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Starke Schulter - Kalkschulter richtig behandeln

Mit fokussierter Stoßwellentherapie Schmerzen in der Schulter behandeln.
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© WARDA / Stoßwellentherapie / Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Starke Schulter - Kalkschulter richtig behandeln

Schmerzen im Schulterbereich sind keine Seltenheit. Doch was, wenn diese andauern und zu erheblichen Einschränkungen im Bewegungsablauf führen? Jeder zehnte Österreicher leidet an Kalkablagerungen in den Schultersehnen. Die Unfallchirurginnen und Expertinnen für Stoßwellentherapie Dr. Stella Prosquill und Dr. Sabine Streubel klären über Entstehung, Symptome, Diagnose, Behandlung und Vorbeugung der sogenannten „Kalkschulter“ auf.

"Bei einer Kalkschulter ist nicht das Schultergelenk selbst betroffen, sondern es kommt zu einer Verkalkung einer Sehne der Rotatorenmanschette“, wissen Dr. Stella Prosquill und Dr. Sabine Streubel, Gründerinnen der Ordination Arthrowaves. Die beiden Medizinerinnen sind auf Sportverletzungen, Orthopädie und Unfallchirurgie spezialisiert.

Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Zu den Risikopatienten gehören vor allem Menschen, die vermehrt Sportarten wie Volleyball, Basketball, Speerwerfen oder Tennis ausüben. Auch Berufsgruppen die Über-Kopf-Arbeiten ausführen, wie etwa Maler oder Putzpersonal, leiden oft an einer Kalkschulter. Hier kann gezielte Physiotherapie helfen, die schwächeren Muskeln in der Schulter aufzubauen, um so einer langfristigen Dysbalance vorzubeugen. „Die Kalkschulter ist keine Alterserkrankung, typischerweise liegt das Durchschnittsalter zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr“, so die Expertinnen.

Unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten

Zeigen sich beim Patienten bereits Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen, ist der Besuch beim Facharzt unumgänglich. Dieser kann feststellen, ob es sich tatsächlich um eine Kalkschulter handelt und anschließend mittels Röntgen prüfen, wie weit die Erkrankung fortgeschritten und wie groß das Kalkdepot ist.

Je nach Stadium der Erkrankung gibt es verschiedene Möglichkeiten eine Kalkschulter zu behandeln. Die lokale Infiltration mit Kortison sowie eine auf den Patienten zugeschnittene Physiotherapie können Schmerzen lindern und das Gleichgewicht in der Schulter wiederherstellen. „Führen diese Maßnahmen nicht zum gewünschten Erfolg, ist die eine fokussierte Stoßwellentherapie eine Option, um gute Erfolge erzielen“, erklären Dr. Prosquill und Dr. Streubel, die in ihrer Praxis im 19. Wiener Gemeindebezirk unter anderem mit einer fokussierten elektrohydraulischen Stoßwelle arbeiten.

Die Stoßwellen zertrümmern allerdings nicht den Kalk, wie oft fälschlicherweise angenommen wird. Es  findet ein Umbauvorgang statt. Durch die Einwirkung der Stoßwellen auf das betroffene Gewebe kommt es zur Einsprossung, sprich zur Neubildung von Blutgefäßen, und somit zu einer verbesserten Durchblutung der betroffenen Sehne. Dadurch werden die Kalkdepots abgebaut und die entzündete Sehne heilt schneller aus. Selbst bei Schmerzen, die bereits über Jahre andauern, also bereits chronisch sind, lassen sich gute Erfolge erzielen. Die fokussierte Stoßwellentherapie sollte bei einer Kalkschulter zweimal im Abstand von rund vier Wochen durchgeführt werden. Eine etwaige Physiotherapie ist in dieser Zeit unbedingt weiterzuführen. Nach ungefähr vier Monaten sind 80 Prozent der Patienten beschwerdefrei. Bei weiteren 10 Prozent dauert es etwa sechs Monate.
Bestehen nach sechs Monaten immer noch Beschwerden raten Dr. Prosquill und Dr. Streubel zu einer Operation. Auch hier legen die Ärztinnen größten Wert darauf, Patienten genau aufzuklären und gut auf den Eingriff vorzubereiten. Bei der Operation werden eine Kalkentfernung und eine Schleimbeutelentfernung durchgeführt und eventuell andere Pathologien mitbehoben.

Mehrere Faktoren tragen zur Entstehung einer Kalkschulter bei

„Durch eine lokale Druckerhöhung kommt es zu einer verminderten Durchblutung des Sehnengewebes. Dadurch werden Sehnenzellen in Knorpelzellen umgewandelt und es bildet sich ein Kalkdepot“, erklären die Medizinerinnen.

Mechanische Ursachen wie eine muskuläre Dysbalance etwa durch einseitige Belastungen beim Sport oder im Berufsalltag kommen ebenfalls infrage. Wenn ein Muskel stärker beansprucht wird, als sein Gegenspieler, führt dies zu einer Verkürzung und das Gelenk gerät buchstäblich aus dem Gleichgewicht.

Auch endokrine Einflüsse wie Hyperparathyreoidismus (Funktionsstörung der Nebenschilddrüsen) oder hormonelle gynäkologische Erkrankungen könnten zur Bildung von Kalkdepots beitragen.

Frühzeitige Symptome kaum zu erkennen

„Die meisten Patienten sind in  den ersten Stadien, in denen es bereits zum Umbau der Sehnenzelle zu Knorpelzellen und zu einer Veränderung der Zellmatrix kommt, beschwerdefrei“, berichteten Dr. Prosquill und Dr. Streubel. In diesem Umbauprozess produzieren die Knorpelzellen sogenannte Karbonatapatitkristalle, wodurch Kalkdepots entstehen. Danach kommt es zu einer Ruhephase, in der keine weiteren Kristalle gebildet werden.
Erst wenn sich die Kalkdepots allmählich auflösen und es zu einer vermehrten Druckerhöhung in der Sehne kommt, verbunden mit einer Sehnen- und Schleimbeutelentzündung,  klagen Patienten über Schmerzen in der Schulter.

Arthrowaves

© Moni Fellner / Arthrowaves - Dr. Prosquill_Dr. Streubel / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDie Privatordination Arthrowaves wurde 2016 von den beiden Unfallchirurginnen Dr. Stella Prosquill und Dr. Sabine Streubel in Wien eröffnet. Der Fokus liegt dabei auf der Behandlung von Sport- und Unfallverletzungen, Gelenkschirurgie (Schulter, Ellenbogen, Hand, Hüfte, Knie, Sprunggelenk/Fuß, Wirbelsäule) sowie chronischen Gelenksbeschwerden. Als Ergänzung zu konservativen Behandlungsmöglichkeiten in der Unfallchirurgie, Sportmedizin und Orthopädie wird die Spark WavesTM Stoßwellentherapie angeboten – eine nichtinvasive Alternative, die Schmerzen an Sehnen und Bändern effektiv lindert.

Weitere Informationen:
www.arthrowaves.at

Ein Gesundheitstipp von 55PLUS-magazin.net.
 
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