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Folgen von Flüssigkeitsmangel

Flüssigkeitsmangel im Alter ist eine unterschätzte Gefahr. Welche Ursachen und Folgen die Dehydration habenkann, lesen Sie hier.

© Edith Spitzer, Wien / Wasser / Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Flüssigkeitsmangel im Alter ist eine unterschätzte Gefahr

Wasser ist das wichtigste Lebensmittel für Jung und Alt. Da der menschliche Körper einen Flüssigkeitsanteil von 50 bis 70 Prozent
besitzt, ist regelmäßiges Trinken sehr wichtig, um diese Konzentration aufrechtzuerhalten. Leider verringert sich das Durstgefühl im Alter stark und häufig wird der Flüssigkeitsmangel gar nicht bemerkt. Die Folge ist eine gefährliche Dehydration, welche bei älteren Menschen schwere gesundheitliche Auswirkungen haben kann.

Wieviel Flüssigkeit brauchen ältere Menschen?

Menschen über 65 Jahre benötigen täglich im Durchschnitt 2,3 Liter Flüssigkeit. Davon werden etwa 700 Milliliter über die Nahrung und 300 Milliliter über körpereigene Vorgänge erzeugt. Die übrigen 1,3 Liter Wasser müssen dann in Form von Getränken aufgenommen werden. Dafür eignen sich Mineralwasser mit und ohne Kohlensäure, verdünnte Fruchtsäfte, Frucht- und Kräutertees, wasserhaltige Nahrungsmittel wie Suppe oder Joghurt und wasserreiches Obst- und Gemüse. Ist die Flüssigkeitsaufnahme deutlich geringer als empfohlen, zeigen sich als Symptome häufig Probleme mit dem Kreislauf, beispielsweise Schwindel.
 
Die Ursachen von Flüssigkeitsmangel im Alter

Neben einem verminderten Durstgefühl gibt es weitere Ursachen für den Flüssigkeitsmangel älterer Menschen. Auch Schluckstörungen können das Trinkverhalten negativ beeinflussen, da jeder Schluck Wasser mühsam und sogar schmerzhaft sein kann. Aber auch Patienten mit Urininkontinenz sind häufig von einem Flüssigkeitsmangel betroffen. Um die störende Inkontinenz möglichst gering zu halten, trinken die Patienten einfach weniger Flüssigkeit. Ein schwerer Fehler, da der Körper dann zusätzlich mit den Folgen der Dehydration zu kämpfen hat. Pflegebedürftige Menschen können dagegen oft gar nicht mehr selbst auf ausreichendes Trinken achten. Sie sind auf die Aufmerksamkeit ihrer Verwandten oder des Pflegepersonals angewiesen.
 
Folgen von Flüssigkeitsmangel

Bei verminderter Flüssigkeitszufuhr ist häufig eine Dehydration die Folge. Der gefährliche Wassermangel macht sich in Form einiger Symptome bemerkbar die vor allem Kreislauf, Psyche und Hirnleistung betreffen. Zunächst leiden ältere Menschen aber unter trockener Haut, trockenen Augen und trockenen Schleimhäuten, vor allem auch im Mund. Der Flüssigkeitsmangel führt zu einer reduzierten Harnmenge und einer erhöhten Infektanfälligkeit und Entzündungsgefahr. Gleichzeitig steigt das Risiko für Thrombose, Krampfanfälle, Herzrasen sowie Kreislauf- und Nierenversagen stark an. Auch psychisch machen sich die Folgen der Dehydration deutlich bemerkbar. Die Wahrnehmungsfähigkeit und das Kurzzeitgedächtnis sind eingeschränkt, während es immer häufiger zu Schwindel, Apathie, Schwäche und Lethargie kommt.

Wenn der schwere Flüssigkeitsmangel nicht schnell und dauerhaft ausgeglichen wird, kann es also zu sehr schwerwiegenden und lebensbedrohlichen Situationen kommen. Besonders im Alter sind die beschriebenen Folgen der Dehydration ganz besonders gefährlich.
 
Wie erreicht man eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr?

Um den Folgen der Dehydration entgegenzuwirken, hilft nur das Trinken. Leider fällt es besonders alten Menschen schwer, jeden Tag die nötige Wassermenge aufzunehmen. Die volle Flasche scheint viel zu groß, die Flüssigkeitszufuhr wird einfach vergessen und gelegentlich können ältere Menschen mit Erkrankung nicht mehr so einfach trinken. Damit es zu keinem Flüssigkeitsmangel kommt, können ein paar einfach Tricks für den Alltag helfen.

Eine Menge von 1,3 Litern am Tag ist viel, wenn sie am Stück getrunken werden muss. In kleinen Portionen, die auf verschiedene Trinkgefäße aufgeteilt werden, wirkt die Flüssigkeitsmenge dagegen gar nicht mehr so überwältigend. Auch ein wenig Abwechslung bei den Getränken unterstützt die Motivation beim Trinken. Ein Trinkplan hilft dabei, die tägliche Menge schriftlich festzuhalten. So bekommen ältere Menschen einen besseren Überblick über die Flüssigkeitszufuhr. Gegen das Vergessen sind auch Trinkrituale hilfreich. Jeden Morgen nach dem Aufstehen und nach jeder Mahlzeit ein Glas Wasser – das deckt schon einen großen Teil des täglichen Bedarfs ab.

Ein Gesundheitstipp von 55PLUS-magazin.net.
 
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