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Heute ist Mittwoch, der 03.12.2008

Kleine Tarockecke zum Großtarock Modern Wiener Art (15)

Tipps zum Großtarock Modern Wiener Art von Kurt Doleysch.

GrosstarockbuchTipp der Woche: Grosstarock
Man ist nicht oft in die Lage gekommen, Hohes Spiel zu melden, nachdem ein Nullvalat im ersten Nachschauen droht. Zuerst einmal ist das Melden von Hohem Spiel noch keine Ansage und bedeutet nur, dass man den Nullvalat abgelöst hat. Natürlich ist die Mindestansage der Kramerboy‚ weil die Ansage dem Nullvalat zumindest gleichwertig sein muss. Jedoch ist auch Pansier und Valat möglich, dazu noch die Vogerln (Pelikan, Uhu, Spatz) und die Prämien Trull und 4 König‚.
Jetzt kommt‚s. Wo ist der Unterschied zwischen einer Ansage Kramerboy, nach der Erstlizitation und dem Kramerboy im Hohen Spiel. Der Unterschied liegt im Talon, denn nach der Erstlizitation ist zu erwarten, dass nur nicht zählende Karten abgelegt wurden. Anders nach dem Nachschauen zum Nullvalat, da werden meist hochwertige Karten abgelegt. Deshalb wird im ersten Fall der Talon den Gegenspielern zugezählt, im zweiten Fall nicht. Da müssen die Gegenspieler die Punkte aus den Stichen ohne Talon machen. Die Entscheidung für Hohes Spiel ist die gleiche. Was gebe ich an Stichen ab. Habe ich den Pagat? Vermute ich, dass der Nullvalat-Nachschauer den Gstiess abgelegt hat? Liegen hochwertige Karten im abgelegten Talon? Eines ist sicher, ohne hohes Trullstück und ohne Könige wird es wohl nichts werden. Der Grundsatz der für Kramerboy und Pansier allgemein gilt, man zählt die Punkte, die man abgibt und nicht die, die man macht, gilt auch für Hohes Spiel. Mit hohen Tarock beginnen, nicht mit Farbe und schon gar nicht mit einem König. Zu bedenken ist, dass der Nullvalatspieler sehr bald zum Schmieren kommt, und er auch noch hochwertige Karten im Blatt hat.
 
Tipp der Woche: XXer Rufen
Wenn der Rufer, aus welchem Grund immer, die Erkennung verlangt, dann muss man ihm auch die Kraft zeigen. Mit der gerufenen Karte in den Stich gekommen, und dann den IIIIer nachspielen, obwohl man den Sküs oder XIX oder XVIII im Blatt hat bei nur vier Tarock womöglich, da fangen die Hühner zu lachen an. Der Rufer verlangt nicht nur die Erkennung, er verlangt auch das Zeigen der Kraft, um sein Spiel aufbauen zu können. Wenn der Rufer neutral ausspielt, ohne höhere Ansage, zum Beispiel mit einer Reizfarbe, von der er zumindest drei Karten im Blatt hat, dann ist das Spiel offen.

Spieltage jeden Dienstag und Donnerstag von 10:00 bis 17:00 Uhr im Café Schopenhauer, Staudgasse 1, 1180 Wien.

Information im Café zu den Spieltagen oder
Kurs- und Turnierbetreuer Kurt Doleysch
Telefon +43-(0)1-334 90 67, e-mail ku-do@aon.at
Hans Kunz
Telefon +43-(0)1-796 42 02 oder 0650/3111498

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