Heute ist Montag, der 21.01.2019 | Mail Newsletter | Geschenk Gewinnspiel
Print

Schifoan ist das Leiwandste ...

Bei Schiunfällen können die Hubschraubereinsätze teuer werden.
WhatsAppFacebookTwitterE-Mail

55PLUS ErsteHilfeJährlich verunglücken tausende Schifahrer auf Österreichs Pisten so schwer, dass sie geborgen werden müssen. Recherchen der Niederösterreichischen Arbeiterkammer in Wintersportorten zeigen: Nach dem Unfall werden oft die Transportierten zur Kasse gebeten. Patienten erhielten Rechnungen über mehrere tausend Euro. Die AKNÖ rät, für den Ernstfall vorzusorgen.

"Die Gebietskrankenkasse kann laut Gesetz bei Unfällen in Ausübung von Sport und Touristik weder die Bergungskosten noch die Kosten für die Beförderung ins Tal übernehmen", warnt AKNÖ-Experte Mag. Josef
Fraunbaum. Er rät deshalb allen Schibegeisterten, für den Fall der Fälle vorzusorgen. Oftmals beinhaltet eine Mitgliedschaft in einem Sport- oder Naturfreundeverein eine Bergungskostenversicherung. Auch bei Kreditkarten oder Versicherungen könnte diese im Angebot enthalten sein. Bevor man sich auf die Piste wagt, wäre es daher empfehlenswert, die Versicherungsbedingungen oder die Allgemeinen Geschäftsbedingungen durchzulesen oder sich zu erkundigen. "Wir haben versucht, uns durch eine telefonische Blitzumfrage in einigen zufällig ausgewählten Tourismusinfozentren von Top-Wintersportorten zu informieren. Die Ergebnisse zeigen, dass das Thema Bergekosten höchst unterschiedlich gehandhabt wird", berichtet Fraunbaum:
  • Kitzbühel: Kitzbühel hat den Verein "Zentraler Pistenrettungsdienst", der die Verletzten transportiert (alle Varianten), wobei sämtliche Kosten beim Patienten bleiben.
  • St. Anton: Hier gibt`s die "safety-card", die beinhaltet einen Transport, kostet 12 Euro ( für acht Tage) oder 25 Euro (Saison). Dieses Angebot gibt es für die "andere" Seite (Zürs, Lech) nicht.
  • Lech: Der Ort hat eine Pistenrettung, die den Verunglückten je nach Verletzung zum Arzt oder ins Spital bringt. Ob dieser die Bergekosten zahlen muss, kommt auf seine Versicherung an. Wenn keine private Versicherung vorhanden ist, muss selbst bezahlt werden.
  • Saalbach Hinterglemm: Transport mit Akia etc. wird von der Bergbahn kostenlos durchgeführt, aber wenn der Hubschrauber kommen muss, bleibt das Risiko beim Verunfallten.
  • Nassfeld (Gail-, Gitsch-, Lesachtal, Weissensee, Nassfeld, Hermagor): Die Pistenhilfe vor Ort ist kostenlos (samt Notfallstation), der Hubschrauber wird allerdings verrechnet.
Von den Wintersportzentren wird sowohl eine ausreichende Information als auch die Sicherstellung gefordert, so dass es zu keinen bösen Überraschungen kommt, wenn etwas passiert ist. "Es muss ganz einfach zum Standard-Service gehören, dass verunfallte Schifahrerinnen und Schifahrer auch nach Unfällen im Wintersportort optimal und vor allem auch leistbar transportiert werden. Auch wenn es niemand gerne ausspricht ist es Realität, dass Unfälle passieren können. Allerdings darf es sich nicht um eine neue zusätzliche Geldquelle handeln. Ein Abtransport nach Umfällen muss ganz einfach zum Service gehören", sagt AKNÖ-Präsident Josef Staudinger.

AKNÖ Sozialrecht - Mag. Josef Fraunbaum
Telefon: +43-1-58883-1418
noe.arbeiterkammer.at

WhatsAppFacebookTwitterE-Mail
Winter in der Region Luzern-Vierwaldstättersee, Schweiz...playSkifahren in Malbun, Fürstentum LiechtensteinplaySnow and Fun in der SchweizplaySan Martino di Castrozza, Skifahren im Trentino, Italie...play
Redaktion | Partner | Impressum | Sitemap | Werbung im 55PLUS-magazin
© by 55PLUS Medien GmbH in Liqu., Wien / Stand Jänner 2019