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Borreliose - eine gefährliche Infektionskrankheit

Weltweit wird die Krankheit vor allem durch Zecken übertragen. Vorsicht bei Wanderungen im Grünen!
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Buckow in der Märkischen Schweiz - Waldgebiet

Büsche, Sträucher, kniehohe Gräser, Bach- und Waldränder. Das Wandern in bewaldeten Gebieten ist reizvoll und erfreut sich grofler Beliebtheit. Experten raten auch begeisterten Bergwanderern zu mehr Vorsicht, denn Zecken bewegen sich zunehmend in höhere Gebiete. Schon bei sieben Grad Bodentemperatur werden sie aktiv. Meist unbemerkt lauern die kleinen Milben inmitten der Natur auf den nächstkommenden Wirt. Ob Menschen oder Tiere, die kleinen Blutsauger befallen reflexartig Zwei- und Vierbeiner.

Die Gefahr: Durch einen Zeckenbiss können Infektionskrankheiten wie die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose verursacht werden. Jährlich erkranken beinahe 50.000 Personen an den Erregern. Laut WHO stellt die Zeckengefahr in Österreich in all seinen Bundesländern ein ernst zu nehmendes Problem dar. Während für die Viruserkrankung FSME eine Schutzimpfung empfohlen wird, ist für das Bakterium Borrelia burgdorferi aufgrund der unterschiedlichen Ausprägung noch keine wirksame Vorsorgemöglichkeit vorhanden.

Unterschätzte Gefahr

Foto Wolfgang Hoi / FSME Impfplan / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDas Risiko von einer infizierten Zecke befallen zu werden wird von vielen Menschen noch immer unterschätzt. Mit zunehmendem Alter ist das Immunsystem geschwächt. Ist eine Person erst infiziert, äuflern sich unterschiedliche Symptome. Laut dem österreichischen Zecken Portal ist eine Hautinfektion das häufigste Erscheinungsbild bei einer Borrelioseinfektion. Nach einem Stich der kleinen Blutsauger bildet sich ein roter Fleck um die Einstichstelle, der sich ringartig ausbreitet. Haben Sie einen Zeck nach einer Wanderung entfernt, achten Sie auch nachhaltig auf die Stelle! Erfolgt keine Behandlung, kann es zu schweren Hautveränderungen kommen.

Oft können noch Wochen nach der Infizierung neurologische Symptome wie Empfindungsstörungen, Nervenwurzelentzündungen mit brennenden Schmerzen oder Gesichtslähmungen auftreten. Monate oder sogar Jahre können zusätzlich schwere Gelenksentzündungen zutage treten. Bei frühzeitiger Erkennung kann die Infektionskrankheit mit Antibiotika jedoch gut behandelt werden, sodass keine Borreliose Bakterien im Körper überleben. Es kommt auch vor, dass die Erkrankung von ganz alleine abklingt. Ein Arztbesuch ist aber in jedem Fall angeraten.

Vorsichtsmaßnahmen

Nach einem ausgedehnten Spaziergang im Freien sollte der ganze Körper nach Zecken abgesucht werden. Untersuchen Sie dabei auch Ihre Kopfhaut! Wird einer der Blutsauger gefunden, ist rasches Handeln erforderlich. "Das rechtzeitige Entfernen der Zecke kann das Risiko an Borreliose zu erkranken deutlich senken", sagt Univ.-Prof. Dr. Gerold Stanek, Facharzt für Hygiene, Mikrobiologie und Präventivmedizin, Referenzzentrum für Borrelia und Chlamydia. Je länger eine Zecke ihren Speichel absondern kann, desto gröfler die Infektionsgefahr.

"Die Art und Weise, wie eine Zecke dabei entfernt wird, hat keinen Einfluss auf das Infektionsrisiko", meint der Mediziner. Ideal ist es, wenn man die kleinen Tierchen mit einer Pinzette nahe an der Haut packt und vorsichtig herauszieht. Zusätzliche Abwehrmittel gegen die Zecken funktionieren gibt es zwar, sie sind aufgrund ihrer kurz anhaltenden Wirkung jedoch höchsten für geringe Zeitspannen in der Natur geeignet. Wichtig beim Wandern: Gutes Schuhwerk und Kleidung, um auch bei Bachrändern, Feuchtwiesen und Stellen mit Unterwuchs gut geschützt zu sein. Auf Nummer sicher gehen Wanderer immer mit der Ganzkörperkontrolle nach der Rückkehr. Beine, Kniekehlen und Achselhöhlen dabei nicht aussparen!

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf:
www.zecken.at
www.wien.gv.at/ma15/fsme.htm
www.ooegkk.at

Ein Gesundheitsbeitrag von Mag. Anita Arneitz.

 

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