Heute ist Sonntag, der 07.06.2020 | Mail Newsletter | Geschenk Gewinnspiel
Print

Abgelaufene Pickerl kann im Ausland Probleme bereiten

Vor der Urlaubsfahrt sind eine Überprüfung der Begutachtungsplakette und ein Autocheck immer empfehlenswert.
WhatsAppFacebookTwitterE-Mail

Auto - Verrosteter Fiat / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDie periodische Begutachtung des Fahrzeugs ("Pickerl") dient der Verkehrs- und Betriebssicherheit des Autos. In Österreich haben Autofahrer vier Monate nach Ablauf des "Pickerls" Zeit, die Fahrzeugbegutachtung nachzuholen. Rechtliche Konsequenzen gibt es deswegen in Österreich keine. Es darf weder eine Strafe verhängt werden, noch ein Nachteil im Schadensfall entstehen. Mit raueren und vor allem ungastlichen Sitten kann man allerdings in anderen Ländern Bekanntschaft machen, in denen es keine Toleranz oder kürzere Toleranzfristen gibt.

Besonders an der Grenze zu Ungarn gibt es immer wieder Probleme, wenn Österreicher mit einem abgelaufenen Pickerl einreisen wollen. Dabei ist für die Begutachtung eines in Österreich zugelassenen Fahrzeugs aufgrund internationaler kraftfahrrechtlicher Vereinbarungen einzig und allein der Staat Österreich zuständig. Umso ärgerlicher ist es, dass gegen Österreicher immer wieder Geldstrafen verhängt oder gar die Fahrzeugkennzeichen abgenommen werden. In Einzelfällen wird sogar die Einreise verweigert, obwohl das klar völkerrechtswidrig ist. Mit Problemen bei der Einreise innerhalb der Toleranzfrist muss man übrigens auch in Tschechien und Polen rechnen.

Kroatien hat seine Hausaufgaben gemacht

Der ÖAMTC hat das österreichische Verkehrsministerium ersucht, die ausländischen Ressortkollegen auf die rechtswidrige Vorgangsweise ihrer Behörden hinzuweisen. Einen Erfolg gibt es dazu aus Kroatien zu melden, wo im vergangenen Jahr vermehrt Probleme wie in Ungarn aufgetreten sind. "Hier wurden die Behörden durch das kroatische Außenministerium entsprechend instruiert und auf die viermonatige Toleranzfrist hingewiesen", erläutert der ÖAMTC. Aufgepasst: Ungarn will sich trotz diplomatischer Bemühungen Österreichs auch heuer wieder nicht an die internationalen Vereinbarungen halten.

Rechtzeitig drauf schauen, dass man`s hat


Um hundertprozentig sicherzugehen, dass man nicht Opfer einer Behördenwillkür wird, empfiehlt es sich, eine vor oder während der Urlaubsfahrt fällige Begutachtung noch rechtzeitig vor Urlaubsantritt vornehmen lassen. Allerdings sagt auch eine gültige Plakette nichts über den aktuellen Fahrzeugzustand aus. Ein Fahrzeugcheck vor dem Urlaub gibt Sicherheit. Kleine Mängel am Auto, die auf den ersten Blick nicht sichtbar sind, können so frühzeitig entdeckt werden.

Sollte es wegen eines abgelaufenen Pickerls im Ausland zu Problemen kommen, wird empfohlen, mit der Einsatzzentrale der ÖAMTC-Nothilfe unter der Telefonnummer +43 (0)1 25 120 00 Kontakt aufzunehmen. Von dort wird sofort die Verbindung zum diensthabenden ÖAMTC-Juristen hergestellt.

Quelle:
www.oeamtc.at

WhatsAppFacebookTwitterE-Mail
Redaktion | Partner | Impressum | Sitemap | Werbung im 55PLUS-magazin
© by 55PLUS Medien GmbH in Liqu., Wien / Stand Juni 2020
Diese Seite speichert Cookies. Okay Infos