Print

Teppiche - Merkmale, Arten und Tipps zur Sicherheit

Bei der großen Auswahl ist es nicht leicht, einen passenden Teppich zu finden.
WhatsAppFacebookTwitterE-Mail
55PLUS Stolperfalle Teppich

Teppiche – Merkmale, Arten und Tipps zur Sicherheit

Teppiche und Teppichböden sind auch in Zeiten von Fliesen, Laminat und Parkett beliebt. Sie sorgen für die richtige Wohlfühlatmosphäre in der Wohnung und setzen optische Akzente. Die Auswahl ist groß und es ist daher mitunter gar nicht so leicht, den passenden Teppich für die Wohnung zu finden.

Die wichtigsten Merkmale und Funktionen von Teppichen

Ein Teppich ist ein textiler Bodenbelag. Teppiche sind in vielen verschiedenen Größen und Formen erhältlich. Während ein Teppich auf einen bestehenden Bodenbelag wie beispielsweise Fliesen, Parkett oder Laminat gelegt wird, deckt ein Teppichboden zumeist den gesamten Raum ab. Teppichböden sind als Auslegware von der Rolle erhältlich, in vielen Haushalten aber nur noch selten zu finden. Anders sieht es in Büroräumen aus. Diese sind zum Zwecke der Schalldämpfung und optischen Verschönerung häufig mit strapazierfähigen Teppichböden ausgelegt.

Ein Teppich kann getuftet, geknüpft oder gewebt sein. Das sogenannte Tuften stammt aus den USA. Bei diesem Herstellungsverfahren werden die Fäden in das Untergewebe eingearbeitet. Getuftete Teppiche zählen zu den Kurzflorteppichen. Sie sind strapazierfähig, pflegeleicht und eine gute Wahl für die barrierefreie Einrichtung der Wohnung. Hier finden Sie eine große Auswahl an barrierefreien Teppichen in vielen Farben und mit verschiedenen Mustern.

Geknüpfte Teppiche entstehen, indem die Fäden mithilfe einer Nadel auf eine Unterlage, etwa Baumwolle oder Leinen, verknotet werden. Das Ergebnis sind sogenannte Langflor- oder Hochflor-Teppiche. Webteppiche werden per Hand oder maschinell produziert. Ein per Hand hergestellter Webteppich ist im Vergleich zu anderen Teppicharten deutlich kostbarer. Die Herstellung erfolgt an einem Webstuhl und dauert sehr lange, da die Fäden manuell eingearbeitet werden.

Verschiedene Materialien für unterschiedliche Ansprüche

Zu den unterschiedlichen Farben, Formen und Stilrichtungen kommen noch die zahlreichen Materialien, die die heute erhältlichen Teppiche ausmachen. Sie haben die Aufgabe, das eigene Zuhause zu schmücken, zudem sollen sie möglichst widerstandsfähig sein und einiges aushalten können.

Zur Auswahl stehen Teppiche aus natürlichen Materialien wie Baumwolle, Wolle, Jute und Sisal. Maschinell gefertigte Teppiche können aber auch aus Kunst- und Synthetikfasern bestehen. Neben den Naturfasern sind Teppiche aus Chenille und Viskose beliebt. Alle Materialien weisen individuelle Eigenschaften, Vor- und Nachteile auf.

rug 1088557
Typisch für gewebte Teppiche ist ihr meist flacher Flor.
Wolle und Baumwolle

Teppiche aus Wolle und Baumwolle sorgen im eigenen Heim für Behaglichkeit. Baumwolle hat eine gute Wasch- und Verschleißbeständigkeit. Deshalb wird sie vorwiegend zur Herstellung von Kleidung, aber eben auch für Teppiche genutzt. Das Material ist deutlich haltbarer als zum Beispiel Jute. Aus Wolle gefertigte Teppiche wirken besonders edel. Das in der Wolle enthaltene Fett wirkt schmutzabweisend. Es macht den Teppich zudem glänzend und weich.

Viskose

Ein weiteres Material, das häufig zur Herstellung von Teppichen zum Einsatz kommt, ist die Kunstfaser Viskose. Die Faser basiert auf Cellulose oder Baumwolle und erinnert an Seide. Das weiche Material verleiht dem Teppich einen schönen Glanz.

Sisal

Teppiche aus Sisal schmücken weltweit immer mehr Haushalte. Bei Sisal handelt es sich um eine recht junge Naturfaser, die erst im 19. Jahrhundert entdeckt wurde. Sie wird aus verschiedenen Arten von Agaven (Sisal-Agave) gewonnen.

