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Carloforte und Isola di San Pietro bei Sardinien, Italien

Natur, Strand und Thunfisch genießen.
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© Petra Scherr; 2016 / Isola di San Pietro - Cala della Caletta / Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Isola di San Pietro - Eine Genussinsel für alle Sinne

Anreise:  Map Start Map Ende

© Petra Scherr; 2016 / Carloforte, Isola di San Pietro - Sardinien / Zum Vergrößern auf das Bild klickenCarloforte auf der Insel San Pietro bei Sardinien präsentiert sich als Hideaway für Genießer und Strandurlauber mit familiärem Flair. Mit ca. 50 km2 Fläche, südwestlich von Sardinien gelegen, ist sie die sechstgrößte Insel Italiens. Die gut 6.000 Einwohner leben im kleinstädtischen Ballungsraum von Carloforte. Natur, Meer und Kulinarik locken Gäste auf die beschauliche Insel San Pietro. Mit nur 350 Gästebetten in Hotels und Ferienhäusern schlägt man dem Massentourismus ein Schnippchen.

Infos & Buchungen: www.carlofortesolutions.it

Über Carloforte Solutions sind Hotels & Ferienhäuser, Autos & E-Bikes, Transfers, Inselerkundungen an Land, Segelwochen, Schnorcheln & Tauchen, Kajakfahrten und einfach alles buchbar. Perfekte Betreuung durch Lorenzo Brun.

Isola di San Pietro

© Petra Scherr; 2016 / Carloforte - La Punta / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDie Insel war schon in der Antike besiedelt. Phönizier und Römer bauten aus San Pietro Ocker ab. Legenden nach besuchte der Apostel Simon Petrus die Insel und wurde so zum Namensgeber der Insel. Jahrhunderte lang war San Pietro unbesiedelt, bis 1738 ein Teil der Tabarchini, aus dem tunesischen Tabarca, das Angebot von König Karl Emanuel III. von Savoyen annahmen und die Inseln erneut besiedelten. Die Tabarchini zogen einst aus dem Raum Genua nach Tabarca und dann weiter nach San Pietro. Ihr genueser Dialekt hat sich bis heute auf der Isola di San Pietro erhalten.

© Petra Scherr; 2016 / Carloforte - Tonnara / Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Carloforte und Thunfisch

© Petra Scherr; 2016 / Carloforte - Altstadt / Zum Vergrößern auf das Bild klickenBei einem Spaziergang durch das historische Zentrum Carlofortes spürt man deren besondere Ausstrahlung. Hektik und Lärm anderer Städte sucht man zum Glück vergebens. Alles bewegt sich etwas langsamer und familiärer. Jeder kennt jeden und als Gast, außerhalb der touristischen Hauptsaison (Juli, August) und dem Thunfischfest, Girotonno, wird man in kürzester Zeit Teil einer kleinen Gemeinschaft. Für einen Gruß, ein paar Worte und einen Café am Lungomare ist immer Zeit und dabei lassen sich die Fähren, die Gäste und Einheimische mit dem Festland verbinden, entspannt beobachten.

© Petra Scherr; 2016 / Carloforte - La Punta / Zum Vergrößern auf das Bild klickenJedes Jahr im Mai und Juni zieht der Blauflossenthunfisch - Tonno rosso - an der Insel San Pietro vorbei. Eine Jahrhunderte alte Fangmethode mit einem ausgeklügelten System an Netzen endet in der Mattanza, dem Schlachten der Thunfische. Die grausame aber nachhaltige Fangmethode beschert Genießern eine einzigartige Spezialität und lässt sie aus der ganzen Welt den Weg nach Carloforte finden. In den Restaurants werden Thunfischgerichte in allen Variationen angeboten und es dreht sich alles um den fantastisch schmeckenden Fisch.

Essen, Trinken und Genuss in Carloforte

© Petra Scherr; 2016 / Da Andrea in Carloforte - Tagliata di Tonno / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDer Thunfisch regiert traditionell die Speisekarten der Restaurants. Da Andrea, Al Tonno di Corsa und Da Nicolo bieten den königlichen Fisch abwechslungsreich köstlich an. Unverzeihlich, wenn man sich nicht die Zeit nimmt, in die Feinheiten der Fischküche Carlofortes einzutauchen, die natürlich auch anderen Bewohnern des Meeres gegenüber sehr aufgeschlossen ist. Da Vittorio begründete seinen Ruf mit schwarzer Tinte. Feine und defitge Küche haben in Carloforte ihren Platz, sehr zur Freude der Gäste, die sich genüsslich daran delektieren.

© Petra Scherr; 2016 / Antico Pastificio Luxoro - Antonio Fassio / Zum Vergrößern auf das Bild klickenFische und Meeresfrüchte sollten nicht nur im Wasser schwimmen, sondern auch im Wein. Findige Weinliebhaber gründeten im Jahr 2000 das Weingut Tanca Gioia. Unter der Marke U Tabarka werden vornehmlich autochtone Gewächse veredelt, die bestens mit den Fisch- und Fleischgerichten der Insel San Pietro harmonieren. Beim sorglosen Schlendern durch die Gassen Carlofortes stösst man auf manch kulinarisches Kleinod. In ihrer kleinen Manufaktur Antico Pastificio Luxoro produzieren Antonio und Matteo frische Cassuli, die bevorzugte Pastavariante auf San Pietro und Canestrelli, das beliebte Dessertgebäck. Beides sollte neben einer Weinprobe und exquisiten Thunfisch in Dosen in keinem Reisegepäck fehlen.

