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Glasmuseum Lauscha, Thüringen: Ausstellung Gläserne Geschöpfe des Meeres

Eine sehr interessante Ausstellung zum Thema Geschöpfe des Meeres ist derzeit im Glasmuseum in Lauscha zu sehen.

Glasmuseum Lauscha, Thüringen: Foto-Ausstellung Gläserne Geschöpfe des Meeres

Wer die Glasmodelle der Seeanemonen, Quallen, Seeschnecken und kleinster Meerestiere, aber auch diejenigen von zierlichen Blumen in den Sammlungen vom Stift Kremsmünster, Oberösterreich, und im Naturhistorischen Museum Wien kennt, staunt über die Kunstfertigkeit des Glasbläsers, solche fehlerfreien, naturgetreuen Gebilde anzufertigen. Nicht nur die Größenverhältnisse, auch die Farben sind genau nach den Naturvorlagen abgestimmt.

Leopold Blaschka wurde 1822 in Aicha in Nordböhmen geboren und absolvierte die Ausbildung zum Goldschmied und Glasbläser nach alter böhmischer Tradition. In beiden Sparten war er erfolgreich und produzierte auch Glasaugen. Auf einer Reise aus gesundheitlichen Gründen nach Amerika im Jahr 1853 konnte er während der Schifffahrt die Meeresfauna studieren und – offenbar fasziniert von deren Vielfalt und Zartheit vor allem der Quallen – begann er einige Jahre danach mit der Anfertigung von zierlichen Tiermodellen aus Glas. Sie galten bald als Wunderwerke menschlicher Nachahmungskunst.

Sein Sohn, Rudolf Blaschka (1857-1939) übernahm überaus erfolgreich die Kunstfertigkeit und auch die Werkstatt, danach gab es aber keinen Nachfolger.

Die Tierfotografen Heidi und Hans-Jürgen Koch haben die gläsernen Modelle in Sammlungen in Berlin, Wien und Utrecht aufgenommen – eine einzigartige Gelegenheit, sich in Lauscha an Hand von Fotos an den zerbrechlichen Schönheiten zu freuen.

Die Foto-Ausstellung „Gläserne Geschöpfe des Meeres“ ist bis 17. Jänner 2010, Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 17:00 Uhr, geöffnet.

Museum für Glaskunst Lauscha

D-98724 Lauscha, Oberlandstrasse 10
Telefon: +49-36702-20724
www.glasmuseum.lauscha.de

Orignale sind auch im Naturhistorischen Museum in Wien und im Museum in Kremsmünster (Voranmeldung erforderlich) zu sehen.

Ein Kulturtipp der 55PLUS-Kunstexpertin Helga Högl.

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