Anlässlich des Festes wurden neben der Herkunft der süßen Frucht - vor 5000 Jahren wurde die Marille von China über Armenien, Griechenland und Italien nach Niederösterreich gebracht - auch die Arbeit der Marillenbauern und die Verarbeitung der Wachauer Spezialität dargestellt. So wurde von der Familie Scheichl auf sehr anschauliche Weise die Schnapserzeugung erklärt - von der reifen, sechs Wochen gelagerten Frucht zum "Raubrand" mit "Vorlauf", "Mittellauf" (nur dieser Saft des Brands wird zur Schnapserzeugung verwendet) sowie "Nachlauf" bis hin zur Lagerung des Doppelbrandes und schlussendlichen Abfüllung des Produktes.
In der Kremser Innenstadt gab es neben einem Kunsthandwerksmarkt auch noch reichlich Gelegenheit zur Likör- und Schnapsverkostung, die von den Besuchern sehr gern in Anspruch genommen wurde. Neben verschiedenen Kleinbetrieben mit eigener Erzeugung war auch die Wachauer Privatdestillerie Hellerschmid mit ihren "b`soffenen Marillen" vertreten. Ein umfangreiches Kinderprogramm, Live-Auftritte regional bekannter Musiker und als besondere Attraktion die Zubereitung einer Spezial-Marillen-Roulade und eines Riesen-Marillenkuchens rundeten das Programm ab.
Ähnliche Feste zum Auftakt der Marillensaison fanden in einigen Orten in der Wachau statt. So wurde z. B. in Spitz an der Donau der "Marillenkirchtag" gefeiert.
Im Wachauer Land wachsen auf ca. 350 Hektar geschätzte 100.000 Marillenbäume. Wegen ihres einzigartigen Geschmacks wurde bereits 1995 von der Europäischen Union eine geschützte Ursprungsbezeichnung bewilligt. Seit zwei Jahren nun kennzeichnen die Wachauer ihre Marillen mit einem eigenen Markenzeichen - dem für die Region typischen Pflückkorb.
Weitere Informationen:
www.wachauermarille.at
www.allesmarille.at
www.krems.at
www.spitz-wachau.at


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