Mittelalterliche Burg als Treffpunkt für Genießer.
Restaurant Grad SocerbSocerb 7
SLO-6275 Crni Kal
Telefon: +386-5-6592 303, Mobil +386-41-571 544
Email:
gradsocerb@siol.netMontag Ruhetag.
Geschichte und Lage von Socerb 

Der schroffe Felsen, auf dem die Burg (Grad)
Socerb thront, ist ein Ort mit Jahrtausend alter Geschichte, die mit der phantastischen Aussicht über den Golf von Triest sehr wohl zu tun hat. Die strategisch günstige Lage war Schauplatz mehrerer kriegerischer Auseinandersetzungen. Komplettiert wird die wechselvolle Geschichte durch die Legende des Heiligen Servulus, slowenisch Socerb, der sich hier im dritten Jahrhundert in eine Höhle zurückzog und einsiedelte, bevor er in Triest den Häschern des Kaisers zum Opfer fiel.


An diesen historischen Ort zog sich
Milan Graj zurück und machte aus der mittelalterlichen Burg
Socerb an der slowenisch italienischen Grenze ein Feinschmeckerrestaurant. In
Jovanka Blazevic hat er eine Küchenchefin gefunden, die mit Charme und Stilsicherheit ihr Meisterhandwerk ausführt und
Viktor ist der personifizierte Maitre d`. In den Mauern von
Grad Socerb war schon viel Prominenz zu Gast, davon zeugen die unzähligen Fotos, mit denen Milan die Burgmauern ziert.
Jovankas Fischmenü

Materia prima ist zwar ein philosophischer Begriff von Aristoteles. Italiener verwenden ihn jedoch in einer naturphilosophischen Weise und messen der Qualität des ersten Substrats aller Naturkörper größte Bedeutung zu. Laienhaft könnte man auch sagen, dass frischer


Fisch am besten schmeckt. An der Transformation vom toten Tier zum kulinarischen Meisterwerk sollten allerdings nur Profis wie Jovanka mitwirken und sie startete mit einem
Branzino- und Thunfischtartar, einem
Carpaccio dazu Polenta mit Pecorino. Überzogen mit Olivenöl von Sancin. Das Lemoncelo passte grandios zum Carpaccio. Klingt simpl, schmeckte bestens.


Danach servierte uns Viktor eine
Gemüsecremesuppe mit Gamberetti und darüber gab es reichlich von der
istrianischen Trüffel. Fein abgestimmte Kombination, aus der natürlich die Trüffel besonders hervorsticht. Dem folgte, als kleines Zwischendurch,
Shrimps mit Lardo umwickelt auf crossem Ruccola.


Die Tiere wurden nur kurz angebraten und der sie umgebende Lardo damit zum Schmelzen gebracht. Mit einem Glas Sivi Pinot aus der Lendava-Region, Milans Heimat, eine Köstlichkeit. In dieser Güteklasse weilte auch die kurz angebratene
Capesante, auf deren Haupt ebenfalls weiße Trüffel fielen und eine geschmackliche Liason einging, die vortrefflich war.


Der folgende
Crudo-Teller mit Scampi, Capesante und Canestrelli darüber Lemoncelo und feinste Salzblüte aus Piran war der beste Beweis, dass Milan und Jovanka ihre Meeresfrüchte von den besten Lieferanten beziehen.


Super frische Ware und wahnsinnig gut. Dazu einen Malvazija von Pucer, der auch noch die anschließenden
Ricottagnocchetti und
Ravioli mit Scampi begleitete, die genau so köstlich und raffiniert schmeckten wie alles bisherige aus Jovankas Küche.
Das
Restaurant Grad Socerb wird aufgrund der tollen Aussicht auf die Triestiner Bucht gelegentlich als Ausflugslokal abgetan, die man aber bei Essen dieser bemerkenswerten Qualität nach dem ersten Gang nicht mehr wahrnimmt. Für ein fünfgängiges Fischmenü sind je nach Tagesangebot an Fisch ungefähr € 55,-- zu budgetieren.
Ein Lokaltipp von
Gustav Schatzmayr.
Lesen Sie auch:
zurück