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Korrektur abstehender Ohren

"Segelohren" sollten schon in frühen Jahren korrigiert werden.
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Korrektur abstehender Ohren

Wer von abstehenden Ohren betroffen ist, wird nicht selten Ziel verletzender Bemerkungen und boshafter Hänseleien. Deshalb empfiehlt es sich, diese anatomische Besonderheit so früh wie möglich korrigieren zu lassen.

© Moser-Milani Medical Spa / Dr. Veith Moser / Zum Vergrößern auf das Bild klickenKaum ein „Makel“ ist so offensichtlich wie abstehende Ohren, umgangssprachlich Segelohren genannt. Wenngleich sie sich zwar mit Hilfe langer Haare oder Kopfbedeckungen kaschieren ließen, stellen sie vor allem für Kinder ein Problem dar, das im Laufe der Zeit Krankheitswert erlangen kann. „Wenn eine Ohrmuschel mehr als 30 Grad vom Kopf absteht, sprechen wir vom abstehenden Ohr.“, erläutert der Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie und Mitbegründer des Moser Milani Medical Spa in Wien, Dr. Veith Moser. „Das kann beide Ohren betreffen und ist in diesen Fällen genetisch bedingt oder ein Ohr, wenn das Neugeborene zum Beispiel in der Gebärmutter ungünstig gelegen hat.“

Verschiedene Ursachen

Entspricht die Ohrform nicht einer ästhetisch ansprechenden, hat das zwar keinerlei Auswirkungen auf das Hörvermögen, kann aber die Psyche belasten. Unsere Ohren erreichen mit dem 3. Lebensjahr 85% ihrer Endgröße, zwischen fünf und sechs Jahren ist die definitive Endgröße erreicht – lediglich die Länge kann noch zunehmen. Gerade im Kindesalter sind Segelohren deshalb besonders hervorstechend. Veith Moser erläutert: „Ob Kind oder Erwachsener – zunächst einmal müssen wir herausfinden, warum die Ohren abstehen. Entweder ist die Ohrmuschel zu weit bzw. es besteht ein Knorpelüberschuss oder die Ohrfalte (Anthelixfalte, Anmerkung) nicht ausreichend angelegt. Beide Besonderheiten lassen sich ab einem bestimmten Zeitpunkt nur chirurgisch beheben.“ Frühzeitig erkannt, könne man bei Säuglingen mittels Schienen versuchen, die Entwicklung der Ohrmuscheln zu beeinflussen. Nicht jeder Mensch leidet unter seinen abstehenden Ohren, allerdings können sie Komplexe bedingen.

Chirurgische Lösung

Um Kindern aufgrund ihrer Segelohren Hänseleien zu ersparen, sollten sie vor ihrer Einschulung chirurgisch mittels Ohranlegeplastik von diesen befreit werden. „Vor Schuleintritt, also zwischen dem vierten und sechsten Lebensjahr, ist der ideale Zeitpunkt.“, weiß Dr. Moser. „Natürlich kann die Operation auch später erfolgen. Obwohl es sich streng genommen um eine Schönheitsoperation handelt, wird sie von der Krankenkasse übernommen, um den Betroffenen psychische Probleme zu ersparen, die oftmals durch das Umfeld bzw. Reaktionen anderer ausgelöst werden.“
Je nach Alter des Patienten wird der Eingriff in Vollnarkose oder in Lokalanästhesie (bei Bedarf in Kombination mit Dämmerschlaf) durchgeführt. „Wir korrigieren abhängig vom Befund entweder die Knorpelform, indem wir überschüssigen Knorpel entfernen (Koncharesektion, Anmerkung), damit sich das Ohr nach hinten anlegen lässt, oder bilden eine neue Ohrfalte.“, erklärt Veith Moser die Vorgehensweise. „Geschnitten wird hinter dem Ohr, der Eingriff ist relativ unkompliziert und zieht das einwöchige Tragen eines Kopfverbandes sowie das anschließende vierwöchige Tragen eines Stirnbandes nach sich. Die Nähte werden nach zehn bis 14 Tagen entfernt.“ Wie jeder chirurgische Eingriff birgt auch dieser Risiken, weshalb Taubheitsgefühle im Narbenbereich, Blutergüsse und Schwellungen auftreten können, nach einiger Zeit aber wieder verschwinden.

In Österreich hat der Gesetzgeber klar geregelt, ab welchem Alter sich Menschen einer Schönheitsoperation unterziehen dürfen. Die Ohranlegeplastik stellt eine Ausnahme dar, um betroffenen Kindern psychisches Leid zu ersparen. Für Eltern von Kindern mit abstehenden Ohren empfiehlt sich deshalb, frühzeitig entsprechende Experten zu Rate zu ziehen, um im Bedarfsfall reagieren zu können. Hat ein Kind kein Problem mit seinen Segelohren und wird in seiner Entwicklung nicht beeinträchtigt, besteht keinerlei Veranlassung, sie chirurgisch korrigieren zu lassen.

Nähere Informationen:
www.medspa.cc

Ein Gesundheitsbeitrag von Mag. Sonja Streit.

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