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Zunahme von Läusen
Lästige Kopfläuse: Nimmt die Verbreitung zu?
Verbreitung von Kopfläusen nimmt zu – stimmt das?
Läuse sind ein Problem, das den meisten Menschen mehrmals in ihrem Leben begegnet: Zuerst, wenn sie selbst Kinder sind, dann bei ihrem eigenen Nachwuchs und schließlich oft noch bei ihren Enkelkindern. Leicht wird da der Eindruck gewonnen, dass die Verbreitung von Kopfläusen zunimmt. Doch ist das wirklich so? Und falls ja, welche Gründe gibt es dafür?
Kopflausbefall nimmt zu: mögliche Gründe
Tatsächlich hat es den Anschein, dass in den letzten Jahren der Kopflausbefall stetig zugenommen hat. Grund für die Vermutung sind steigende Verkaufszahlen bei Mitteln gegen Kopfläuse. Aussagekräftige Studien dazu, ob der Lausbefall tatsächlich zunimmt, gibt es jedoch nicht. Zudem wird nicht jeder Kopflausbefall konsequent gemeldet.
Warum genau die Häufigkeit eines Kopflausbefalls steigen könnte, ist ebenfalls nicht bekannt. Es gibt allerdings folgende Vermutungen:
- Es sind zahlreiche Fälle bekannt geworden, bei denen die Kopfläuse eine Resistenz gegen chemische Mittel zur Bekämpfung entwickelt haben; das heißt, diese Läusemittel wirken nicht mehr und die Parasiten können sich trotz Behandlung weitervermehren und -verbreiten.
- Neuerdings stehen auch die Selfies (Selbstportraits) mit dem Smartphone unter Verdacht, eine Übertragung von Läusen zu begünstigen. Der Grund: Bei den Aufnahmen stecken die Kinder häufig ihre Köpfe zusammen – für die Läuse ideale Bedingungen, um von einem Kopf auf den anderen zu wandern. Insbesondere die 13- bis 15-jährigen sollen von dieser Art der Übertragung betroffen sein.
Daneben gibt es die Möglichkeit, dass nicht der Kopflausbefall zunimmt, sondern die Menschen heutzutage nur offener mit dem Thema Kopfläuse umgehen. Das kann ebenfalls an einer verbesserten Aufklärung über die Parasiten liegen – denn vor allem das Vorurteil, dass Läuse ein Zeichen von mangelnder Hygiene seien, bildet eine große Hemmschwelle, einen Kopflausbefall zuzugeben.

Verbreitung von Kopfläusen vorbeugen – geht das?
Ein Kopflausbefall ist stets eine lästige Angelegenheit. Viele Menschen wollen daher lieber vorbeugen als nachsorgen. Das ist verständlich, doch leider sind nach heutigem Forschungsstand keine wirksamen Methoden bekannt, mit denen es möglich wäre, der Verbreitung von Kopfläusen vorzubeugen. Dass häufige oder tägliche Haarwäschen die Parasiten fernhalten würden, ist leider nur ein Gerücht – und führt höchstens zu strapazierten Haaren.
Die einzige Möglichkeit, die Häufigkeit von Kopflausbefällen einzudämmen, besteht darin, die Köpfe nicht mehr nah aneinander zu halten – denn Läuse verbreiten sich, indem sie schnell über die Haare von Kopf zu Kopf krabbeln. Jedoch fällt es Kindern beim Spielen oft schwer, den nötigen Abstand zu halten, oder sie denken erst gar nicht dran. Daher besteht der beste Weg einer Verbreitung von Kopfläusen vorzubeugen in einer regelmäßigen Kontrolle.
Wussten Sie schon?
Gerade beim ersten Befall mit Kopfläusen merken Kinder zunächst nichts davon. Das typische Jucken beginnt meist erst nach einer oder zwei Wochen – genügend Zeit für die Läuse, sich auf weiteren Köpfen zu verbreiten. Bei einem Kopflausbefall in der Kita oder Schule sollten Sie Ihr Kind daher nach Läusen untersuchen, auch wenn es noch nicht über Juckreiz klagt.
Keine Panik beim Kopflausbefall
Sollten Sie oder Ihre Kinder und Enkel doch einmal unter Kopfläusen leiden, ist das kein Grund zur Sorge. Prinzipiell können Läuse jeden Kopf befallen – unabhängig von Alter oder Hygienezustand. Kinder sind allerdings häufiger betroffen als Erwachsene, da die Kleinen für gewöhnlich beim Spielen enger zusammenrücken.
Um die Verbreitung auf weitere Familienmitglieder oder Freunde möglichst gering zu halten, sollten die Kopfläuse jedoch so bald wie möglich behandelt werden. Hierzu gibt es verschiedene Mittel in der Apotheke, deren Wirksamkeit geprüft ist. Von den verschiedensten Hausmitteln wie Mayonnaise oder Öl ist dagegen abzusehen, denn sie haben kaum Wirkung auf Kopfläuse.
Ein 55PLUS Hygiene- und Gesundheitstipp.
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