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Salz - weniger ist mehr

Etwas Salz ist für den menschlichen Organismus unverzichtbar. Doch ein Zuviel der weißen Würze schadet der Gesundheit.
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Viele Menschen neigen heute zur Aufnahme von zu viel Salz: Ein schneller Imbiss an der Würstelbude, ein paar Cracker zu Hause vor dem Fernseher und schon hat man die empfohlene Menge an Salz deutlich überschritten.

Salz aus Salzstreuer

"Für gesunde Erwachsene und Jugendliche liegt die Zufuhrempfehlung bei sechs Gramm pro Tag", sagt Mag. Eva Unterberger vom Verband der Ernährungswissenschafter Österreichs (VEÖ). "Bei unseren heutigen Essgewohnheiten nehmen wir aber deutlich mehr zu uns, als wir brauchen", warnt Isabelle Keller von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Wer sich zu salzig ernährt, tut seiner Gesundheit nichts Gutes.

Insbesondere Menschen, die unter Bluthochdruck leiden, können durch ein Zuviel an Salz die Erkrankung noch verstärken, erklärt der Kardiologe Prof. Wolfram Delius. Japanische Wissenschafter konnten bei einer Untersuchung von 40.000 Erwachsenen sogar einen Zusammenhang zwischen salzhaltiger Ernährung und einem erhöhten Magenkrebsrisiko nachweisen.

Himalaya Salz / Zum Vergrößern auf das Bild klicken Grundsätzlich verteufeln sollte man das weiße Gewürz aber natürlich nicht. Salz besteht aus den Mineralstoffen Natrium und Chlorid. "Das sind wesentliche Elemente, damit die Zellen im Körper funktionieren", erläutert Delius. Natrium mache den Transport von Stoffen in und aus den einzelnen Körperzellen erst möglich.

Auch der körpereigene Wasserhaushalt wird von Salz geregelt. Untersuchungen hätten gezeigt, dass der durchschnittliche Verbrauch pro Person und Tag bei etwa neun Gramm liege. "Bei erhöhtem Verzehr von Salz kann es zu gesundheitlichen Nachteilen kommen", sagt Keller. Zwischen 0,5 und 1 Gramm pro Kilo Körpergewicht kann Salz sogar tödlich wirken.

Muss der Körper mit zu viel Salz zurechtkommen, schwemmt er den Überschuss durch die Nieren aus dem Körper. Durch die höhere Beanspruchung können diese Organe in Mitleidenschaft gezogen werden. Außerdem gehen dabei auch andere wichtige Elemente verloren. "Kalzium wird bei diesen Vorgängen ebenfalls ausgespült. Dieser Stoff ist für den Knochenstoffwechsel wichtig", erläutert Keller. Da in der Folge weniger Kalzium zur Verfügung steht, beschleunigt sich der Abbauprozess des Skeletts.

Salz / Zum Vergrößern auf das Bild klicken Das meiste Salz wird durch Gebäck, Wurst- und Fleischwaren sowie Brot und Käse aufgenommen. Daran lässt sich nicht viel ändern - außer weitgehend darauf zu verzichten. Wer selber kocht, kann aber Salz sparen. „Salzen Sie vorsichtig und verfeinern Sie die Speisen mit Gewürzen und frischen Kräutern. Nur bei Bedarf etwas Jodsalz zugeben“, raten die Experten vom Fond Gesundes Österreich (FGÖ).

Besonders wichtig ist laut Isabelle Keller salzsparendes Kochen für Kinder, da sich in den ersten Lebensjahren die Gewöhnung an den salzigen Geschmack ausbildet. "Es ist oft schwer, Essgewohnheiten, die seit 40 oder 50 Jahren bestehen, zu verändern. Deshalb sollten Kinder schon zu Beginn ihres Lebens salzarm ernährt werden."

"Eigene Zufuhrempfehlungen für Salz wurden für Kinder bislang aber nicht formuliert. Da Kinder sich viel mehr bewegen als Erwachsene und dabei auch Natrium über den Schweiß verlieren, können wohl dieselben Zufuhrempfehlungen wie für Jugendliche und Erwachsene herangezogen werden", erklärt Mag. Eva Unterberger vom Verband der Ernährungswissenschafter Österreichs (VEÖ).

Quelle: www.gesundesleben.at


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Kommentare
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  von Shit am 20.05.2008 18:16
Habe soeben meine Suppe versalzen...
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   von uiii am 20.05.2008 18:27
 na so was...
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Olivenöl aus Istrien, Kroatienplay
3:50
Richtig Grillenplay
5:05
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