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Heute ist Mittwoch, der 23.05.2012
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Kammerspiele, Wien: Im Weißen Rössl

Witzig und spritzig führt das Ensemble durch den Abend.
Eine Persiflage auf die wohl bekannteste Ralph Benatzky-Operette "Im Weißen Rössl" mit prominenter Besetzung. Regisseur Werner Sobotka lässt wirklich keine so klischeehafte Pointe aus, um die Inszinierung zu einem echt unterhaltsamen Abend zu machen. Und das ist er, nicht nur dank der bekannten Ohrwürmer wie "Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist", "Ober zahlen", u.s.w.

Witzig und frech bringen die Darsteller die Produktion auf die Bühne - überzeichnet und schrill die Kostüme von Elisabeth Gressel, originell das Bühnenbild von Hans Kudlich.

Viktor Gernot spielt den Zahlkellner Leopold Brandmeyer - Ähnlichkeiten mit Peter Alexander, den wohl bekanntesten Leopold der österreichischen Filmgeschichte, sind gewollt und nicht zufällig. Die Besetzung Eva Maria Marold`s als Josepha Vogelhuber - eine Rössl-Wirtin, wie sie im Buche steht - bringt einmal mehr ihre komische Seite zum Vorschein.

Toni Slama
als Trikotagenfabrikant Wilhelm Giesecke spielt die "Berliner Schnautze" einfach grandios. Caroline Vasicek kann als Ottilie Giesecke ihre schauspielerischen und tänzerischen Qualitäten zum Ausdruck bringen. Boris Eder ist ein etwas zurückhaltender Rechtsanwalt Dr. Otto Siedler. Ruth Brauer-Kvam ist das lispelnde Klärchen Hinzelmann schlechthin. Kurt Sobotka spielt den menschlichsten Kaiser, den es je gab.

Das Ensemble ist überaus spielfreudig und bringt den Spaß, den sie an dem Stück "Im Weißen Rössl" hat, ins Publikum.

Kammerspiele
A-1010 Wien, Rotenturmstraße 20
Telefon: +43-1-42 700-410
www.josefstadt.org

Ein Kultur- und Theatertipp von Edith Spitzer.

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