Print

Speed Hiking - Vorbereitung

Die wichtigsten Speed Hiking-Tipps.
WhatsAppFacebookTwitterE-Mail

Tipps fürs Speed Hiking


© Erwin Gollner privat / Speed Hiking

Speed Hiker orientieren sich an den Wanderzeitvorgaben. Im alpinen Bereich gibt es ein sehr gut ausgeschildertes Wegenetz mit Kilometer- und Zeitvorgaben. Ab und zu sind auch die Höhendifferenzen angegeben.

© Erwin Gollner, privat / Erwin Gollner / Zum Vergrößern auf das Bild klicken„Je nach sportlichem Niveau unterschreiten Speed Hiker erfahrungsgemäß die Zeitvorgaben zwischen 20 und 40 Prozent. Bei einer 50prozentigen Zeitunterschreitung sind Sie schon ein Trail Runner“, weiß Gollner. Seine sechs Tipps:

Tourenplanung

Bevor Sie zur Speed Hiking-Tour aufbrechen, müssen Sie Ihre Tour planen. Selbst bei kleineren Touren von ein bis drei Stunden müssen Sie sich über den Tourenverlauf informieren. Länge der Strecke, Höhendifferenz, Steilheit des Geländes und Wegbeschaffenheit sind unbedingt notwendig. Sie sollten bei möglichen Wetterumschwüngen Bescheid wissen, wo Sie die Strecke gesichert abkürzen oder Unterschlupf finden. Eine Auseinandersetzung mit Karte oder GPS-Geräten ist unumgänglich.

Augen auf

Behalten Sie den Boden konzentriert im Auge und achten Sie aus dem Augenwinkel heraus auf das umliegende Gelände. Äste, Steine, Steinplatten oder Geröll weisen unterschiedliche Gefahren auf - ob trocken oder nass. Innerhalb von Zehntelsekunden müssen Sie die Entscheidung treffen, wo der Fuß aufgesetzt wird. Nicht nur Konzentration, Koordination und Trittsicherheit ist wichtig, sondern auch rasches Auffassungsvermögen und Erfahrung.

Techniktraining

Bevor Sie Ihre erste Speed Hiking-Tour unternehmen, müssen Sie auf jeden Fall ein Techniktraining machen. Richtiges gehen ist nicht von Gott gegeben. Tritttechnik, Bergauf- und Bergabeinsatz der Beine sollten der Gelenke zuliebe erlernt werden. Genauso wie der Stockeinsatz. Abschätzige Bemerkungen über das „stöckeln“ haben viele im Gelände schon schmerzhaft bereut.

Streckenauswahl

Wählen Sie gut beschilderte und begehbare Wege aus. Meiden Sie Geländeabschnitte, wo eine Absturzgefährdung gegeben oder wo eine Sicherung notwendig ist. Ideal sind für das Speed Hiking Rundwege, die keine extrem steilen Aufstiege (Gefahr der muskulären Übersäuerung) oder Abstiege (Gefahr der durch Übermüdung provozierten Verletzungen) haben.

Nicht ohne Rucksack

Sobald Sie eine alpine Speed Hiking-Tour ab dem Mittelgebirge unternehmen, darf der Rucksack nicht fehlen. Wetterumschwünge im Gebirge vollziehen sich anders als in der Stadt. Schneefall im Sommer ist nicht auszuschließen. Daher dürfen wärmende Bekleidung, Wechselkleidung, Essen und Trinken nicht fehlen. Niemals auf das aufgeladene Handy vergessen!

Only speed kills!

Beim Speed Hiking entscheidet jeder selbst über seine persönliche Geschwindigkeit. Ob Sie den Schwerpunkt mehr auf Speed oder Naturgenuss setzen, ist einzig allein Ihre Entscheidung. Also, legen Sie dazwischen Pausen ein!

Buchtipp
Speed Hiking – Die sportliche Form des Wanderns, Erwin Gollner, erschienen im Meyer & Meyer Verlag, ISBN 978-3-89899-706-5

Weitere Informationen:
Speed Hiking Organisation, Prof.(FH) Mag. Dr. Erwin Gollner
www.speed-hiking.at

Ein Gesundheits- & Bewegungstipp von Mag. Anita Arneitz.

Lesen Sie auch:
WhatsAppFacebookTwitterE-Mail
Redaktion | Impressum | Sitemap | Werbung im 55PLUS-magazin
© by 55PLUS Medien GmbH in Liqu., Wien / Stand August 2022
Diese Seite speichert Cookies. Okay Infos