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Ein gesundes Herz

Was haben die vier "B`s" (Blutfett, Blutzucker, Blutdruck, Bauchumfang) mit dem Herz zu tun?
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Lange fit bleiben - das wollen wir alle. Für ein gesundes Herz kann man jede Menge tun: Dazu muss man sich zunächst schlau machen, welche Blutfett-, Blutzucker-, Blutdruck- und Bauchumfangwerte man hat.

rotes Herz

Wie gefährlich leben Sie? Das Maßband zeigt an, was Sache ist. Liegt der Bauchumfang bei Männern bei über 102 cm und bei Frauen über 88 cm wird’s fürs Herz auf Dauer gefährlich.

Bauchumfang und Blutdruck

Bei Übergewichtigen muss das Herz eine größere Blutmenge durch den Körper pumpen als bei schlanken Menschen, deshalb steigt oft der Druck in den Gefäßen. Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko drohen! Allerdings sind auch Modellmaße keine Garantie für einen gesunden Blutdruck im Normbereich. Auch Rauchen oder Dauerstress können beispielsweise den Blutdruck in die Höhe treiben.

Neben Bauchumfang und Blutdruck sollten Sie auch Bescheid wissen über Ihre Blutfett- und Blutzuckerwerte. Ungünstige Blutwerte schädigen die Gefäße und das Herz Schritt für Schritt. Dies passiert auf eine unheimliche Weise schleichend und unbemerkt. Es gibt nur eine Möglichkeit, dem krankmachenden Prozess auf die Schliche zu kommen, um dann entgegenwirken zu können: Lassen Sie Ihre Werte bestimmen!

Blutfett

Blutfette gibt es in unserem Körper sowohl in „guter“ (=HDL) als auch in „schlechter“ (=LDL) Form. Zu viel LDL führt zu Ablagerungen in den Gefäßen. Die Folge: In den engen Gefäßen zirkulieren Nährstoffe und Sauerstoff nur noch eingeschränkt. HDL dagegen nimmt das überschüssige LDL auf und bringt es zum Abbau in die Leber. Aus diesem Grund ist es gut fürs Herz, wenn die Werte für LDL möglichst niedrig und die für HDL hoch sind. Auch der Triglyzerid-Spiegel sollte möglichst niedrig sein. Hohe Triglyzeride verändern den Blutfluss und begünstigen Ablagerungen in den Arterien.

Blutzucker

Viele Organe von Diabetikern sind in Gefahr, denn erhöhter Blutzucker, oft in Kombination mit Übergewicht, resultiert aus einem beeinträchtigten Kohlenhydrat-Stoffwechsel. In letzter Konsequenz bedeutet dies: Unempfindlichkeit gegenüber Insulin. Das Hormon Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet und bewirkt im Körper einen Abfall des Blutzuckerspiegels.

Kohlenhydrathaltige Nahrung wird im Magen und Darm in Einfachzucker (Glukose) umgewandelt. Die Glukose wird dann über die Blutbahn zu den Körperzellen transportiert. Damit die Glukose aus der Blutbahn in die Körperzellen eintreten kann, wird Insulin benötigt. On der Folge sinkt dadurch der Blutzuckerspiegel.

Nach der Nahrungsaufnahme und der Verdauung steigt der Blutzuckerspiegel an. Beim gesunden Menschen bewirkt ein erhöhter Blutzuckerspiegel, dass die Bauchspeicheldrüse vermehrt Insulin abgibt. Ist der Kohlenhydrat-Stoffwechsel beeinträchtigt, bleibt dieses Regulativ aus. Die Folge sind erhöhte Zuckerwerte, die die viele Organe der Betroffenen gefährden.
Niedrige Werte durch gesunde Kost und Bewegung

Zu erhöhten B-Werten führen viele – individuell unterschiedliche – Wege wie familiäre Belastung, beruflicher Stress, Rauchen oder falsche Ernährung und zu wenig Bewegung. Die Anstrengungen, die notwenig sind, (Herz-)gesünder zu leben, sind deshalb in der Gewichtung nicht für jeden Menschen die gleichen. Allerdings lohnt es sich immer, die Ernährung auf eine ballaststoffreiche Kost mit viel Obst und Gemüse umzustellen und sich so viel wie möglich zu bewegen. (Ärztliche Praxis/red.)

Quelle:
www.gesundesleben.at


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