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Gartenarbeit kann förderlich für die Gesundheit sein

Gartenarbeit steigert das Wohlbefinden und kann die Gesundheit fördern.
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Wer rastet, der rostet. Der Spruch ist bekannt und sein Wahrheitsgehalt lässt sich häufig feststellen. Wer nun aber glaubt, dass unbedingt lange Wanderungen, Fahrradtouren oder der Gang ins Sportstudio die Voraussetzung für eine fitte Seniorenschaft sind, der irrt. Auch die Gartenarbeit stützt die Gesundheit, sofern sie vernünftig und den eigenen Möglichkeiten nach angepasst wird. Denn auch hier kommt ein bekanntes Sprichwort zum Tragen: Die Dosis macht das Gift. In diesem Artikel kommen einige Tipps und Hinweise, wie die Gartenarbeit gesundheitsfördernd eingesetzt werden kann und wie sie sich allgemein auf das Befinden auswirkt.

© Engin Akyurt (CC0-Lizenz) / pixabay.com / Wilder Garten / Zum Vergrößern auf das Bild klicken
Der eigene Garten ist nicht nur entspannend, sondern die Gartenarbeit sorgt für körperliche Fitness.

Auf das richtige Equipment kommt es an

Damit die Gartenarbeit gesundheitsfördernd ist, muss sie Freude machen. Das richtige Equipment ist dabei ausschlaggebend, denn nicht nur erleichtert es die Arbeit, sie hilft auch, über eventuelle körperliche Gebrechen hinweg. Es gibt heute wunderbare Arbeitshilfsmittel für den Gartenbereich, die teils speziell auf die Bedürfnisse von älteren Menschen ausgelegt sind:

Elektrovarianten – für viele Arbeiten sind längst elektrische Hilfsmittel üblich. So lassen sich mitunter Rasenscheren, die sonst immer die Arbeit auf Knien vorsahen, heute mit praktischen Griffen verlängern und direkt über den Griff bedienen. Auch das Vertikulieren der Rasenflächen ist mit einer elektrischen Variante wunderbar einfach und bequem.

Stielvarianten – viele Gartenarbeiten finden automatisch im Bücken oder kniend statt. Das galt zumindest für früher, denn kleinere Schaufeln oder Harken sind mit längeren Stielgriffen erhältlich, die das Arbeiten in einer aufrechten Haltung ermöglichen. Selbst das Unkrautzupfen ist mit solchen Hilfsmitteln kein lästiges Thema mehr, da über den Griff eine Zange am unteren Ende des Geräts bedient und das Unkraut nun praktisch im Stehen gezupft wird.

Diese Liste lässt sich beinahe beliebig fortsetzen. Gartenbesitzer sollten aber auch an die Rasenflächen denken und sich einen Weg überlegen, wie der Rasen kurz gehalten werden kann. Bei größeren Flächen empfiehlt sich tatsächlich ein Aufsitzrasenmäher. Grundsätzlich ist in älteren Tagen bei der Auswahl des Equipments auf Folgendes zu achten:

Gewicht – gerade Gerätschaften, die in Brusthöhe oder noch höher gehalten werden müssen, sollten ein möglichst geringes Eigengewicht aufweisen. Anstatt einer benzinbetriebenen Heckenschere bietet sich beispielsweise die elektrische Variante an, da sie wesentlich leichter ist.

Verstellbarkeit – es ist immer gut, wenn die Höhe von Griffen oder Halterungen auf das eigene Befinden eingestellt werden kann.

Schutz – nicht nur der Schutz der Hände ist wichtig, auch die Knie sollten geschützt werden. Es gibt im Gartenbedarf wunderbare Matten oder kleine Hocker, auf die sich Gartenfreunde knien oder setzen können. Die Matten sind beispielsweise dick gepolstert und schützen die Knie nicht nur vor Verletzungen, sondern verhindern auch, dass die Bodenkälte in die Knochen zieht. Praktisch können auch kleine Bänke mit Rollen sein. Sie erlauben das einfache Sitzen während der Arbeit, lassen sich an den Griffen schnell bewegen und verfügen über Steckplätze und Körbe für kleines Equipment.

Welche positiven Wirkungen kann Gartenarbeit haben?

