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Diagnose Kreuzbandriss

Verletzung des Kreuzbandes.
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Diagnose Kreuzbandriss


© Dr. Arthur Schultz / Gerissenes vorderes Kreuzband

Der menschliche Körper verfügt über zahlreiche Bänder, die unter Anderem der Sicherung stark belasteter Gelenke dienen. Eines davon ist das Kniegelenk, ein außerordentlich komplexes Konstrukt, zu dessen Bandapparat die Kreuzbänder gehören (Kreuzbänder sind straffe Bandstrukturen innerhalb des Kniegelenks, Anmerkung). Unsere Knie beherbergen jeweils zwei dieser Bänder, ein vorderes und ein hinteres. Diese stabilisieren das Kniegelenk und bewirken eine Rollgleitbewegung. Reißt eines davon, spricht der Mediziner von einer Kreuzbandruptur, auch Kreuzbandriss genannt. Bei diesem handelt es sich um eine Verletzung, die in den Medien regelmäßig thematisiert wird, weil sie oftmals Skisportler oder Fußballer betrifft. Sie wird in nur 20 Prozent aller Fälle nicht durch Sport verursacht und gilt als häufigste Bandverletzung im Körper.
 

Auslöser und Verletzung


Eine Ruptur des vorderen Kreuzbandes, zu der es in Österreich ca. 8000 Mal pro Jahr kommt, wird durch einen ganz bestimmten Bewegungsablauf verursacht.

© 1. Wiener Nervenschmerzzentrum / Dr. Arthur Schultz / Zum Vergrößern auf das Bild klicken„Eine extreme Überstreckung im Kniegelenk oder die Außenrotation des Unterschenkels in Verbindung mit einer X-Bein-Stellung können zu einer Kreuzbandruptur führen. Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich in den meisten Fällen um eine unglückliche Bewegung oder Drehbewegung, durch die das vordere Kreuzband reißen kann“, erklärt der Sporttraumatologe und Unfallchirurg Dr. Arthur Schultz, der die Knieambulanz im Wiener Lorenz Böhler Unfallkrankenhaus leitet und im ersten Wiener Gemeindebezirk privatärztlich tätig ist. Das vordere Kreuzband verbindet im Kniegelenk den Oberschenkelknochen (Femur) mit dem Schienbein (Tibia), weshalb sich nach einem Abriss das Schienbein gegenüber dem Oberschenkel nach vorne verschieben lässt (vorderes Schubladenzeichen, Anmerkung), wenn sich das Knie in Beugestellung befindet.

© Dr. Arthur Schultz / Arthroskopisches Bild eines gerissenen vorderen Kreuzbands / Zum Vergrößern auf das Bild klickenLaut Dr. Schultz tritt ein Kreuzbandriss eher selten isoliert auf: „Häufig kommt es auch zum Riss des inneren Seitenbandes oder zu Begleitverletzungen der Menisken. Bei 80% der Betroffenen treten Knochenmarksödeme auf. Hierbei handelt es sich um eine Ansammlung von Flüssigkeit im Knochen, die bei manchen Patienten sehr massiv ist und im Laufe der Zeit vom Körper ausgeschwemmt wird. Ob sich das in weiterer Folge negativ auf das Kniegelenk auswirkt, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen.“

© mza - Medizinzentrum Alserstraße / Dr. Martin Gruber / Zum Vergrößern auf das Bild klickenSteht die Diagnose fest, sollte man genau abwägen, wie weiter vorzugehen ist. „Wichtig ist die Entscheidung, ob eine Kreuzbandruptur operiert wird und wenn ja, mit welcher Methode. Diese kann heute nur mehr patientenindividuell und anspruchorientiert gefällt werden.“, ist sich der Orthopäde und orthopädische Chirurg, ÖSV-Team-Arzt und Leiter des MZA Wien, Dr. Martin Gruber, sicher. „Die Möglichkeiten der Transplantatwahl, Fixierungsmethode, OP-Methode und insbesondere die Nachbehandlung sind maßgeschneiderte Konzepte. Wichtig ist ein erfahrener Chirurg in guter Kommunikation mit den nachbehandelnden Therapeuten, nur durch einen ständigen Dialog kann der Patient optimal therapiert werden.“ Sein Zentrum praktiziert nach dem Credo „Leben ist Bewegung“ und vereint die Maßnahmen Prävention, Diagnose, Therapie und Rehabilitation unter einem Dach.

Nähere Informationen:
www.mza.at
www.mza.at/Martin_Gruber.html
medspa.cc/startseite/team/dr-med-univ-arthur-schultz

Ein Gesundheitsbeitrag von Mag. Sonja Streit.

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