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Weltosteoporosetag: Starke Knochen durch aktiven Lebensstil

Bewegung und bewusste Ernährung verhindern die "stille Epidemie".
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Wirbelsäule
Derzeit leiden mehr als 700.000 Österreicherinnen und Österreicher an Osteoporose, einer der schwerwiegendsten und kostenintensivsten Krankheiten Europas. Prävention und Früherkennung von Osteoporose zählen zu den wichtigsten Herausforderungen.

Bei Osteoporose handelt es sich um eine systemische Skelettkrankheit, bei der sich die Knochenmasse verringert und gleichzeitig die Mikroarchitektur des Knochengewebes zerstört wird. Dadurch kommt es zu einer eingeschränkten Knochenfestigkeit und einem erhöhten Frakturrisiko. Osteoporose gilt als "stille Epidemie", weil viele Betroffene erst relativ spät von ihrer Erkrankung erfahren. Vor allem Oberschenkelhalsbrüche, die durch verringerte Knochenstabilität verursacht werden, können dramatische Ausmaße annehmen. Die Betroffenen sind langfristig bettlägerig, teilweise lebenslang körperlich eingeschränkt oder sterben an den Folgen des Oberschenkelhalsbruchs.

Gesunde Ernährung mit Kalzium und Vitamin D und vor allem ein aktiver Lebensstil sind der beste Schutz, um es erst gar nicht bis zur Diagnose Osteoporose kommen zu lassen. Wer sich nicht ausreichend bewegt, verliert fünf bis zehn Prozent der Muskel- und damit auch Knochenmasse pro Jahr! Aktivitäten wie Treppensteigen, Wandern und Tanzen würden also nicht nur die Muskeln stärken, sondern auch die Knochen. Bewegungsarmut, Stress und unausgewogene Ernährung begünstigen hingegen die Erkrankung.

Kalzium und Vitamin D
  • Studien mit Kindern und Jugendlichen ergaben, dass die Gabe von zusätzlichem diätetischen oder ergänzendem Kalzium die Geschwindigkeit der Knochenmineralzunahme beim Wachsen erhöht.
  • Vitamin D ist von wesentlicher Bedeutung bei der Unterstützung der Kalziumaufnahme und Gewährleistung der Knochengewebserneuerung, doch gibt  es immer mehr Hinweise darauf, dass auf der ganzen Welt Vitamin-D-Mangel  weit verbreitet ist.
  • Kalzium- und Vitamin-D-Nahrungsergänzung mindert die Geschwindigkeit  des Knochenschwunds und verringert auch die Häufigkeit von Frakturen bei  älteren Leuten.
Protein
  • Ausreichend Nahrungsprotein ist von wesentlicher Bedeutung für die Gesundheit der Knochen. Studien haben ergeben, dass bei älteren Frauen und  Männern mit einer höheren Menge an Protein in ihrer Nahrung eine niedrigere Häufigkeit von Hüft- und Rückgratknochenschwund zu verzeichnen ist, als bei  denen, die geringere Proteinmengen verzehrten.
  • Bei älteren Patienten mit Hüftfrakturen begünstigt die Gewährleistung von ausreichend Protein in der Nahrung eine schnellere Genesung, kürzere Krankenhausaufenthalte und eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Rückkehr zu einem selbstständigen Leben.
Lebensstilfaktoren
  • Die Knochenmassenakkumulation ist während der Pubertät am höchsten, wodurch Jugendliche, die unnötige und exzessive Diäten machen und insbesondere Jugendliche mit Anorexia nervosa, ein höheres Risiko für  geringere Spitzenknochenmasse und für Frakturen in ihrem späteren Leben haben.
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