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Digitale Balance: Medienauszeit in der Realität

Entscheiden Sie bewusst Ihren Medienkonsum.
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Smartphones
© Foto von camilo jimenez auf Unsplash

Digitale Balance: Medienauszeit in der Realität

Ein bewusster Medienkonsum ist im digitalen Zeitalter mehr als nur von entscheidender Bedeutung. Er ist notwendig, um sich selbst und sein Umfeld von psychischen und physischen Auswirkungen zu schützen. Ein zu hoher Konsum ohne jegliche Balance birgt einige Risiken. In diesem Artikel gehen wir auf diese Risiken ein und beleuchten, wie Sie die Kontrolle über Ihren digitalen Alltag zurückgewinnen können.

Folgendes in Kürze
  • Realitätsverlust in der digitalen Ära: Sucht ohne Konfrontation
    • Die Komfortzone
  • Stress und Unruhe: Psychologische Auswirkungen
  • Panik im Körper: Physische Auswirkungen
    • Ärztliche Hilfe und Anlaufstellen
  • Systemausbrüche – Zurück in die Realität
    • #1 Ab in die Natur, ab in den Urlaub
    • #2 Sozial Media Detox im Alltag
    • #3 Hobbys und Ablenkung gegen Mediensucht

Realitätsverlust in der digitalen Ära: Sucht ohne Konfrontation

In der heutigen Zeit ist man überall mit Medien und Technologien konfrontiert. Trotz positiven Seiten der Digitalisierung birgt sie einige Risiken. Diese schränken die Qualität unseres Lebens unterbewusst ein. Besonders ein gewisser Realitätsverlust steht im Zusammenhang mit der exzessiven Nutzung von Medien im Fokus:

Ein Realitätsverlust entsteht bei einem dauerhaften sowie kurzzeitigen Medienkonsum schnell. Dies liegt daran, dass Medien oft selektive und verzerrte Inhalte darstellen. Dadurch geraten Nutzer leicht in eine Filterblase, welche ihnen ein bestätigendes Gefühl gibt. Denn die selektiven Inhalte werden von Algorithmen so ausgewählt, dass die eigenen Ansichten verstärkt werden. Abweichende Meinungen und Themen werden vernachlässigt und weniger bis gar nicht angezeigt.

„Online-Medien wie Facebook, YouTube, Google und Co arbeiten mit Algorithmen, die darüber entscheiden, welche Informationen die Nutzer vorzugsweise zu sehen bekommen. Algorithmen entscheiden über die Reihenfolge von Suchergebnissen, personalisierte Werbeanzeigen oder Beiträge in sozialen Netzwerken – um nur einige Beispiele zu nennen. Allerdings tragen Algorithmen dazu bei, extreme Positionen sichtbar zu machen und damit Polarisierungstendenzen in der Gesellschaft zu fördern, wie neue Studien zeigen.“
- Prof. Dr. Birgit Stark, Professorin an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und Direktorin am Mainzer Medieninstitut


Durch die Konfrontationsvermeidung und einem Mangel an Aufklärung werden somit auch Fake News, extreme Meinungen und weitere Narrative gestärkt. Dies stellt weiterhin eine große Gefahr für die Gesellschaft dar. Zusätzlich verstärken Benachrichtigungen und digitale Belohnungssysteme die Mediensucht.
 
Die Komfortzone
 
Grundsätzlich kann ein Medienkonsum auch heilende Auswirkungen erzielen: Die Medien können eine Komfortzone darstellen. In ihr können Nutzer ihre echten Probleme vorübergehend ausblenden. Durch das vorübergehende Ausblenden kann der Körper herunterfahren und Stress eindämmen.

Wichtig ist jedoch zu beachten, dass die Medien lediglich eine kurze Ablenkung sein sollen. Ein zu langer Rückzug in die virtuelle Realität führt in vielen Fällen zu dem erwähnten Realitätsverlust.

Stress und Unruhe: Psychologische Auswirkungen

Folgen des endlosen Konsums und Realitätsverlustes können …
  • psychische Erkrankungen (Depressionen, usw.),
  • Stress und Angst,
  • verstärkte Polarisierungen,
  • Entfremdungen von der realen Welt,
  • Entfremdungen zwischenmenschlicher Beziehungen
  • und unrealistische Schönheitsideale
sein. Außerdem können digitale Ablenkungen die Konzentrationsfähigkeit verringern und das Gedächtnis beeinträchtigen. Aus dem Kreislauf der Algorithmen und Scheinwelt gilt es zu entkommen. Nur so können die psychologischen Auswirkungen minimiert und die geistige Gesundheit geschützt werden.

Stress
© Foto von Elisa Ventur auf Unsplash
Panik im Körper: Physische Auswirkungen

Ein hoher Medienkonsum kann zudem körperliche Auswirkungen haben. So kann die übermäßige Nutzung digitaler Geräte einen ungesunden Lebensstil verursachen. Langes Sitzen und Schauen auf Bildschirme wird beispielsweise mit einem inaktiven Lebensstil und den damit verbundenen Gesundheitsproblemen wie Fettleibigkeit und Haltungsschäden in Verbindung gebracht.

