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Schnarchen bedeutet Stress in der Nacht

Wer schnarcht, schläft schlecht und schadet seiner Gesundheit. Dem „Beschnarchten“ geht es ebenso. In vielen Fällen kann man mit einfachen Verhaltensregeln für Ruhe im Bett sorgen.
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Kopf hoch sorgt für Ruhe im Bett


Budapest - Hotel Danubius Health Spa Resort Margitsziget, Standardzimmer / Zum Vergrößern auf das Bild klicken Das Schnarchgeräusch entsteht, wenn Muskulatur und Gewebe im Rachenraum während des Schlafens erschlaffen und durch den Mund geatmet wird. Beim Einatmen saugen sich die Gewebe durch den Luftstrom aneinander fest, die Luft findet beim Ausatmen hier nur noch schwer ihren Weg nach draußen. Das Gaumensegel, das Zäpfchen, die Rachenwand oder der Kehlkopfdeckel des Rachens beginnen zu vibrieren. Diese Schwingungen verursachen das charakteristische Schnarchgeräusch.

Durch den Mund atmet man vor allem bei Schnupfen, Nasenscheidewandverkrümmung, vergrößerten Mandeln, bei zu viel Alkohol vor dem Schlafengehen bzw. wenn nachts die Backenmuskeln erschlaffen und dadurch der Oberkiefer herabsinkt, die gesamte Muskulatur im Mundraum erschlafft, dadurch kann die Zunge oder das Gaumensegel die Atemwege versperren.

Medizinisch unterscheidet man zwischen einem harmlosen und einem gefährlichen Schnarchen. Wer ohne Atempausen schnarcht und sich am nächsten Tag nicht müde fühlt, muss nicht mit gesundheitlichen Folgen rechnen. Geht das nächtliche Bäume-Zersägen aber mit einem vorübergehenden Atemstillstand einher - der so genannten Apnoe -, kann es gefährlich werden.

Die Gefahren der Schlafapnoe:
  • morgendliche Unausgeschlafenheit trotz ausreichender Nachtruhe
  • Tagesmüdigkeit und verringerte Belastbarkeit
  • mangelndes Leistungsvermögen
  • hoher Blutdruck
  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • erhöhte Unfallgefahr
  • Depressionen
  • Probleme am Arbeitsplatz wegen verminderter Leistungsfähigkeit
Ob Sie unter der riskanten Form des Schnarchens leiden, kann nur in einem Schlaflabor festgestellt werden. Hier schlafen Sie unter Aufsicht, wobei Gehirnströme, Augenbewegungen, Muskelaktivität und Atmung gemessen werden. Wenn dabei der Atem aussetzt, sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut rasant, der Organismus gerät in Panik, das Gehirn sendet einen Weckruf an sich selbst.

Mit lauten Sauggeräuschen schnappen die Betroffenen nach Luft. Sie wachen kurz auf, schlafen aber sogleich wieder ein. Das kann mehrere Male pro Stunde passieren. In diesem Fall hilft es nachts eine so genannte CPAP-Maske zu tragen, wodurch mit sanftem Überdruck die Atemwege stabilisiert werden und so deren Erschlaffung oder Verschluss verhindert wird.

Das können Sie gegen das Schnarchen tun:

  • Oft hilft es schon, Übergewicht abzubauen.
  • Trinken Sie 2 Stunden vor dem Schlafengehen keinen Alkohol mehr, denn der führt im Schlaf zu einer vermehrten Erschlaffung der Muskeln im Rachenraum.
  • Verändern Sie die Schlafposition: nicht auf dem Rücken liegen, auf die Seite legen oder Kopf hoch lagern.
  • Halten Sie feste Schlafzeiten und -rituale ein - auch am Wochenende.
  • Schlafen Sie nicht zu warm (etwa 16 C sollte Ihr Schlafzimmer haben).
  • Bei einer erschlafften Backenmuskulatur hilft eine so genannte Bartbinde. Sie wird um Kinn und Scheitel gebunden und verhindert das Absinken des Kinnes.
  • Linderung verspricht auch die Aufbissschiene, sie ist allerdings sehr gewöhnungsbedürftig - auch optisch: Sie sieht aus wie ein Gebiss, wird nachts in den Mund geschoben und zugeschraubt. So wird der Unterkiefer nach vorne gezogen und der Rachenraum erweitert.
  • Verzichten Sie auf Schlaf- oder Beruhigungsmittel, denn sie können Schnarchen sogar auslösen.
Quelle: www.gesundesleben.at


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