Das vielschichtige und sehr unterschiedlich gesehene Thema beleuchtet den Wilderer als „Rebell der Berge“ sowohl in seiner kulturgeschichtlichen Entwicklung als auch in seiner kontroversiellen Bedeutung.
Dabei wird nicht nur auf den bekannten „Wildschütz“ - den illegalen Jäger mit Gewehr - eingegangen, sondern auch auf andere Formen der illegalen Jagd z.B. mit Schlingen und Fallen. Auch der in weiten Teilen des Alpenraumes bis heute praktizierte Vogelfang ist Thema der Ausstellung.
An berühmte „Wildererdramen“ wird in der Ausstellung ebenso erinnert wie an die strenge Gerichtsbarkeit früherer Zeiten. Dass Wilderei durchaus auch Tierarten gefährden kann, wird am Beispiel des Alpensteinbocks erklärt, der über Jahrhunderte nicht nur wegen seiner Trophäen, sondern auch wegen seiner in der Volksmedizin und im Volksglauben bekannten „Heilwirkung“ gejagt und dadurch fast zum Aussterben gebracht wurde.
Da Wilderei nicht nur ein Thema der Alpen ist, geht die Ausstellung auch auf die international verbreitete illegale Jagd ein. Mit Exponaten der bildenden Kunst und informativen Texten wird das Thema interessant und attraktiv gestaltet.
Die Ausstellung rund um den "Wilderer" ist von 1. August 2008 bis 11. Jänner 2009, Dienstag bis Sonntag von 9:00 bis 18:00 Uhr geöffnet; 25. Dezember 2008 und 1. Jänner 2009 geschlossen.
Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum
A-6020 Innsbruck, Museumstraße 15
Telefon: +43-512-594 89
eMail: sekretariat@tiroler-landesmuseen.at
www.tiroler-landesmuseen.at
Ein Kulturtipp der 55PLUS-Kunstexpertin Helga Högl.
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Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Innsbruck: Wilderer
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