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Sommergrippe: Die andere Seite des Sommers

Sommergrippe: Die andere Seite des Sommers
Sommer – die Zeit der strahlenden Sonne, erfrischenden Badeseen und entspannten Urlaube. Doch was, wenn der ersehnte Urlaub durch Niesen, Husten und Fieber getrübt wird? Die Sommergrippe, eine oft unterschätzte Gefahr der warmen Jahreszeit, lauert im Hintergrund und kann den Spaß an der schönsten Zeit des Jahres erheblich dämpfen. Fachärztin Dr. Eva Maria Ornella, Internistin am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit an der Glan, teilt ihr Wissen über die „lästige“ Sommergrippe – von den ersten Symptomen über geeignete Behandlungsstrategien bis hin zu präventiven Maßnahmen.Ein stummer Störenfried in der sonnigsten Jahreszeit
Bei diesen Temperaturen denken die meisten von uns an Urlaub, Eiscreme und entspannte Tage im Freien. Doch während wir die warme Jahreszeit genießen, lauert eine weniger bekannte Gefahr – die sogenannte „Sommergrippe“. Sie ist ein eher unterschätzter Eindringling, der die Freuden des Sommers beeinträchtigen kann. Die „Sommergrippe“ unterscheidet sich grundlegend von der herkömmlichen Grippe, die wir im Winter sehen. „Die Sommergrippe wird hauptsächlich durch Enteroviren, insbesondere Echoviren und Coxsackieviren, verursacht, die in der warmen Jahreszeit häufiger vorkommen“, erklärt Fachärztin Dr. Eva Maria Ornella, Internistin am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit an der Glan. Im Gegensatz dazu werden die winterlichen Grippen von Influenzaviren, dem Coronavirus und dem Respiratory Syncytial Virus verursacht.
Die Symptome der Sommergrippe sind in der Regel weniger intensiv als bei einer echten Grippe. Dr. Ornella weist darauf hin: „Bei der Sommergrippe sind die Symptome nicht zu stark und eher mit einem grippalen Infekt zu vergleichen.“

Hände, Oberflächen, Sommerhitze
Die Übertragung dieser Viren erfolgt hauptsächlich durch Kontaktinfektionen, vor allem bei hoher Luftfeuchtigkeit, wie sie im Sommer vorherrscht. „Infizierte Personen scheiden das Virus über den Speichel oder den Stuhl aus, die Übertragung erfolgt also durch kontaminierte Hände und in weiterer Folge dann durch kontaminierte Oberflächen und Gegenstände“, erläutert die Fachärztin.
Händedesinfektion und Hydratation
„Sollte es doch einmal zu einem schweren Verlauf kommen, ist es wichtig zuerst den Flüssigkeitshaushalt zu überprüfen. Hohes Fieber und Abgeschlagenheit können schnell zur Dehydratation führen, hier muss man rasch handeln“, betont Dr. Ornella von der Internen Ambulanz.
Besonders gefährdet für die Sommergrippe sind Kinder, ältere Personen und immungeschwächte Personen. Die Ärztin empfiehlt zur Vorbeugung: „Es ist wichtig auf diese Menschen Rücksicht zu nehmen und die Händedesinfektion wirklich ernst zu nehmen.“
Die Hygiene spielt eine entscheidende Rolle bei der Verhinderung der Sommergrippe. Die Fachärztin legt großen Wert auf die Wichtigkeit des Händewaschens und einer sorgfältigen Nahrungszubereitung. Darüber hinaus betont sie die Bedeutung einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr und einer gesunden, ballaststoffreichen Ernährung.
Wenn die Sommergrippe ernst wird
Sollte trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ein schwerer Verlauf auftreten, rät Dr. Ornella: „Lässt sich das Fieber nicht mehr senken oder dauert länger als drei Tage an, sollten Sie unbedingt eine/n ArztIn aufsuchen. Bei starkem oder anhaltendem Durchfall, der zu Dehydration führen kann, ist es ebenfalls ratsam, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.“
Bei allen gesundheitlichen Bedenken betont Dr. Ornella, dass es wichtig ist, auf seinen Körper zu hören und sich bei Bedarf auszuruhen. „Der Schlüssel zur Genesung von der Sommergrippe ist Ruhe und Flüssigkeitszufuhr. Der Körper braucht Zeit, um das Virus zu bekämpfen, und dazu gehört auch, sich ausreichend auszuruhen“, fügt sie hinzu.
Den Teufelskreis durchbrechen oder Selbstisolierung als Präventionsmaßnahme
Schlussendlich ist das Verhindern der Verbreitung des Virus das Ziel. „Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit der Sommergrippe infiziert haben, vermeiden Sie den Kontakt zu gefährdeten Personen, bis Sie sich wieder vollständig erholt haben“, empfiehlt Dr. Ornella.
Quelle: Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan
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