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Laktoseintoleranz: Ist Milch böse?

Wissenswertes rund um Milch und Milchprodukte.
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Laktoseintoleranz: Ist Milch böse?

Kuh auf der Weide

Grundsätzlich gehört gesagt: Milch hochwertiger Rohstoff und wird unter strengen Rahmenbedingungen von der österreichischen Milchwirtschaft produziert. Auch Milchprodukte wie Käse, Butter, Joghurt und Topfen sind ein gesunder und wichtiger Bestandteil der Ernährung. Aus rund 22 Litern Rohmilch, soviel gibt eine Kuh im Durchschnitt am Tag her, können bis zu 22 Liter Trinkmilch oder 22 Liter Joghurt gemacht werden. Für andere Milchprodukte wird mehr Rohmilch gebraucht: Aus 22 Litern Rohmilch können rund fünf Päckchen Butter oder 2,5 Kilogramm Käse hergestellt werden (Quelle: Deutscher Milchindustrie-Verband). In der EU ist die Gesamtmenge der produzierten Milch mit der sogenannten Milchquote oder Milchreferenzmenge begrenzt. Sie wurde 1984 eingeführt, damit es durch die steigende Milcherzeugung nicht zu unrentablen Überschüssen kommt. Seit 2006 wird die Quote jedes Jahr ein Stück angehoben, 2015 soll sie auslaufen.

Grundnahrungsmittel Milch

Aufgrund des hohen Nährgehaltes ist Milch als Nahrungsmittel gesund. Der hohe Kalzium- und Vitamingehalt sorgt für einen stabilen Knochenaufbau und stärkt die Immunabwehr. Als Teil einer ausgewogenen Ernährung macht Milch auch nicht dick. Gut zu wissen: Auch Haltbar-Milch enthält die gleiche Menge an Kalzium wie Frischmilch und rund 80 bis 90 Prozent der ursprünglichen Vitamine. Je höher der Fettgehalt und je schonender die Wärmebehandlung, desto vitaminreicher ist die Milch. Aber was ist nun genau drin in der Milch? Milch besteht aus folgenden Inhaltsstoffen: Wasser, Milchzucker, Fett, Eiweifl, Kalzium, Magnesium, Jod, Phosphor, Natrium, Kalium, Vitamin A, B und B12. Die empfohlene Kalziummenge für Erwachsene liegt je nach Alter und Lebenssituation zwischen 800 und 1200 Milligramm pro Tag. Mit einem halben Liter Milch täglich, kann bereits mehr als die Hälfte des Tagesbedarfs gedeckt werden.

Laktoseintoleranz: Auf Milchprodukte verzichten?

Wer unter Laktoseintoleranz leidet, muss nicht vollständig auf Milchprodukte verzichten. Die Laktoseintoleranz geht zurück auf einer verringten Aktivität des Enzyms Laktase im Körper. Dieses Enzym spaltet bei der Verdauung den Milchzucker in seine Einzelbestandteile auf. Kann der Körper zu wenig Laktase produzieren, kommt es zu Verdauungsbeschwerden. Bauchweh und Übelkeit können die Folge sein. Nur bei sehr wenigen Menschen fehlt das Enzym komplett. Die meisten können daher trotz Laktoseintoleranz bestimmte Mengen an Milchprodukten zu sich nehmen. Eine gute Alternative dazu sind auch laktosefreie Milchprodukte, die von den heimischen Milchproduzenten vermehrt angeboten werden. Bei den laktosefreien Milchprodukten wird der Milchzucker bereits vorab in seine kleinsten Bestandteile aufgespaltet und dadurch kommt es zu einem leicht süßlichen Geschmack der Milch. Mittlerweile gibt es bereits Milch, Schlagobers, Butter, Joghurt, Topfen und Käse laktosefrei im Supermarktregal.

Ein Gesundheitstipp von Mag. Anita Arneitz.
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