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Sodbrennen

Was tun gegen Sodbrennen? Getreu nach dem Motto: Nach dem Essen sollst du ruh`n oder tausend Schritte tun!
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Ein Spaziergang nach dem Essen regt die Verdauung an!
 
Nahezu jeder zweite Österreicher leidet gelegentlich unter unangenehmem sauen Aufstoßen. Beim Sodbrennen kommt es zu einem Rückfluss von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre. Neben den bekannten Symptomen wie Schmerzen hinter dem Brustbein oder "saurem Aufstoßen" kann es zu Oberbauchschmerzen und Schluckstörungen kommen. Tritt dieser Rückfluss gehäuft auf, spricht man von einer Refluxkrankheit. Durch die ständige Reizung kann es zur "Refluxösophagitis", also zu Entzündungen der Speiseröhren-Schleimhaut kommen.

Kaffee / Zum Vergrößern auf das Bild klicken Auslöser für Sodbrennen sind zum Beispiel Kaffee, Nikotin, Alkohol, Zitrusfrüchte, Schokolade und Tomaten/Paradeiser. Außerdem belasten üppige Mahlzeiten, fettes Essen, stark gewürzte oder gebratene Speisen und hastiges Herunterschlingen den Magen. Auch Übergewicht und Stress wirken sich negativ aus. Manchmal sind darüber hinaus organische Ursachen schuld.

In den meisten Fällen ist Sodbrennen ein Produkt unseres ungesunden Lebensstils. Beachtet man deshalb einige Ernährungs- und Verhaltensregeln, lässt sich das Problem gut in den Griff bekommen.

So können Sie das „saure Aufstoßen“ vermeiden:
  • Achten Sie auf Ihre Ernährung! Verzichten Sie auf stark gewürzte, fettreiche, sehr süße oder saure Speisen, so weit es geht auch auf Alkohol, Nikotin und Koffein. Nehmen Sie lieber mehrere kleine statt wenige große Mahlzeiten ein. Versuchen Sie spät eingenommene Mahlzeiten zu vermeiden. Das gilt vor allem für Speisen, die besonders lange im Magen liegen bleiben, wie z. B. Ölsardinen oder Hülsenfrüchte. Besonders am Arbeitplatz gilt: Schnelle, hektische Speisen am Schreibtisch sollten Tabu sein. Stattdessen lieber den Arbeitsplatz verlassen und in Ruhe leicht verdauliche Speisen zu sich nehmen, die gründlich gekaut werden. Fleisch oder Wurst sollten nur zwei- bis dreimal pro Woche auf dem Speiseplan stehen. Faserreiche Kost (wie z. B. Weizenkleie) und ausreichend Flüssigkeitszufuhr setzen den Magen nicht unter Druck.
  • Legen Sie sich nicht nach dem Essen hin. Das fördert den Rückfluss des Mageninhalts in die Speiseröhre. Ebenso ungünstig ist langes Sitzen. Besser ist mäßige Bewegung. Ein Spaziergang regt beispielsweise die Verdauung an. Allerdings sollte man auf Sport unmittelbar nach dem Essen verzichten, weil bei Anstrengung mit vollem Magen ebenfalls Sodbrennen droht.
  • Verzichten Sie auf enge Gürtel, Schnallen oder einengende Kleidungsstücke. Sie engen den Magen ein. Besser ist weite und bequeme Kleidung.
  • Vermeiden Sie langes Bücken und schweres Heben. Dabei wird der Bauch sehr angespannt.
  • Und noch ein Tipp für die Nacht: Lagern Sie den Oberkörper durch Verstellen des Lattenrostes, ein zusätzliches Kissen oder mit Hilfe eines Schaumstoffkeils unter der Matratze am Kopfende (Erhöhung um 20-30 cm) hoch. Das verhindert ein Zurückfließen der Magensäure.
Quelle: www.gesundesleben.at


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