Bei der Gartenarbeit kommt eigentlich alles zusammen, was Gesundheitsexperten immer empfehlen. Gartenfreunde sind an der frischen Luft, sie bewegen sich, fordern sich aber auch. Dazu kommt, dass die Arbeit entspannend und beruhigend ist – oder auch mal dabei hilft, Frust von der Seele zu lassen. Im Überblick:

Immunsystem – wer sich an der frischen Luft bewegt, stärkt das eigene Immunsystem. Zugleich hilft der frische Sauerstoff dem Herz-Kreislauf-System.

Bewegung – gerade in älteren Jahren ist die Bewegung wichtig, damit Gelenke und Sehnen elastisch bleiben. Bei der Gartenarbeit wird die Bewegung praktisch mit in die Arbeit eingeflochten. Zudem erlaubt es der Garten, sich schritt- und stückweise zu bewegen und bei schwindenden Kräften gleich wieder zurück ins Haus oder auf den Liegestuhl zu gehen. Dieser Luxus besteht bei längeren Spaziergängen oder auf Wanderungen nicht.

Fitness – Gartenarbeit ist immer mit Anstrengung verbunden. Und genau die ist es, die dabei helfen kann, länger fit und wohlauf zu bleiben. Da sich im höheren Alter Muskeln schneller zurückbilden, ist diese wiederholte Anstrengung freilich wichtig. Darüber hinaus lässt sich das Risiko für Osteoporose senken.

Psyche – Vogelzwitschern, Sonnenlicht, die Gerüche von Pflanzen und der Natur: Ein Ausflug in den eigenen Garten lässt sich schon mit einem Urlaub vergleichen. Viele Menschen entspannt es, wenn sie recht monotone Arbeiten durchführen können, weil sie dabei abschalten können. Auf der anderen Seite bietet die Gartenarbeit aber auch die Möglichkeit, dem Ärger freien Lauf zu geben. Kräftiges Unkrautzupfen, fest Aufstampfen, mit dem Rasenmäher den Weg vor sich »freiräumen« – all dies bietet der Garten, ohne dass es jemanden stört.

Was ist sonst zu beachten?

Trotz aller Vorteile, die die Gartenarbeit für die eigene Gesundheit hat, so birgt sie Tücken. Es kommt wirklich auf die Dosis an, denn wer an einem Tag den kompletten Garten von Hand umgräbt, wird schon mit 25 nicht davon sprechen, dass diese Arbeit gesund ist. Daher gilt:

Kleine Schritte – der Garten braucht nicht an einem einzigen Tag gepflegt werden. Arbeiten dürfen - und sollen – aufgeteilt und in Abschnitte eingeteilt werden. Vielleicht ist montags das kleine Beet an der Terrasse dran, mittwochs und freitags die größeren Gemüsebeete.

Wetter – auch auf das Wetter muss geachtet werden. Im Hochsommer sollte niemand zur Mittagszeit die Gartenarbeit vornehmen, denn viele Arbeiten können auch frühmorgens oder später am Abend gemacht werden. Bei schlechter Witterung ist auf wind- und regendichte Kleidung zu achten, wenn die Arbeit nicht verschoben werden kann.

Pause und Feierabend – der Garten läuft nicht davon. Gartenfreunde sollten regelmäßig Pausen machen, sich zurücklehnen und den Garten auch einmal genießen. Zudem ist es nicht tragisch, wenn die Arbeit an einem Tag nicht vollständig bewältigt werden kann. Der Feierabend muss eingeläutet werden, bevor die Knochen zu schmerzen beginnen.

© congerdesign (CC0-Lizenz) / pixabay.com / Gartenobst / Zum Vergrößern auf das Bild klicken
Die Früchte der eigenen Arbeit - ein Garten kann auch noch die Lebensmittelauswahl erweitern.

Fazit - gut gewappnet in den Garten

Mit dem richtigen Equipment, das einem das Bücken und Knien erspart und elektrischen Hilfen ist die Gartenarbeit auch im höheren Alter noch gut zu bewältigen und trägt zur Gesunderhaltung bei. Trotzdem sollte mit dem Alter ein Gang heruntergeschaltet werden. Es ist nicht schlimm, wenn die Arbeit nicht mehr so schnell von der Hand geht, wie früher. Und wer Pausen macht und sich inmitten der grünen Oase erholt, sieht auch, wofür diese ganze Mühe es wert ist.

 
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