Die in einem neuen Gesetz verankerte Pflicht des Bankberaters, das Kundengespräch genau zu dokumentieren, werde dazu führen, dass sich Berater künftig gut überlegen, aus welchen Gründen sie was empfehlen. Das erklärte Verbraucherministerin Ilse Aigner in einem Interview mit der Zeitschrift Finanztest. Anlegern werde es danach viel leichter fallen, eine Falschberatung zu beweisen. Trotzdem werde es weiter Falschberatungen geben, befürchtet Finanztest. „Teile der Kredit- und Finanzdienstleistungsbranche mauern, wenn es um bessere Beratungsstandards geht.“ Schließlich verdienten diese mit dem Verkauf riskanter Finanzprodukte besonders gut.
Für Anleger, die auf Nummer sichern gehen wollen, hat Finanztest einen Musterbrief entwickelt. Darin wird der Bankberater gebeten, die wichtigsten Fakten der Geldanlage schriftlich zu bestätigen. Im Streitfall haben es Anleger dann leichter, Beratungsfehler zu beweisen. Dazu gibt es Tipps, wie man einen unabhängigen Berater findet, der keine Provision von den Anbietern kassiert, dafür aber gegen Honorar individuell auf die Bedürfnisse des Anlegers eingeht.
Quelle: Finanzberatung - www.test.de
zurück


