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Christbaumschmuck (5): Watte, Krepp, Papiermaché

Christbaumschmuck aus Watte, Krepp, Papiermaché und vieles mehr.
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Watte, Krepp, Papiermaché und noch viel mehr

Christbaumschmuck aus Sachsen - Puppenhaus aus Watte

Immer öfter wurden verschiedenste Materialien für Christbaumschmuck in der Hausindustrie in Sachsen und Thüringen um die Wende zum 20.Jahrhundert „erfunden“. Das Material wie z. B. Watte war leicht zu bearbeiten und eine beliebte Alternative zum Glasschmuck. Wattefiguren wurden entweder aus gepresster Watte hergestellt und mit Glasstaub bestreut oder mit glänzenden kleinen bunten Bildchen, den  sogenannten Oblaten, beklebt. Oder geschickte Hände konnten aus Watte komplette Figuren formen, die Kleidung bestand aus buntem Krepppapier, das Gesicht aus einer Oblate. Wintermotive wie Weihnachtsmänner, Schlitten- und Schlittschuhkinder, Rauchfangkehrer, Mädchen mit Muff oder einfache Kugeln aus Watte wurden in großer Vielfalt hergestellt. 

Christbaumschmuck aus Sachsen - Figuren / Zum Vergrößern auf das Bild klickenEinfache flache Wattefiguren waren häufig nur aus buntem Krepppapier mit Oblatenköpfchen verziert.
Besonders kostbar waren natürlich kleine Engel oder Mädchen aus Watte oder Papiermaché, deren Kopf aber aus Porzellan war.

Christbaumschmuck aus Sachsen - Figuren aus Watte / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDie als „Pfeifenputzer“ bekannten Drähte mit Wollfäden umwickelt wurden zu phantasievollen Figuren zusammengedreht, mit kleinen Kugeln oder Papierblüten verziert und galten als eleganter Chenilleschmuck, der ebenfalls auf dem Baum seinen Platz fand.

Christbaumschmuck aus Sachsen - Glocken & Figuren / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDer Zinnschmuck glänzt silbern und ist ganz auf glänzende Effekte hin ausgelegt. Die Figuren, meistens dekorative Sterne, bestehen aus kleinen Schüsselchen oder Tropfen, in denen sich das Licht der Kerzen widerspiegeln kann.   

Der Phantasie waren keine Grenzen gesetzt und diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!

Selbstverständlich war auch essbarer Schmuck nicht wegzudenken, auch wenn sich die Präsentation ein wenig geändert hat. Süßigkeiten wurden nun in buntes Papier gewickelt oder in Goldnetzen, in gehäkelten oder gebastelten Körbchen oder Tütchen verpackt auf die Zweige gehängt. Das Backwerk wie z. B. kleine Lebkuchen verzierte man mit buntem Zuckerguss oder Oblaten, die Industrie bot bald köstliche Kekse in Schokolade getunkt oder mit buntem Streusel verziert an.

Lesen Sie aus der Serie "Christbaumschmuck":

Ein Kulturtipp der 55PLUS-Kunstexpertin Helga Högl.


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