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Ursachen von Verspannungen: Risikofaktoren kennen

Die häufigsten Ursachen von Verspannungen auf einen Blick.
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© 55PLUS Medien GmbH, Wien / Edith Spitzer / Verspannung Schulter / Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Verspannungen: die häufigsten Ursachen

Ein steifer Nacken, ein lästiges Ziehen im Kreuz, ein brennender Rücken – für viele Menschen keine Seltenheit. Auf die Frage, wie Sie hartnäckigen Verspannungen begegnen können, gibt es leider kein Patentrezept. Die Behandlung hängt meist von der Ursache ab. Höchste Zeit also, sich mit den größten Risikofaktoren für Verspannungen auseinanderzusetzen – einige davon werden dabei gerne übersehen.

Das Kreuz mit dem Kreuz: die Wirbelsäule

Wirbelsäule / Zum Vergrößern auf das Bild klickenZu den heikelsten Auslösern für Verspannungen zählen Probleme mit der Wirbelsäule. Die Wirbelsäule verrichtet täglich einen wahren Balanceakt: Einerseits stabilisiert sie unsere Körperhaltung und andererseits muss sie ausreichend flexibel sein, damit wir uns bewegen, bücken und drehen können. Zu diesem Zweck sind die knöchernen Wirbel auf den Bandscheiben „gelagert“, die den Druck abfedern, der durch die Bewegung entsteht. Durch permanente Fehlbelastung oder falsche Körperhaltung kann es hier schnell zu Abnutzungserscheinungen kommen. Sobald etwas im Bereich der Wirbelsäule nicht mehr stimmt, sind Rückenschmerzen und Verspannungen programmiert. Sofern Sie im Bereich der Wirbelsäule Schmerzen verspüren, lassen Sie sich von einem Arzt untersuchen. Er kann beurteilen, ob etwa ein Bandscheibenvorfall vorliegt. Dieser zeichnet sich häufig durch Schmerzen im Unterrücken oder im Hüftbereich, seltener auch durch ein anhaltendes Taubheitsgefühl aus. Bei einem Bandscheibenvorfall ist meist ein chirurgischer Eingriff nötig.

Die individuelle Lebensführung als Ursache für Verspannungen

Verspannungen im Nacken oder der Rückenmuskulatur werden auch durch unsere Lebensführung und Alltagsgestaltung beeinflusst – positiv wie negativ! Nehmen Sie sich einen kurzen Moment und überprüfen anhand der folgenden Risiko-Liste, ob Ihr Lebensstil „rückentauglich“ ist:
  • Überwiegend sitzende Tätigkeit (Bürojob, Chauffeur/Fahrer, etc.)
  • Falsches Heben schwerer Gegenstände
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Rückenfeindliches Schuhwerk (z.B. hohe Absätze, schlechte Polsterung)
  • Stress / psychische Belastung
Vor allem der letzte Punkt wird bei der Ursachenforschung häufig übersehen. Unterschätzen Sie keinesfalls die Macht der Psyche auf das Schmerzempfinden. Einerseits kann Stress zu Muskelverspannungen führen und andererseits können Ängste und Sorgen das Schmerzgefühl zusätzlich verstärken.

Der Bewegungsapparat: Muskulatur im Fokus

© 55PLUS Medien GmbH, Wien / Edith Spitzer / Verspannung_Rücken / Zum Vergrößern auf das Bild klickenWenn Sie an Verspannungen leiden, sollten Sie Ihren Blick nicht nur auf Nacken und Rücken richten, sondern eine Etage tiefer ansetzen: im Bereich von Hüfte und Oberschenkel. Gerade wenn Sie beruflich viel sitzen, „verkürzt“ sich die Beinmuskulatur. Der Grund: Beim Sitzen ist der Hüftbeuger (M. Iliopsoas) permanent angespannt – die ausgleichende Gegenbewegung bleibt aus. Da der Hüftbeuger den Oberschenkel mit dem Becken und der Wirbelsäule verbindet, wird der untere Teil der Wirbelsäule im Sitzen sozusagen nach vorne „gezogen“. So kann sich eine steife Beinmuskulatur letztlich bis in den Nackenbereich auswirken. Ob Ihre Muskulatur ausreichend beweglich ist, können Sie mit den folgenden Übungen einfach herausfinden:

1. Hüftbeuger:
Legen Sie sich mit dem Rücken auf einen Tisch und lassen Sie ein Bein herunterbaumeln. Das andere Bein ziehen Sie mit den Händen in Richtung Oberkörper. Können Sie den Oberschenkel Ihres baumelnden Beines dabei einigermaßen in der Waagrechten halten?

2. Beinmuskulatur:
Legen Sie sich mit dem Rücken auf den Boden. Ziehen Sie ein Bein mit den Händen senkrecht nach oben. Schaffen Sie es, dass Ihr anderes Bein ausgestreckt am Boden liegen bleibt?

3. Unterrücken-Muskulatur:
Legen Sie sich mit dem Rücken auf den Boden und winkeln Sie die Beine an (Knie geschlossen aneinander). Können Sie Ihre Knie zur Seite auf dem Boden ablegen und gleichzeitig Ihre Schultern auf dem Boden behalten?

Bitte beachten Sie: Ob Ihre Muskulatur für Ihre Verspannungen verantwortlich ist, ist keine Frage der Kraft, sondern der Dehnbarkeit und Beweglichkeit. Sie müssen also kein Kreuz wie ein Profischwimmer haben, sondern in erster Linie durch abwechslungsreiche Bewegung an der Flexibilität Ihrer Muskulatur arbeiten.

Den Verspannungen vorbeugen

Zugegeben: Verspannte Muskulatur, Rückenschmerzen oder Bandscheibenvorfälle lassen sich nicht uneingeschränkt vermeiden. Häufig handelt es sich um Abnutzungserscheinungen, die kaum rückgängig gemacht werden können. Sie können jedoch einige Maßnahmen ergreifen, um das Risiko von Rückenverletzungen zu verringern:
  • Die richtige Hebetechnik: Halten Sie beim Heben schwerer Gegenstände den Rücken möglichst gerade und nehmen Sie die Kraft aus den Knien.
  • Halten Sie Ihr Körpergewicht auf einem normalen Niveau.
  • Vermeiden Sie dauerndes Sitzen: Stehen Sie auch während eines langen Arbeitstags im Büro regelmäßig auf oder gehen Sie ein paar Schritte spazieren.
Gerade wenn Sie vermuten, dass Bewegungsmangel oder Haltungsschäden hinter Ihren Beschwerden stecken, sollten Sie es mit rückenstärkendem Training versuchen. Drei einfache Übungen gegen Rückenschmerzen und Verspannungen finden Sie hier.

Wichtig: Sprechen Sie in jedem Fall mit Ihrem Arzt, wenn Ihre Rückenschmerzen über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben. Er kann Ihnen dabei helfen, die Ursachen Ihrer Verspannungen und Rückenbeschwerden zu ergründen und exakt bestimmen, was die Schmerzen verursacht. Abhängig vom Auslöser Ihrer Schmerzen, kann die Behandlung auf eine Änderung der Lebensweise, eine medikamentöse Therapie oder möglicherweise einen operativen Eingriff hinauslaufen.

Ein Gesundheitstipp von 55PLUS-magazin.
 
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