Auch Schlafstörungen sind bei Konsumenten nicht unüblich. Dies liegt daran, dass die ständige Verfügbarkeit von digitalen Inhalten den Schlaf beeinträchtigen kann. Neben der körperlichen Vitalität und dem Schlaf leiden auch die Augen erheblich. Besonders bei einem übermäßigen Smartphone-Gebrauch sind die Augen von Sehproblemen gefährdet. Darüber hinaus kann die ständige Erreichbarkeit zu Stress und erhöhtem Blutdruck führen. Der Stress im Körper kann zusätzlich das Immunsystem schwächen, wodurch der Körper anfälliger für Erkrankungen wird.
 
Ärztliche Hilfe und Anlaufstellen
 
Wer denkt von Mediensucht betroffen zu sein oder Hilfe bei dem Erlangen von Medienkompetenz benötigt, kann sich an verschiedene Anlaufstellen wenden. In Deutschland wird professionelle Unterstützung von Ärzten, Therapeuten und Suchtberatungsstellen angeboten. Weitere Informationen rund um die Suchthilfe gibt es auf mediensuchthilfe.info und weiteren Portalen.

Systemausbrüche – Zurück in die Realität

Um die eigene Qualität des Lebens und die eigene psychische Gesundheit zu schützen, ist ein Systemausbruch von entscheidender Bedeutung. Dem System des digitalen Realitätsverlusts zu entkommen, kann herausfordernd sein. Besonders jene, welche sich eine Komfortzone errichtet haben, sollten sich bei dem Austritt Hilfe suchen. Neben ärztliche Hilfe und Anlaufstellen kann auch das Anvertrauen an einen Freund oder ein Familienmitglied helfen. Insgesamt sind ein Bewusstsein, Medienkompetenz und die Fähigkeit, echte Beziehungen zu pflegen, entscheidend, um eine Balance zwischen der digitalen und realen Welt zu finden. Für den Weg zurück in die Realität und in eine gesündere Lebensweise empfehlen wir folgende drei Schritte:

#1 Ab in die Natur, ab in den Urlaub

Ein effektiver Schritt besteht darin, eine Auszeit vom Alltag zu nehmen. Idealerweise findet diese Auszeit in der Natur statt. Ein Erholungsurlaub mit Wellness in natürlicher Umgebung bietet die Möglichkeit, sich von digitalen Ablenkungen zu lösen und den Geist zu beruhigen. Die Auszeit muss dabei nicht zwingend lange sein. Zum Wohle der Gesundheit sollte sie jedoch so gut wie möglich ausgekostet werden.

Für einen besonders stressfreien Erholungsurlaub empfiehlt sich eine Auszeit in der naheliegenden Natur. Besonders empfehlenswert sind hier die Dolomiten. Inmitten unberührter Natur gibt es vor Ort eine Vielzahl an Wellnesshotels wie dem Hotel in Deutschnofen. Das Hotel hat es sich zur Aufgabe gemacht, Urlaubern eine erholende Atmosphäre zu bieten, welche den Körper und Geist entspannen und neu aufblühen lässt. Neben einer gemütlichen Unterkunft kann auch die Natur die Psyche heilen: Die Natur hat nachgewiesene beruhigende Effekte auf die Psyche und ermöglicht es, wieder in Kontakt mit der realen Welt zu treten.

Waldwandern
© Foto von Jon Flobrant auf Unsplash
#2 Sozial Media Detox im Alltag

Ein weiterer Schritt, um zurück in die Realität zu gelangen, besteht darin einen Detox durchzuführen. Ein sogenannter „Sozial Media Detox“ beinhaltet den Gedanken, soziale Plattformen vorübergehend von dem Smartphone und weiteren Endgeräten zu löschen. Durch die bewusste Trennung von sozialen Medien kann man den ständigen Zustrom von Informationen und Stress aus der Online-Welt reduzieren. Das schafft Raum für mehr Präsenz im realen Leben, persönliche Begegnungen und praktische Aktivitäten. Dadurch wird wiederum die psychische Gesundheit gefördert, Stress abgebaut und das Wohlbefinden verbessert. Die Trennung der Medien erfolgt dabei so lange wie man benötigt, um keinen Drang mehr zu haben, allgemein soziale Medien zu besitzen.

#3 Hobbys und Ablenkung gegen Mediensucht

Im letzten Schritt empfehlen wir die Suche nach einem Hobby. Denn dieses kann eine effektive Möglichkeit schaffen, dem System der Mediensucht zu entkommen: Ein Hobby ist nicht nur eine Ablenkung, sondern bringt Leidenschaft und Enthusiasmus zurück ins Leben. Zusätzlich kann es den Auswirkungen des Medienkonsums entgegenwirken. So stärkt man beim Klavierspielen und bei anderen Hobbys, seine Konzentrationsfähigkeit, sein Gedächtnis sowie seine Kreativität. Auch soziale Interaktionen können durch Hobbys gestärkt werden.
 
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