© Petra Scherr; 2016 / Carloforte - mit Rad am Strand / Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Die Insel entdecken

© Petra Scherr; 2016 / Carloforte - Nordic Walking / Zum Vergrößern auf das Bild klickenZu Fuß, auf 2 Rädern oder mit dem Auto ist die Frage. Wandern und Nordic Walking versprechen auf San Pietro ein intensives Naturerlebnis. Mediterrane Düfte begleiten die Wanderer auf all ihren Wegen. Mirto, Elicriso, wilder Rosmarin und all die anderen Kräuter tauchen die Insel in eine außergewöhnliche Duftwolke, die sich auf jedem Hügel und Strand und zu jeder Uhrzeit gänzlich anders präsentieren kann. Neben den Beinen sind Augen und Nase gefordert. Die geschützen Regionen im Westen der Insel von Cala Vinagra bis Cala Fico bieten eindrucksvolle Naturerlebnisse, die man erwandern muss. Dabei sollte man auch die Flugdarbietungen des Eleonorenfalken, der jedes Jahr den Weg von Madagaskar nach San Pietro zurücklegt, beobachten können.

© Petra Scherr; 2016 / Carloforte - Flamingo / Zum Vergrößern auf das Bild klickenMit Fahrrad, E-Bike und Motorroller geht's gemütlich zu den Stränden in der Nähe von Carloforte. Entlang der Saline und dem Salinen-Kanal fallen die Blicke auf die alten Anlagen der Salzgewinnung. Kleine Industriedenkmale vergangener Zeiten. Die Salinenbecken sind für Flamingos zu Fischgründen geworden. Von Radfahrern lassen sich die majestätischen Vögel nicht bei ihrer Nahrungssuche stören. Richtung Süden reihen sich die Strände wie Perlen an einer Kette. Von Spiaggia del Giunco über Spiaggia La Bobba bis zum Cala della Caletta im Westen, alles wahre Schmuckstücke, die Strandspaß abseits der Massen garantieren. Landschaft und Küstenformationen, wie im Golfo della Mezzaluna, zaubern mit Leichtigkeit ein Staunen ins Gesicht.

© Petra Scherr; 2016 / Cantina Tanca Gioia - U Tabarka / Zum Vergrößern auf das Bild klickenSan Pietro mit dem Auto zu erfahren ist nicht minder reizvoll. Die Überschaubarkeit der Insel macht es möglich, sie an einem Tag zu erkunden. Nach Norden geht's zu La Punta und Tonnare, dem Thunfischverarbeitungsbetrieb mit Blick auf die Route der Thunfische und den ausgelegten Netzen während der Fangzeit. Ganz unberührt und faszinierend zeigt sich Punta delle Oche. Eindrücke, die sich bei ein paar Gläser U Tabarka-Wein am Weingut Tanca Gioia noch vertiefen lassen. Zum Inselhüpfen ist ein Auto auch ganz hilfreich. Übersetzen mit der Fähre auf die Nachbarinsel macht Spaß und die Insel Sant'Antioco hat wie San Pietro wahre Schätze zu bieten.

© Petra Scherr; 2016 / Carloforte - Inselrundfahrt / Zum Vergrößern auf das Bild klicken

San Pietro und das Segelboot

© Petra Scherr; 2016 / Carloforte - Grotte della Mezzaluna / Zum Vergrößern auf das Bild klickenBesondere Blicke auf San Pietro erlebt man am Segelboot. Einmal die Insel umrunden, ein wunderbarer Tag auf See. Carloforte Sail Charter bietet diese Tour mit erfahrenen Skippern auf gepflegten Segelbooten in unterschiedlichen Größen an. Für wahre Seebären werden einwöchige Törns entlang der Küste Sardiniens organisiert. Der Start zur Tagestour erfolgt in Carloforte und es geht ab Richtung Norden, da geht es durch die Enge zwischen den Inseln San Pietro und der Insel Piana. Danach gelangt man schon in die Thunfischfanggründe. Aus sicherer Distanz sind die Netze der Tonnara zu beobachten. Es werden Vorbereitungen für die Mattanza getroffen.

© Petra Scherr; 2016 / Carloforte - Mezzaluna / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDanach geht's Richtung Westen entlang steiler Klippen, wildromantischen Stränden und Grotten. Eindrucksvolle Panoramen zeigen die Insel aus unbekannten Winkeln. Der Leuchtturm von Capo Sàndalo zeigt, dass der westlichste Punkt der Insel passiert wurde und die beliebten Badestrände im Süden und Osten angesteuert werden. Spektakulär die Klippen im Mezzaluna-Golf, an die sich der ortskundige Skipper mit großer Sicherheit nähert, um dann auch einen Blick in die faszinierende Grotte della Mezzaluna zu werfen. Für diese Besonderheiten muss man auf See sein, den Landratten bleiben diese Eindrücke verwehrt. Gemütlich geht es an der Ostküste San Pietros zurück nach Carloforte.

Carloforte auf der Insel San Pietro ist ein genussvolles Ganzjahresreiseziel!

Ein Reisetipp von Gustav Schatzmayr.

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