Auch wenn Teppiche aus Sisal nach wie vor weniger verbreitet sind als beispielsweise Baumwollteppiche, stellt Sisal dennoch eine wichtige Naturfaser dar. Sisal eignet sich nicht nur für die Herstellung von robusten Teppichen. Auch Garne, Taue, Seile und viele weitere Produkte werden aus der Faser gefertigt. Nicht zuletzt findet sich Sisal als Füllstoff in Matratzen oder als Poliermittel wieder.

Kunststoff (Polypropylen)

Ein umweltfreundlicher Kunststoff, der für die Teppichfertigung häufig verwendet wird, ist das chemisch hergestellte Polypropylen (PP). Teppiche aus PP-Heatset – Heatset ist ein thermisches Verfahren, wodurch Stoffe, Fasern und Garne mehr Stabilität und Volumen sowie eine bessere Temperaturbeständigkeit erhalten – sind preiswert und eignen sich gut für Menschen mit Allergien. Das Material fusselt nicht, ist langlebig und pflegeleicht. Es kommt wegen seiner positiven Eigenschaften bei der Herstellung maschinell geknüpfter Teppiche zum Einsatz.

Nicht-textile Teppiche

Neben textilen Teppichen und Teppichböden sind Bodenbeläge aus
  • Gummi,
  • Aluminium,
  • Kunststoff,
  • Holz sowie
  • Polycarbonat
erhältlich. Diese Materialien finden vor allem bei der Herstellung von Stufenmatten für den Innen- und Außenbereich Anwendung. Sie zeichnen sich durch eine hohe Strapazierfähigkeit aus und bieten auch bei Nässe, Schnee und Schmutz einen rutschfesten Untergrund. Damit sind sie, wie Kurzflorteppiche, ein unverzichtbarer Bestandteil in einer barrierefreien Wohnung. Anders als Textilfasern saugen sie die Feuchtigkeit nicht auf. Sie lassen sich zudem einfach reinigen.

carpet 3236113
Teppiche gibt es heute in den unterschiedlichsten Farben, Formen und Mustern.
Unterschiedliche Formen für jeden Raum und jeden Zweck

Teppiche bestehen nicht nur aus den verschiedensten Materialien, sie werden auch in den vielfältigsten Formen angeboten, beispielsweise:
  • eckig
  • quadratisch
  • oval
  • rund
  • achteckig
  • sechseckig
  • länglich (Läufer)
Runde und eckige Teppiche lassen sich im gesamten Wohnbereich integrieren, ob Wohn-, Ess-, Kinderzimmer oder Bad. Sie eignen sich für Parkettböden ebenso wie für Laminat- und Fliesenböden. Idealerweise verfügen sie über eine rutschfeste Unterseite, die ein Verrutschen des Teppichs beziehungsweise ein Ausrutschen verhindert. Längliche Läufer und Teppiche eignen sich für Flure und schmale Gänge besonders gut.

Badteppiche: für mehr Farbe und Sicherheit im Badezimmer

Nicht nur im Wohnbereich mögen es Füße weich und warm. Auch das Badezimmer wirkt viel wohnlicher, wenn es teilweise mit geeigneten Teppichen ausgelegt ist. Dabei erfüllen Badteppiche gleich mehrere Funktionen.

An oberster Stelle steht die Sicherheit. Wer mit nassen Füßen aus der Dusche kommt und auf die Bodenfliesen tritt, kann schnell ausrutschen. Ein davor platzierter Bad-Teppich sorgt dafür, dass die Füße auf den kalten Fliesen nicht wegrutschen.

Gleichzeitig bringen Badteppiche – ob als Auslegware oder als Bad-Garnitur – ein wenig Farbe in die oft farblosen oder schlichten weißen Bäder. Mit den individuellen Formen und frischen Farben des Badezimmerteppichs wird aus einem langweiligen Bad ein schöner Wellness-Ort.

Teppichböden (Auslegware): für große Bodenflächen

Teppichböden (Auslegware) bedecken als textile Bodenbeläge entweder ein komplettes Zimmer oder einen großen Bodenbereich. Sie werden wiederum in zahlreichen Farben und Formen sowie aus unterschiedlichen Materialien angeboten. Angefangen bei Velours bis hin zu Schlingen- und Langflor-Teppichböden sowie strapazierfähigem Nadelfilz, Kokos oder Sisal ist alles erhältlich. Der passende Teppichboden verleiht jedem Raum eine individuelle, wohnliche Note. Gleichzeitig sorgt er für eine gute Schalldämpfung.

Ein 55PLUS-Tipp.
 
WhatsAppFacebookTwitterE-Mail
Redaktion | Impressum | Sitemap | Werbung im 55PLUS-magazin
© by 55PLUS Medien GmbH in Liqu., Wien / Stand Oktober 2022
Diese Seite speichert Cookies. Okay Infos