Giulio und Valentinas neue Trattoria.
Trattoria Nero di Seppia Via Luigi Cadorna 23
I-34123 Trieste
Telefon: +39-040-301 377, +39-339-153 9039
Mittags und Abends geöffnet, Sonntag und Montag Ruhetage.
Anreise:
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Ritrovo wurde NeroMit ihrer neuen Trattoria
Nero di Seppia rückten Giulio Cusma und seine Frau Valentina etwas näher an die Piazza Unità, dem Prunkstück von Triest, heran. Die zwei erfahrenen Wirtsleute haben bei der Neugestaltung des Lokals in unzähligen Nachtschichten selbst Hand an gelegt, um ihr neues Reich ganz nach ihren Vorstellungen gestalten zu können. Das investierte Herzblut


manifestiert sich letztendlich im Geist des Lokals, der einem sofort heimisch fühlen lässt. Dafür sorgen die warmen, erdigen Töne, die den kühlen Fischen und Meeresfrüchten, die hier vornehmlich am Teller landen, die Spitze nehmen. Gepaart mit der Freundlichkeit und Professionalität des gesamten Teams.


Die Bar im
Nero di Seppia, ein Stapel von leeren Wein- und Schaumweinkisten der besten Güteklasse, bewacht den Eingang zu Giulios Küchenreich. Seine langjährige Erfahrung und Beschränkung auf Fischspezialitäten führt ihn letztendlich an die Spitze der einschlägigen Restaurants in Triest. Tagsüber tummeln sich hier die Geschäftsleute der City mit beschränktem Zeitbudget zum edlen Businesslunch. Beim Ertönen Giulios Befehl "Via!" wissen Valentina und ihre Helfer, dass es möglicherweise auf die Sekunde ankommt, wie das jeweilige Gericht beim Gast ankommt und sputen sich bei der Zustellung an die Tische. Im Zwischengeschoß fanden ebenfalls noch ein paar Tische und vor allem der kleine Shop Platz. Als Teil der Lizenz dieses Lokals entwickelt sich der Handel mit Spezialitäten - von Wein bis Olivenöl - zu einem weiteren kleinen aber feinen Standbein von Giulio und Valentina in der Trattoria
Nero di Seppia.
Nero di Seppia Menü

Effekthascherei ist nicht Giulios Herangehensweise beim Kochen. Die Gerichte sind meistens eine Kombination weniger Bestandteile, die nebeneinander Bestand haben. Die Frische der Zutaten steht im Mittelpunkt und das ist in der Fischküche wohl das Um und Auf oder A und O. Dies wurde gleich zu Beginn des Menüs bei den
Canoce unter Beweis gestellt, zeichnen sich die Heuschreckenkrebse doch durch ihre besondere Zartheit und Wohlgeschmack aus. Salz, Pfeffer und feinstes Olivenöl und stopp. Dazu gab es einen hervorragenden Tocai aus Slowenien:

Gredic 2009 von Movia. Dieser passte auch gut zu den folgenden
Bigoli con i Sardoni salati. Kräftige Nudel mit einer perfekt gewürzten Sauce, die neben den Geschmack gebenden Acciughe noch Melanzani und Tomaten enthielt. Obenauf ein Löffel frischer Ricotta. Ein schönes Geschmacksspiel bei farbenfrohem Aussehen.


Ob sich ein Stockfisch im nördlichen Eismeer je vorstellen kann, dass er nach der Zeit der Trockenheit auf einem Holzgestell auf den Lofoten als flaumiger
Baccalà mantecato am Teller in Triest landen wird? Wohl nicht, dennoch ist es höchst bemerkenswert, was Giulio aus dem vertrocknetem Fischteil machte. In Norwegen wäre ihm die Berufung in den Adelsstand sicher und das


Gericht würde Baccalà Royal heißen. Dazu gab es leicht angebratene Polentascheiben. Mit einem
Tortino di ricotta (klick hier zum Rezept
Tortino di Ricotta) mit Vanilleeis und Himbeersauce bogen wir in die Zielgerade des Menüs im
Nero di Seppia ein und das bedeutete nochmals Vollgas. Ein einfaches Rezept aus Giulios Fundus, das seine Wirkung nicht verfehlt.
Ein viergängiges Menü in der
Trattoria Nero di Seppia kommt auf rund € 40,-- bis € 45,--, ein mehr als respektables Preis-/Leistungsverhältnis.
Ein Lokaltipp von
Gustav Schatzmayr.
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