Wechseljahre: Hormonbehandlungen als Ersatz? (Teil II)
Zentren im vegetativen Nervensystem, die für die Regulation von Temperatur und Kreislauf zuständig sind, werden in diesem Lebensabschnitt durch auftretende Schwankungen gehörig durcheinandergebracht. Launenhaftigkeit, Nervosität, Angst, Gedächtnislücken und Antriebslosigkeit, aber auch Herzrasen und Rötungen im Gesicht sowie Hals sind vielfach Begleiter. Frauen produzieren auch das männliche Hormon "Androgen". Mit der Abnahme der weiblichen Produktion nimmt es überhand und es kann zu fettigeren Haaren, Akne, Haarausfall oder zum unliebsamen "Damenbart" kommen. Speziell bei Hitzewallungen und Schweißausbrüchen kann die Zugabe von Hormonen Linderung bewirken, jedoch gilt es vorsichtig zu sein, und mit dem Arzt des Vertrauens Einzelheiten zu besprechen.Hormonersatztherapie
Moderne Hormonpräparate können heutzutage Beschwerden und Spätfolgen behandeln. Darreichungsformen wie Tabletten, Pflaster, Gelmittel, Tropfen oder Nasenspray gliedern sich dabei in Mono- oder Kombinationspräparaten, in denen jeweils Östrogene allein oder gemeinsam mit Gestagenen verabreicht werden. Studien belegen, dass vor allem bei Kombinationseinnahmen das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht wird. Der Zusammenhang mit Brustkrebs lässt ebenfalls viele Frauen zögern.
Ein Gesundheitsbeitrag von Mag. Anita Arneitz.
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