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Heute ist Donnerstag, der 21.08.2008

Al Ferarut in Rivignano, Italien 

Eine kulinarische Leuchte in der friulanischen Ebene.


Ristorante
Al Ferarùt
Via Cavour 34
I-33050 Rivignano, Friaul

Telefon: +39-0432-775 039
Email: ferarut@adriacom.it

Dienstag Abend und Mittwoch geschlossen.

Alici mit Melonen-Sorbet

Die Laterne (Ferarut) leuchtet den Weg zum Genuss

Es gibt in der friulanischen Tiefebene kulinarische Leuchttürme, welche Gourmets gezielt anvisieren. Das Ristorante Al Ferarut der Familie Tonizzo ist einer davon. Nie würde Alberto einen ziellos umherirrenden Genießer an einem Bissen Fast Food in den Tiefen der geschmacklosen Bedeutungslosigkeit untergehen sehen wollen. Sondern er leitet ihn mit seiner Ferarut (Laterne) in seinen vor dem Bösen geschützten Hafen, und wie einst die Crew der Bounty will der verwöhnte Gaumen seine paradiesische Insel nicht mehr verlassen.

55PLUS: Al Ferarut, Das Team / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDas Al Ferarut ist ein hervorragend geführter Familienbetrieb und jedes Mitglied leistet mit Charme und Können sein Bestes. Seit mehr als dreißig Jahren widmet man sich den typischen Fischgerichten der Region. Es mag durchaus von Vorteil sein, nicht direkt am Meer zu liegen, denn so kann Alberto das Beste der nahen maritimen Küchen Grados, Maranos und Venedigs in seine phantasievollen, aber von den Grundmaterialien her grundsoliden Kreationen einfließen lassen. Neben seinen Eltern hat er viele weitere treue Seelen an Bord. Manlio Collovati, der Koch des Hauses, ist seit vielen Jahren im Ferarut tätig und war Andreas erster Lehrmeister.

Al Ferarut in Rivignano / Zum Vergrößern auf das Bild klickenJetzt ist Andrea selbst ein Meister und das in vielen Dingen. Sei es beim Wein, bei der Fischzubereitung und in der Patisserie. Nach der Grundausbildung bei Manlio verbesserte und verfeinerte er sein Können an der berühmten Meisterschule Boscolo Etoile in Chioggia und lässt alles ins Ferarut einfließen. Bis hin zur Gestaltung des Interieurs. Glas- und Tischkultur sind vorbildlich. In den gediegenen Räumlichkeiten fühlt und speist man bei außergewöhnlichem Service durch Seniorchef Guerrino und seinem Team einfach bestens.

Das Menü

Carpaccio von der Meeräsche / Zum Vergrößern auf das Bild klickenWir starteten den Reigen mit Alici an einem Melonensorbet. Eine bestechende Geschmackskombination aus regionalen Produkten. Keine verstiegenen Experimente an Gästen mit Gewürzen und Zutaten aus aller Herren Länder, sondern bodenständige Komponente neu zusammengestellt und mit einer seltenen Leichtigkeit interpretiert. Es folgte ein Carpaccio von der Meeräsche, das wiederum auschließlich mit lokalen Beigaben wie Tomaten und Gurken getunt wurde. Ein Schuss Olivenöl und etwas Fior di Sale aus Piran rundeten des Carpaccio ab. Herrlich dazu der Malvasia von Castelvecchio.

Aal auf Ruccola und Himbere / Zum Vergrößern auf das Bild klickenMit den zwei folgenden Gängen zeigte Andrea seine Stilsicherheit in puncto Geschmack. Aal auf Ruccola und Himbeere. Die Haut des Aals wird gekocht und das Fleisch separat zubereitet. Pefekte Würzung unter Zugabe von Pinienkernen und danach wieder in die Aalhaut gefüllt.Krabbe und Rochen / Zum Vergrößern auf das Bild klicken Die Himbeeren dazu waren einfach sensationell. Das folgende Gericht konnte man nur als Krabbenwahnsinn bezeichnen. Strandkrabben, Rochen, Mozarella und Melone waren kongenial aufeinander abgestimmt und beflügelten sich gegenseitig. Auf mehr davon könnte wohl niemand verzichten.

Gnocchi / Zum Vergrößern auf das Bild klickenStupendo auch die Gnocchi, die in Schwarz und Weiß gehalten wurden. Welch Ehre für den Tintenfisch, so zu enden. Dazu gab es zwei Halbkugeln auf Montasiobasis. Ein einzigartiger Ribolla Gialla Spumante von Eugenio Collavini begleitete die Tiere auf ihrem letzten Weg. Bei den Hauptspeisen kam es zur Halbzeit zum Tellertausch. Sowohl das Sgombro / Zum Vergrößern auf das Bild klickenFritto Misto mit Zabaglione di Pompelmo und schwarzem Salz aus Sizilien und auch der Sgombro (Makrele) aus der Adria waren vorzüglich. Beides traditionelle Gerichte der Region. Der intensive Geschmack der Makrele kam voll durch und erfreute aufs Höchste, da könnte kein importierter Fisch aus äquatorialen Meeren mithalten. Wenn es ab morgen keinen Warenaustausch zwischen den Ländern unserer Erde mehr gäbe, die Küche des Al Ferarut würde zur Freude aller unverändert bleiben.

Gamasch / Zum Vergrößern auf das Bild klickenBeim Dessert spielte Andrea wiederum seine Trümpfe aus. Gamasch, Maracuja- und Mangosorbetto auf Sbrisolone mandorlata dazu Himbeergelee, weiters noch Canoli gefüllt mit Chantilly-Creme dazu Vanilleeis und hausgemachte Schokolade. Dazu edle Süßweine aus dem Friaul. Alles zum Niederknien und höchst anbetungswürdig. Wer bei Andrea Tonizzo auf das Dessert verzichtet, dem ist wahrlich nicht mehr zu helfen.

Für ein 4-gängiges Menü sind im Al Ferarut ca. € 45,-- (ohne Getränke) einzuplanen. Ein Preis-/Leistungsverhältnis, das den Genießer zum Gewinner krönt.

Ein Lokaltipp von Gustav Schatzmayr.

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1 Kommentar
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  von Alf am 31.10.2007 09:38
öö mhhh!!
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