Im Jänner 2008 wurde im Museum der Bildenden Künste in Budapest eine umfassende Ausstellung über die Renaissance in Florenz eröffnet.
Der rote Faden, der sich durch die Ausstellung zieht, ist die Beziehung der Medici und der Stadt Florenz. Gemälde (Fra Angelico, Andrea del Castagno, Fillippo Lippi, Filippino Lippi, Sandro Botticelli, Andrea Mantegna, Agnolo Bronzino, Giorgio Vasari), Grafiken (unter anderen Leonardo da Vinci, Michelangelo), Statuen und Reliefs (Ghiberti, Donatello, Luca della Robbia, Benvenuto Cellini) sind auf dieser Ausstellung zu bewundern.
Herausragende Werke veranschaulichen außerdem das Leben der Familie Medici: Porträts von Familienmitgliedern, Gemälde über das damalige Alltagsleben von Florenz, mit Miniaturen verzierte Kodizes, Renaissancemodelle von Florentiner Gebäuden, Seidenstoffe, gemusterter Samt, Gobelins, zeitgenössische Trachten, Rüstungen, Meisterstücke des Möbelbaus, des Goldschmiede-, Keramik und Glasbläserhandwerks, Intarsien aus Halbedelsteinen, Objekte der höfischen Kultur, botanische Abbildungen und Kunstobjekte, die sich die Medici von jenseits der Alpen, gar aus Afrika oder Asien bringen ließen.
Die Grundlagen des Ausstellungskonzepts ergeben sich aus dem Unterschied der Rolle, die die Familie Medici in den zwei Jahrhunderten, im Quattrocento und im Cinquecento, innehatte. Diese zwei Jahrhunderte werden symmetrisch, in zwei großen Teilen präsentiert. Der Teil, der sich mit dem Quattrocento befasst, gibt Einblick in die Unternehmungen der Händler- und Bankiersfamilie, beschäftigt sich mit dem wirtschaftlichen Aufstieg der Familie. Der bedeutendste Vertreter dieser Zeit ist il Magnifico (der Herrliche), Lorenzo, unter dessen Familienführung Florenz zur italienischen Hauptstadt der Kunst und Kultur und zum stabilen politischen Faktor auf der Halbinsel wurde.
Der zweite Teil, der dem Cinquecento geweiht ist, beschäftigt sich zuallererst mit den Päpsten (Leo X., Clemens VII.), die aus der Medici-Dynastie stammten und ihr Ansehen noch weiter verstärkten, weiters mit Herrschern (Katharina Medici, Maria Medici).
Die Objekte können bis 18. Mai 2008 im Museum der Schönen Künste (= Bildende Künste) in Budapest besichtigt werden.
Preis der Eintrittskarten: 3200 Forint (etwa Euro13,-), im Vorverkauf: 2800 Forint (Euro11,-); die Karten können im Internet (www.mediciek.hu und www.jegymester.hu), sowie im Museum erworben werden.
Museum der Bildenden Künste
Szépmüveszeti Múzeum
H-1140 Budapest, Hösök tere
Telefon: +36-1/469 71 00
www.szepmuveszeti.hu
Öffnungzeiten: Di - So 10:00 bis 17.30 Uhr, Mo geschlossen
Ein Kulturtipp von Edith Spitzer.
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Museum der schönen Künste in Budapest: Die Glanzzeit der Medici
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