Top Adriafischküche mit Fantasie und istrischer Seele.
Gostilna - Trattoria
Za Gradom Rodica SLO-6000 Koper, Slowenien
Darko & Sonja Die Trattoria Gostilna
Za Gradom Rodica (
klick zum TV-Web-Video) ist nicht einfach zu finden, doch vor mehr als dreißig Jahren, als sie von Darkos Vater Ivan eröffnet wurde, waren die Voraussetzungen gänzlich andere. Heute ist man froh, dass das Lokal nicht an einer Hauptstraße steht. Für den wahren Genießer, der hinter
Darko und Sonja Rodicas Kreationen her ist, sind solche kleinen Hindernisse eine Lappalie. Einmal dort gewesen, vergisst man weder die Zufahrt noch die außergewöhnlichen Gerichte im
Za Gradom Rodica.


Darkos Tagewerk beginnt in den frühen Morgenstunden, da klappert er die Märkte von Koper bis Piran ab, kauft nach Lust und Liebe ein und bringt es nach Hause zu seiner Frau Sonja, die dann im blinden Einverständnis mit ihm die tägliche Speisekarte für das
Za Gradom kreiert. Es kann auch vorkommen, dass er noch früher von einem seiner Fischlieferanten geweckt wird. Kurz nach dem Einziehen der Netze und Identifikation der Beute rufen sie Darko an, um ihn die noch lebendige Ware anzubieten. Unabhängig davon, bezieht er Fisch und Meeresfrüchte täglich aus Dalmatien.


Darko führt das
Za Gradom seit mehr als zwanzig Jahren und blieb seinem Credo, ausschließlich beste Qualität zu bringen, stets treu. Dies wissen auch viele seiner bekannten Gäste sehr zu schätzen. Besonders stolz ist er auf den Besuch von Jethro Tull, seiner Lieblingsband, im
Za Gradom, die im Anschluss an ein Konzert bei ihm eine kulinarische Zugabe genossen.
Das Menü 

Von der großen Zahl an Vorspeisen, die eine Gaumenfreude waren, seien der
Oktopussalat mit Heidel- und Erdbeeren, das bemerkenswerte
Seabasscarpaccio mit Sommertrüffeln und die
Triglia, ein lokaler Fisch mit süßen Zwiebeln, Rosinen und Pinienkernen, angeführt. So unterschiedlich die Speisen auch sind, so vortrefflich gelang die Kombination der unterschiedlichen Geschmäcker. Den Fantasien der Köchin folgt man gerne und blind.


Das mit Salz und Zucker marinierte
Thunfischcarpaccio auf einer Marmelade aus grünen Tomaten und einem Hauch geräuchertem Käse aus Kobarid ließ uns vor Freude und Andacht kurz die Augen schließen und des dalmatinischen Tunas gedenken, der sich post mortem glücklich schätzen kann, von Sonja behandelt worden zu sein. Solch Einbalsamierung wurde früher nur ägyptischen Pharaonen zuteil.


Als Primo gab es
Ravioli mit Flusskrebsfülle und Wildspargel. Die hausgemachten Ravioli umgab eine perfekt gewürzte Sauce. Dazu passte der salzig schmeckende Wildspargel aus der Saline von Portoroz vortrefflich. Nur Eingeweihte wissen ob dieser Spezialität zwischen den Salzbecken, obwohl es in früheren Zeiten die gängige Beilage oder Hauptspeise der Salinenarbeiter während der Erntezeit war.


Auch beim Fisch, einer schmackhaften und zartfleischigen
Goldbrasse, spielten die Salinen eine große Rolle. Er wurde
in kostbare Salzblüte gehüllt und gegrillt und nicht - wie normalerweise - gebraten. Die edle Ummantelung machte es möglich. Salzblüte und Goldbrasse gingen eine geschmackliche Verschmelzung ein, die ihresgleichen sucht und aus einer Standardzubereitung eine Kapriole werden ließ, die begeisterte.
Wein und Dessert 
Darko Rodicas Weinkeller ist mit slowenischen Weinen sehr gut bestückt, und sie erfreuten uns während des ganzen Menüs bis hin zum Dessert. Sonja bereitet täglich zehn unterschiedliche Dessertvarianten zu. Die
Zitronencreme, ein flaumiges Wunder und der
gekochte Kirschstrudel ließen Begehrlichkeiten nach den acht weiteren Kreationen des Tages aufkommen.
Ein Lokaltipp von
Gustav Schatzmayr.
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