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Heute ist Mittwoch, der 03.12.2008

Kleine Tarockecke zum Großtarock Modern Wiener Art (42)

Tipps zum Großtarock Modern Wiener Art von Kurt Doleysch.

Grosstarockbuch / Zum Vergrößern auf das Bild klickenTipp der Woche: Grosstarock
Die Spielanlage. Die meisten Spieler gewöhnen sich eine Spielanlage an, die sie immer wieder anwenden. Egal wie das Blatt aussieht, es wird nach Schema F (oder H oder B oder noch anders?) gespielt.

Da spielt Frau H. als Alleinspieler immer zuerst ihre Könige ab, egal ob sie dabei den einen oder anderen verliert. Als 1. Gegenspieler sticht sie immer die vom Alleinspieler ausgespielte Tarock und treibt den 2. Gegenspieler zur Verzweiflung.
Frau L. als Alleinspieler fängt bei angesagtem Pagat fast immer mit einer Farbe an, obwohl diese meist nicht lang ist. Wenn diese Farbe lang ist, treibt sie einen Gegenspieler zum hin und her anschiessen. Als Gegenspieler gibt sie gern einen Kontra aufs Schmieren. Siehe dazu Tipp Nr. 27.
Herr S. macht gern Ansagen, die er nie gewinnen kann. Er ist ein sogenannter Tester, der wissen will, ob es nicht doch geht. Er sieht sich bestätigt, wenn einmal die Verteilung für ihn ist und alles gelingt, was normalerweise schief geht.
Selten ein Spieler, der seine Spielweise dem jeweiligen Blatt anpasst und auch dann variiert, wenn vielleicht durch Lizitation oder unterlassene Spielansage zu erkennen ist, dass eine Ausnahme spielbar ist. Zum Beispiel ist bei angesagtem Pagat abzuwägen, ob man selber oder der Partner die Chance hat, den Pagat zu verhindern und lässt man das angesagte Spiel verloren gehen, oder umgekehrt. Diese Überlegung bedingt eine andere Spielweise mit Einbeziehung des Partners in selbige. Sitzt Frau H. als Partnerin vor einem selbst, weiss man, die sticht alles, solange sie kann und man kommt selbst zu keinem Spielaufbau, obwohl man eigentlich der Spielführer der Partner wäre. Ausser man übersticht sie mit Gewalt, was natürlich Kraft kostet, die letztendlich fehlt.

Schon nach der Lizitation kann eine Überlegung zum Spielaufbau gemacht werden. Haben alle drei Spieler lizitiert, sind entweder die Karten fast gleich verteilt oder der Spieler, der bei Sechserdreier ausgestiegen ist, hat zum Nullvalat lizitiert, weil ihm kleine Tarock fehlen. Wie hoch wurde lizitiert? War der Sechserzweier nur ein Treiber oder ist hartnäckig bis zum Dreierdreier oder noch höher lizitiert worden? Egal, eines ist sicher, eine starre Spielanlage, ganz gleich mit wem man spielt und was gespielt wird, ist nicht nur durchschaubar, sondern auch wenig erfolgreich.
 
Tipp der Woche: XXer Rufen
Die Spielanlage. Gerade bei diesem Spiel ist es so, dass meist dieselben vier Spieler zusammen kommen, die sich dann auch noch in die selbe Reihenfolge setzen. Jeder weiss von jedem die Gewohnheiten. Es ist das Variieren des Spielaufbaues zwar nicht so wichtig wie beim Grosstarock, allerdings geht es fast immer um wenige Punkte zum Spielgewinn. Da einen König für den Partner aufheben als ihn an die Gegner zu verlieren, kann entscheidend sein. Gemeint ist, der Partner hat die Farbe gespielt, der König ist besetzt, wahrscheinlich wird er mit Tarock gestochen, also den König nicht nehmen. Bei Gelegenheit den König dann dem Partner schmieren.

VIENNA OPEN - Kristall Cup Turnier beginnt am 04. Oktober 2007 im Café Schopenhauer
Zuschauer und Interessenten sind als Gäste herzlich willkommen. Information ab September jeden Dienstag und Donnerstag
 
Spieltage jeden Dienstag und Donnerstag von 10.00 bis 17.00 Uhr im Café Schopenhauer, 1180 Wien Staudgasse 1.

Information im Café Schopenhauer zu den Spieltagen oder bei
Kurs- und Turnierbetreuer Kurt Doleysch - Telefon: +43-1-334 90 67 oder eMail: ku-do@aon.at
 

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