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Warum Online-Apotheken in Zukunft an Bedeutung gewinnen könnten

Bereits seit 1999 gibt es Versandapotheken.
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Apotheke
Online-Apotheken werden immer beliebter und gewinnen an Bedeutung - das E-Rezept wird diese Entwicklung beschleunigen.
Bildquelle: @ Lea / Unsplash.com

Warum Online-Apotheken in Zukunft an Bedeutung gewinnen könnten

Online-Apotheken sind keine frische Erfindung. Die erste Versandapotheke wurde 1999 in England gegründet, kurz darauf folgten viele weitere in ganz Europa. Mit der Digitalisierung und durch das E-Rezept dürfte die Beliebtheit des Apothekers auf dem heimischen Sofa aber noch steigen. Aber wie funktioniert das E-Rezept und was gilt insgesamt bei Online-Apotheken? 

Wie funktioniert das E-Rezept? 

Seit 2021 gibt es das E-Rezept in Österreich, wobei zuerst ein Testlauf gestartet wurde. Mittlerweile ist es flächendeckend nutzbar, wobei laut den Sozialversicherungsträgern rund 82 Prozent der österreichischen Arztpraxen und 93 Prozent der Apotheken die digitale Rezeptform nutzen. Aber wie funktioniert das? 
  • Rezeptausstellung - der Patient bestellt in der Praxis auf dem üblichen Wege sein Rezept. Dieses erhält er aber nicht länger in Zettelform ausgehändigt, sondern auf drei mehr oder weniger digitalen Wegen: 
  • Rezept - in der App oder als E-Card ist das Rezept völlig digital. Wer es sich als QR-Code ausdrucken lässt, nutzt die halb-digitale Variante. Bei den digitalen Varianten wird das Rezept nur noch auf das entsprechende Medium gespeichert. 
  • Funktion - über die Card und den QR-Code (App oder Papier) kann die Apotheke nun die offenen Rezepte des Patienten einsehen und bearbeiten. Alternativ liest sie den QR-Code auf dem Blatt Papier aus. 
  • Online - auch online funktioniert das E-Rezept. Hier kommen der QR-Code und eine E-Rezept-ID zur Anwendung. Der Patient bestellt bei der Apotheke, gibt die Kennung ein und kann die Bestellung in Auftrag geben. 
Letztendlich dient das E-Rezept der Vereinfachung von Abläufen. Gerade Patienten mit Dauermedikation, die in regelmäßigen Abständen ihre Folgerezepte in den Praxen abholen müssen, profitieren durch die Digitalisierung. Da das Folgerezept einfach virtuell vom Arzt auf die E-Card oder in der App gespeichert wird, ist ein Besuch in der Praxis rein für die Rezeptabholung nicht länger notwendig. 

Wo liegen die Vorteile einer Online-Apotheke? 

Bevor die Vorteile besprochen werden, muss erst einmal geklärt werden, was eigentlich eine Online-Apotheke ist. Denn das kann eine Versandapotheke am anderen Ende Österreichs sein, aber es kann auch die heimische Stammapotheke sein. Immer mehr heimische Apotheken bieten zugleich einen Onlineshop an, der letztendlich nichts anderes ist als eine Online-Apotheke. Aber was sind die Vorteile? 
  • Komfort – der virtuelle Medikamentenkauf schlägt in dieselbe Kerbe wie viele andere Onlinebestellungen. Statt während der Geschäftszeiten noch zur Apotheke zu müssen, können Patienten und Kunden ihre gewünschten Medikamente ganz bequem in der Mittagspause bestellen und sie zu sich nach Hause schicken lassen. 
  • Kostengünstiger – dies gilt natürlich nicht für verschreibungspflichtige Medikamente. Doch die nicht verschreibungspflichtigen Produkte sind in einer Online-Apotheke oft günstiger, wobei diesbezüglich gut verglichen werden sollte. Die Apotheken stehen im Konkurrenzkampf und bieten immer wieder Rabattprodukte oder spezielle Angebote an. 
  • Auswahl – nicht jeder hat das Glück, mehrere Apotheken vor Ort zu haben. Ist nun ein Produkt oder auch ein Medikament nicht vorrätig, muss es erst bestellt werden. Geschieht dies bei einer Online-Apotheke, so ist der nächste Anbieter nur wenige Klicks entfernt. 
Wichtig ist, sich die Online-Apotheke im Ganzen anzuschauen. Günstige Preise können mitunter durch hohe Lieferkosten zunichtegemacht werden. Die Versandkosten fallen stets bis zu einem gewissen Bestellwert an, auch bei verschreibungspflichtigen Medikamenten. 

