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Tipps gegen starkes Schwitzen im Sommer

Nasse Flecken auf dem T-Shirt, Schweißperlen auf der Stirn: Starkes Schwitzen tritt vor allem im Sommer auf. Was kann dagegen helfen?
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Die besten Tipps gegen starkes Schwitzen im Sommer

Der Sommer ist eine schweißtreibende Zeit. Klettern die Temperaturen nach oben, bedeutet das für viele Menschen auch starkes Schwitzen. Schweißtropfen rinnen am Körper entlang, auf dem Rücken und unter den Achseln bilden sich nasse Flecken. Den Betroffenen ist das in der Regel sehr unangenehm. Sie schämen sich und beginnen oftmals, den Kontakt zu anderen Menschen zu scheuen. Doch das muss nicht sein: Gegen starkes Schwitzen im Sommer ist man keineswegs machtlos.
 

Schwitzen – das Kühlungssystem des Körpers

55PLUS Medien GmbH / Schweiß Sujet 1 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenUm starkes Schwitzen effektiv zu bekämpfen, ist es zuerst wichtig, die eigentliche Funktion der Schweißbildung zu verstehen. Denn der Körper sondert die Flüssigkeit nicht einfach so ab, er tut es aus einem ganz bestimmten Grund: Er möchte sich selbst abkühlen. Die Vorgänge in seinem Inneren laufen nur bei einer Temperatur von etwa 37° Celsius optimal ab – steigt die Temperatur an, kommt es zu Störungen. Um dem entgegenzuwirken, scheiden die Schweißdrüsen Flüssigkeit aus, die auf der Haut verdunstet – und damit den Körper abkühlt.

Starkes Schwitzen – gerade im Sommer – tritt aber nicht unbedingt nur im Zusammenhang mit hohen Temperaturen auf. Auch andere Faktoren wirken auf die Schweißdrüsen:
  • Anstrengung
  • Übergewicht
  • Scharfe Lebensmittel
  • Schwankungen im Hormonhaushalt
  • Stress und Angst
Sie können die Schweißproduktion ebenfalls in die Höhe treiben und für lästige Schweißflecken oder verschwitzte Hände und Füße sorgen. Das ist nicht immer angenehm, gehört dann aber dazu.
 

Schon gewusst?

Von einer Hyperhidrose spricht der Arzt, wenn übermäßig starkes Schwitzen krankhaft geworden ist und sich keine körperlichen Ursachen dafür ausmachen lassen. Die Gene spielen dabei eine große Rolle. Hier finden Sie Tipps bei Hyperhidrose.
 

Was hilft gegen starkes Schwitzen im Sommer?


Gezieltes Schwitzen

So seltsam es auch klingen mag: Ja, Schwitzen hilft manchmal gegen Schwitzen. Aber nur unter bestimmten Voraussetzungen. Leiden Menschen unter starkem Schwitzen, kann das unter anderem auch daran liegen, dass der Körper gewissermaßen verlernt hat, wann eine erhöhte Schweißproduktion sinnvoll ist. Sauna-Besuche oder regelmäßiges Training kurbeln die Ausscheidung von Schweiß gezielt an – den Schweißdrüsen des Körpers werden Höchstleistungen abverlangt, ihre Aktivität stark gesteigert. Das kann dazu führen, dass in den Ruhephasen, also im alltäglichen Leben, die Schweißsekretion wieder auf ein normales Maß absinkt.

Schonende Abkühlung

Ist die Hitze der akute Auslöser für starkes Schwitzen, kann es guttun, den Körper bei der Abkühlung zu unterstützen – dann muss er die Arbeit nicht allein und vor allem nicht nur durch die Schweißbildung erledigen. Gehen Sie dabei sehr sanft vor und verzichten Sie auf zu starke Kühlung, wie zum Beispiel bei einer kalten Dusche. Andernfalls ist der Körper schnell überfordert und beginnt stattdessen wieder damit, den Körper zu wärmen. Maßnahmen, die helfen können, sind zum Beispiel:
  • Einen Waschlappen in kühles Wasser tauchen und den Körper damit abreiben
  • Die Unterarme in kühlem Wasser baden
  • Kühles Wasser in einen (unbenutzten) Parfüm-Zerstäuber für unterwegs füllen und damit das Gesicht und den Körper besprühen
So reduziert sich die Körpertemperatur und die Produktion von Schweiß lässt allmählich nach.

Natürliche Mittel

Auch von innen heraus lässt sich starkem Schwitzen vorbeugen. Die alternativen Behandlungsmethoden Akupunktur und Akupressur können Betroffenen Erleichterung bringen und die Schweißproduktion wieder auf ein normales Maß einpendeln. Regelmäßiges Trinken von Salbei-Tee reduziert in vielen Fällen die Schweißmenge – drei Tassen täglich über einen Zeitraum von ein bis zwei Wochen sind hier empfehlenswert.

Operative Eingriffe gegen starkes Schwitzen

Sind die verfügbaren Möglichkeiten ausgeschöpft und alle Gegenmaßnahmen gescheitert, können letztendlich auch Operationen das übermäßige Schwitzen lindern. Zur Auswahl stehen dabei verschiedene Verfahren:

  • Botox-Behandlung
Hier injiziert der Arzt das Nervengift Botulinumtoxin (Botox) in die von der starken Schweißbildung betroffenen Bereiche. Das schränkt die Aktivierung der Schweißdrüsen ein und hemmt damit auch das Schwitzen.
  • Iontophorese
Mit Hilfe von Wasser wird schwacher, elektrischer Gleichstrom durch die betroffenen Hautbereiche geleitet.
  • Saugkürettage
Bei der Saugkürettage löst der Arzt die Haut unter den Achseln ab und saugt behutsam Schweißdrüsen ab. Die Stärke des Schwitzens wird dadurch deutlich verringert.
  • Endoskopische Sympathikusblockade
Entwickelt sich starkes Schwitzen durch eine Überaktivität von Sympathikusnerven, kann eine endoskopische Sympathikusblockade Abhilfe schaffen. Dabei werden die betroffenen Nerven blockiert.

Nach einer gründlichen Untersuchung wird der Arzt gemeinsam mit Ihnen besprechen, welche Methode für Ihren individuellen Fall am besten geeignet ist.

Ein 55PLUS Anti-Schweiß-Tipp.
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