Heute ist Freitag, der 29.05.2020 | Mail Newsletter | Geschenk Gewinnspiel
Print

Was hat es mit der Makuladegeneration auf sich?

Ein zentraler Schaden an der Netzhaut kann für eine stetig stärker werdende Verschlechterung des Sehvermögens und sogar eine Erblindung sorgen.
WhatsAppFacebookTwitterE-Mail

© Ion Chiosea / foto 123rf.de / Älterer Mann / Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Was hat es mit der Makuladegeneration auf sich?

Die Altersbedingte Makuladegeneration, auch als AMD abgekürzt, ist eine Augenerkrankung. Bei dieser kann ein zentraler Schaden an der Netzhaut für eine stetig stärker werdende Verschlechterung des Sehvermögens und sogar eine Erblindung sorgen. Dabei kann die AMD bei einer rechtzeitigen Diagnose mit Medikamenten behandelt werden. Die Behandlung kann den Krankheitsverlauf dabei verzögern, aber nicht rückgängig machen.

Die AMD tritt vermehrt ab dem 65. Lebensjahr auf. Doch auch bei Ü-50-Jährigen in westlichen Ländern ist sie der häufigste Grund für Erblindungen.

Ursachen für eine AMD

Eine AMD kann viele verschiedene Ursachen haben. Sehr häufig ist dabei das Vorfinden von sogenannten Drusen der Fall. Dies sind Abfallprodukte aus dem Stoffwechsel der Netzhaut, vor allem der Fotorezeptoren und dem Alterspigment Lipofuszin. Diese Abfallprodukte lagern sich dabei hauptsächlich knapp unterhalb der Makula an. Dies wird dann als Drusenmakulopathie bezeichnet.
Im Krankheitsverlauf werden diese Abfallprodukte nicht nur immer mehr, sondern auch immer größer. Dadurch wird die Netzhaut schlechter mit Stoffen ernährt, wodurch sie sich zurückbilden, dünner werden oder absterben kann. Durch diese Unterversorgung der Sehzellen und weitere Stoffwechselstörungen wird die Funktion der Makula sukzessive eingeschränkt und kann letztendlich ganz eingestellt werden.

Symptome der AMD

Das Gefährliche an einer AMD ist leider, dass Betroffene die Krankheit so gut wie nie bemerken. Grund dafür ist unter anderem, dass die Krankheit im Frühstadium schmerzfrei verläuft und Sehausfälle an einem Auge meist unbewusst durch das (noch) gesunde Auge ausgeglichen werden. Dabei befällt die Krankheit letzten Endes meist auch das zweite Auge.

Einige sichere Symptome einer Makuladegeneration sind unter anderem eine höhere Menge an benötigtem Licht beim Lesen. Textblöcke erscheinen beim Fokussieren leicht verschwommen und es scheint, als würden Buchstaben auf- und abhüpfen. Auch ein verzerrtes Textbild oder eine Art grauer Schatten in der Wahrnehmung der Buchstaben und Sätze ist ein häufiges Symptom der Krankheit.
Im weiteren Verlauf der Krankheit stellt sich unter anderem meist eine sukzessive Abnahme der Sehschärfe, Probleme beim Fixieren von Gegenständen oder eine Zunahme der Licht- und Blendempfindlichkeit ein. Lesen, Autofahren und Handarbeiten wird zunehmend schwieriger.

Behandlung einer AMD

Leider gibt es für sowohl die trockene als auch feuchte Erscheinungsform der AMD keine Heilung. Die Krankheit kann durch Medikamente lediglich in ihrem Fortgang aufgehalten oder verzögert werden. Dabei kommen verschiedene Behandlungsansätze infrage, die aber auch immer davon abhängen, welche Art der AMD vorliegt. Auch kommen neben medikamentösen Behandlungen operative Eingriffe infrage. Generell ist ein Behandlungsansatz immer sehr individuell, da die AMD bei verschiedenen Menschen fast nie gleich verläuft.

Ein 55PLUS-Gesundheitstipp.
 
WhatsAppFacebookTwitterE-Mail
Redaktion | Partner | Impressum | Sitemap | Werbung im 55PLUS-magazin
© by 55PLUS Medien GmbH in Liqu., Wien / Stand Mai 2020
Diese Seite speichert Cookies. Okay Infos