Was sollte man bei Online-Apotheken beachten? 

Eine Online-Apotheke ist dasselbe wie eine stationäre Apotheke. Somit sollte der Kunde stets gewisse Maßstäbe setzen. Die gewählte Online-Apotheke muss über eine Zulassung verfügen. Diese können Kunden an dem Sicherheitslogo erkennen, welches seit 2015 für die gesamte EU gilt. Wichtig ist hier, dass das Logo anklickbar sein muss und zu dem Verzeichnis führt, in dem die für Österreich zugelassenen Apotheken aufgelistet sind. Ansonsten gilt: 
  • Medikamentenechtheit - bei verschreibungspflichtigen Präparaten ist das ein geringeres Problem, doch könnten andere Medikamente theoretisch gefälscht sein. Ein absoluter Grund zur sofortigen Rücksendung der Ware sind Medikamente, die ohne Verpackung und Beipackzettel verschickt werden. Auch sollte die Verpackung ungeöffnet sein. Das lässt sich schnell an dem Siegel erkennen, welches die Verpackungslasche fest in der Packung hält. 
  • Rezeptabgabe – eine Versandapotheke muss bei verschreibungspflichtigen Medikamenten nach dem Rezept in Papierform oder in der digitalen Variante fragen. An welcher Stelle diese Abfrage kommt, hängt von der Apotheke ab. Meist muss der Code bereits abgegeben werden, sobald das Medikament in den Warenkorb gelegt wird. Andere Apotheken stellen die Abfrage, bevor die Bestellung aufgegeben wird. 
Ein gutes Indiz für eine sehr seriöse und auf den Patienten bedachte Apotheke sollte eigentlich selbstverständlich sein: die wiederholte Abfrage nach dem Rezept, auch wenn das Medikament vorher schon bestellt wurde. In der Vergangenheit verzichteten leider einige Versandapotheken darauf, weshalb beispielsweise Verhütungsmitteln von Frauen mit nur einem einzigen Rezept über Jahre hinweg bestellt werden konnten. 

Ein Nachteil der Online-Apotheke ist noch die Beratung. Einige Apotheken versuchen, die fehlende persönliche Beratung mittels Chats und Telefonmöglichkeiten aufzuwiegen. Die in örtlichen Apotheken häufig gestellte Frage, ob man sich mit dem Präparat schon auskenne, entfällt jedoch. 

Wer bereits Medikamente einnimmt und zusätzlich ein nicht verschreibungspflichtiges Präparat in der Apotheke bestellen möchte, sollte möglichst einmal zum örtlichen Apotheker gehen und sich dort beraten lassen. Anhand der bisherigen Bestellungen können Wechselwirkungen oder Unverträglichkeiten schon vor der Einnahme erkannt werden. Diesen Service bieten Online-Apotheken bislang nicht oder nicht hinreichend an. 

Medikamente
Bei einer Online-Apotheke fällt häufig die Beratung weg - doch es gibt mittlerweile sehr gute Informationen zu den einzelnen Produkten sowie den Nebenwirkungen.
Bildquelle: @ Roberto Sorin / Unsplash.com
Fazit – die Online-Apotheke macht`s bequemer 

Dank der Digitalisierung können Online-Apotheken nun auch für Medikamente genutzt werden, die unter die Verschreibungspflicht fallen. Der Erhalt von Medikamenten wird somit bequemer, doch müssen Kunden natürlich darauf achten, inwieweit die Kosten aufgrund der Versandkosten steigen. Etliche örtliche Apotheken bieten aber einen eigenen Onlineshop, dessen Bestellung wahlweise geliefert oder vor Ort abgeholt wird. Rein durch die Beratung haben vor Ort ansässige Apotheken noch ihren großen Vorteil. Bei Unsicherheit bezüglich einer Einnahme oder etwaigen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sollten Patienten somit eher in der heimischen Apotheke nachfragen und sich beraten lassen. 
 
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