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Himbeere - die himmlisch süße Frucht

Die Frucht mit Heilwirkung.
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Himbeere - die himmlisch süße Frucht

55PLUS: Himbeeren

Die aus der Familie der Rosengewächse stammende Himbeere ist eine Pflanzenart der Gattung Rubus. Entgegen ihres Namens zählt die Himbeere, auch Hoch-, Hind- und Mutterbeere genannt, botanisch nicht zu den Beeren. Sie ist eine Sammelnuss- oder Sammelsteinfrucht - jeweils ein Kern in den vielen kleinen aneinander liegenden Früchten.

Der ursprünglich in den Laubwäldern Mittel- und Nordeuropas sowie Nordamerikas beheimatete Himbeerstrauch ist vorwiegend in Wälder und im Gebirge anzutreffen oder wird im Garten gezogen. Die Früchte des bis zu zwei Meter hohen Strauchs können von Mai bis Oktober geerntet werden.

Heilwirkung

Im Mittelalter wurde die Himbeere vor allem in den Klöstern bzw. Klostergärten kultiviert. Doch bereits im Altertum war die Frucht als Heilpflanze bekannt.

Die Himbeere ist reich an Vitaminen, Spurenelementen und sekundären Pflanzeninhaltsstoffen. Sie stimuliert die körpereigenen Abwehrmechanismen, unterstützt das Immunsystem und regt den Stoffwechsel an, außerdem werden der Frucht antibiotische, appetitanregende, entwässernde und abführende Wirkung nachgesagt. Ihre Wirkstoffe helfen bei Blasen- und Nierenleiden, Sodbrennen und Verdauungsstörungen.

Neben ProVitamin A und Vitamin B enthält die Himbeere ein hohes Maß an Vitamin C, welches hilft, das Immunsystem zu stärken. Aufgrund des Eisengehalts, spricht man der Frucht blutreinigende und blutbildende Effekte zu. Die Säure der Himbeeren besteht vorwiegend aus Zitronensäure, diese beeinflusst den Harnstoffwechsel, wirkt treibend und reinigend. Auch Folsäure, Phosphor, Magnesium, Kalium und Kalzium (250 g Himbeeren enthalten ungefähr 100 mg Kalzium) sind Inhaltsstoffe der Himbeere. Schließlich bedingt das Flavonoid Rutin einen antioxidativen und blutreinigenden Effekt, stärkt so die Blutgefäße und hilft bei Krampfadern, Besenreisern und Hämorrhoiden.

Auch wirkt die Himbeere kühlend und Fieber senkend, weshalb uns schon unsere Großmütter bei Fieber Himbeersaft gegeben und so die schweißtreibende Wirkung der Früchte genützt haben. Himbeerblätter wirken leicht adstringierend und kommen als Zusatz zu Gurgelwasser oder in Tee zur Blutreinigung oder gegen schädliche Darmbakterienl zum Einsatz.

Ernte

Die Ernte der Himbeere ist beschwerlich, denn die Früchte müssen wegen ihrer Druckempfindlichkeit per Hand geerntet, sorgfältig nebeneinander in Schälchen gelegt und sofort gekühlt werden, andernfalls würden sie zusammenfallen. Bevor Sie Himbeeren einfrieren, sollten sie einzeln vorgefrostet werden. Himbeeren sind immer naturbelassen, denn durch ihre hohe Empfindlichkeit ist ein Spritzen mit Pestiziden unmöglich, die Beeren wären sofort ruiniert.

Himbeeren
schmecken frisch vom Strauch gepflückt am besten. Als Dessert bieten sich die verschiedensten Variationen von Milchprodukten an, entweder einfach mit Joghurt gelöffelt, zu einer süßen Topfencreme oder heiß zum Vanilleeis. Himbeersirup mit frischem Wasser verdünnt, als idealer Sommerdurstlöscher!

Ein Früchtetipp von Edith Spitzer.

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