene zaubert aus regionalen Produkten eine gehobene, elegante Küche, die trotzdem bodenständig und nahe der Natur und den Menschen ist.

Nach dem einfach köstlichen Menü spazieren wir auf die Festung. Hier auf der wetterfest überdachten Josefsburg, dem südlichsten Teil der Festung, findet der OperettenSommer statt:

„Die Fledermaus“, Johann Strauss` Meisterwerk, das als Höhepunkt der Operettenära gilt, steht heuer auf dem Spielplan.
Inszenierung unter der Leitung von Regisseur Karl Absenger

Als zeitlos und unvergesslich gelten die bekannten Melodien dieser klassischen Operette in drei Akten, wie "Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist" oder "Mein Herr Marquis", und viele weitere....
Riesenapplaus für das beeindruckende Ensemble mit den großartigen Sängerinnen und Sänger, dem Wiener Volksopernchor und dem Ballettverein der Volksoper (Choreografie Harald Baluch). Das österreichisch-deutsche Froschduo - Publikumsliebling Gerald Pirchowetz und der fränkische Starkomiker Volker Heißmann - sorgte für einen Heidenspaß und das hochkarätig besetzte Orchester der Staatsoper Timisoara unter der Leitung von Guido Mancusi für die musikalischen Höhepunkte.

400 Jahre Passionsspiele in ERL

© Passionsspiele Erl / Peter Kitzbichler / Erl, Tirol - Passionsspiele: Abendmahl / Zum Vergrößern auf das Bild klickenZurück in Erl treffen wir uns am nächsten Tag zum Genießer-Frühstück im Restaurant „Blaue Quelle“. Anschließend bummeln wir zum Passionsspielhaus, wo Claudia Dresch uns die Geschichte der 400 Jahre währenden Tradition der alle sechs Jahre stattfindenden Passionsspiele erzählt und einen Blick hinter die Kulissen machen lässt. Darunter der Garderobenraum mit den Kostümen für die rund 500 Laiendarsteller (Kinder und erwachsene Frauen und Männer) der 1450 Einwohner zählenden Gemeinde, die aktiv alle sechs Jahre am Passionsspiel teilnehmen. Das aktuelle weiße Passionsspielhaus wurde in den Jahren 1957–1959 nach Plänen des Architekten Robert Schuller errichtet. Der Bau gilt als eine Ikone der Nachkriegsmoderne und auch als akustisches Meisterwerk, der ausschließlich zur Aufführung der Passionsspiele errichtet wurde. 1500 Besucher können hier in den ansteigenden Sitzreihen der Aufführung folgen. Seit 1997 haben die Besucher Gelegenheit, sich vor Beginn oder während der Pause bei den Aufführungen im neu errichteten Buffetbereich zu stärken.

© Passionsspiele Erl / Peter Kitzbichler / Erl, Tirol - Passionsspiele: Kreuzigung / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDie Passionsspiele in Erl reichen bis in das Jahr 1613 zurück und sind somit die ältesten im deutschen Sprachraum. Der aktuelle Text stammt von Felix Mitterer: „Es war die größte Herausforderung meines Lebens als Dramatiker, die größte Geschichte aller Zeiten, die Passion Christi, neu für die Passionsspiele Erl zu erarbeiten, einen ungewohnten, unkonventionellen Blick auf Jesus, auf die Frauen und Männer an seiner Seite und auch auf seine Gegner zu werfen.“, so der berühmte Autor, der die Geschichte für die Passionsspiele 2013 anlässlich des 400jährigen Jubiläums verfasste.
Die neben dem Passionsspielhaus platzierte Dornenkrone wurde am 13. September 1959 beim Festumzug in Innsbruck von Schützen mitgetragen. Anlass war das 150. Andreas-Hofer-Gedenkjahr zur "Befreiung Tirols", 1809-1959. Dieses Auftragswerk der Südtiroler Landjugend sollte "Symbol des Leidens" sein, ein Zeichen für die Trennung von Nord - und Südtirol. 1963 kam die Dornenkrone nach Erl und fand hier den passenden Platz. Verewigt ist sie auch im Erler Gemeindewappen.

Vom Passionsspielhaus spazieren wir zum Mittagstisch ins Genießer-Gasthaus Dresch. In der Küche des Hauses wird mit Liebe gekocht. Dafür wurde das Team von Karl Anker gleich vier Jahre hintereinander im Gault Millau mit einer Haube ausgezeichnet.

© Passionsspiele Erl / Peter Kitzbichler / Erl, Tirol - Passionsspiele / Zum Vergrößern auf das Bild klickenNach den Gaumenfreuden gehen wir zurück ins Passionsspielhaus um die Aufführung mit den rund 500 Laiendarstellern aus Erl zu erleben. Charakteristisch für das Erler Spiel ist eine ausgeprägte Szenengestaltung des Kreuzweges, der aktuelle und moderne Text von Felix Mitterer, ein stimmungsreiches Lichtdesign, sowie die eigens komponierte Passionsmusik, live präsentiert von Chor und Orchester. Die mit viel Applaus bedachte eindrucksvolle Darstellung der Akteure ist noch bis 5. Oktober zu erleben.

Damit endet leider unsere wunderbare kulturelle und kulinarische Entdeckungsreise in Kufstein und Erl .....

Nähere Informatonen:
www.kufstein.com
www.operettensommer.com / 2020 steht EVITA -  Das Musical von Andrew Lloyd Webber auf dem Programm  
www.passionsspiele.at
www.tiroler-festspiele.at

Hoteltipp:  

© Edith Köchl, Wien / Erl, Tirol - Künstlerherberge / Zum Vergrößern auf das Bild klickenKünstlerherberge, Erl  - www.daspremierenhaus.com     

Restauranttipps:

Blaue Quelle, Erl - www.blauequelle.at
Alpenrose, Kufstein - www.alpenrose-kufstein.at
Dresch, Erl - www.dresch.at

Ein Reisetipp der etwas anderen Art zur Nachahmung empfohlen von Edith Köchl.
 
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