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Prostatavergrößerung

Alles was man über die Prostatavergrößerung wissen muss.
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Arztbesuch

movidagrafica via pixabay

Prostatavergrößerung – alles was man wissen muss!

Bis zum 50. Lebensjahr sind nur sehr wenige Männer von einer gutartigen Prostatavergrößerung betroffen. Mit steigendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit dafür aber.  Etwa 20 Prozent aller Männer im Alter zwischen 50 und 60 Jahren leiden darunter. Umso höher das Alter, umso wahrscheinlicher tritt die Erkrankung auf.

Manche Männer können gut mit den typischen Beschwerden, wie nächtliches Wasserlassen und häufigen Harndrang leben. Andere wiederrum müssen nachts vielleicht so oft aufstehen, dass ein gesunder ausgewogener Schlaf unmöglich wird. Im schlimmsten Falle führt eine Prostataerkrankung zu einem Unmutsgefühl sich in der Öffentlichkeit zu bewegen, da nicht immer eine Toilette in nächster Nähe ist.

Symptome

Wenn die Prostata krankhaft vergrößert ist hat dies einen dauernden Druck auf die Harnblase zu bedeuten. Dies kann zu etlichen Beschwerden führen. Betroffene haben oft das Gefühl, dass sich die Blase nach dem Wasserlassen nicht richtig leer anfühlt. Das hat den Grund, dass immer ein wenig Restharn in der Blase verbleibt. Außerdem dauert der Gang auf die Toilette häufig länger und ist anstrengender, da der Harnstrahl oft schwächer ist als normalerweise. Viele Betroffene müssen auch nachts häufiger aufs WC und verspüren einen allgemein stärkeren Harndrang.

Ursachen und Diagnose

Bis heute konnte nicht komplett geklärt werden, was eine Vergrößerung der Prostata letztendlich verursacht. Fest steht aber, dass eine Umstellung der Hormone und genetische Veranlagung dafür verantwortlich sind. Ab dem 45. Lebensjahr sollten Männer sich jährlich, und bei Erkrankungen in der Familie sogar mehrmals jährlich untersuchen lassen. Denn damit können eine gutartige Prostatavergrößerung aber auch Prostatakrebs frühzeitig erkannt werden.

Um eine Prostatavergrößerung zu diagnostizieren, wird in der Regel ein Ultraschall gemacht. Aber auch der Harnstrahl kann zur Diagnose auf seine Stärke gemessen werden.

Behandlung

Gerade bei leichten Symptomen gibt es einige Tipps und Haus Mittelchen, die man gut auf eigen Regie umsetzen und einnehmen kann. Sollten die Beschwerden allerdings unerträglich werden, sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden.

Ein bekanntes Hausmittelchen bei Prostatabeschwerden, sind Kürbiskerne. Die kleinen Kerne enthalten so genannte Phytoesterole die, ähnlich wie die Hormone, in unserem Körper wirken. Diese bewirken eine Bindung - mit dem im menschlichen Organismus befindlichen - Testosteron, und können so eine weitere Vergrößerung verhindern. Aber auch Brenneselwurzel kann eine hilfreiche Pflanze bei der Behandlung leichter Beschwerden sein. Brennesel wirkt entwässernd und hilft so dem Körper dabei, sich von Giftstoffen zu befreien.

Sind die Beschwerden aber zu stark, um sie nur mit Hausmitteln zu behandeln, kann einem nur noch der Weg zum Arzt helfen.  Eine klassische Methode die Beschwerden zu lindern sind auf diesem Wege vorerst Medikamente, die vom Arzt verschrieben werden. Diese senken häufig die Spannung im Harnbereich oder verkleinern sogar das Prostatavolumen. Falls die Medikation keine gewünschte Linderung bringt, bleibt nichts als ein operativer Eingriff. Der klassische Eingriff bedeutet ein Abtragen im Inneren der Prostata mit einem schlingenähnlichen Werkzeug.

Eine weitere Möglichkeit ist eine HoLEP Laseroperation in einer urologischen Praxis. Diese hat den Vorteil, dass der Genesungsprozess viel schneller von statten geht und weniger OP-Schäden zu erwarten sind. Mit dem Laser wird überschüssiges Gewebe entweder verödet oder weggeschnitten.

Stadien

Die Prostatavergrößerung kann man in drei Stadien einteilen, die mit verschiedenen Symptomen einhergehen. Im ersten Stadium erleben die Betroffenen die schon oft genannten Symptome, wie häufigen Harndrang, nächtliches Wasserlassen, usw.… allerdings verbleibt im ersten Stadium noch kein Harn in der Blase, was es vom 2. Stadium signifikant unterscheidet. Im 2. Stadium bleiben nämlich mindestens 50 ml Restharn und die Symptome verstärken sich. Das dritte Stadium ist so zu sagen auch das „Endstadium“: Hier verbleiben bis zu 150 ml in der Blase. Das kann zu Stauungsnieren und zu einem Nierenversagen führen.

Gefahren einer dauerhaft vergrößerten Prostata

Wenn die Prostata ständig vergrößert ist und somit immer ein wenig Harn in der Blase verbleibt, kann das zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen führen. Blasenentzündungen und darauffolgend Nierenbeckenbodenentzündungen können so viel einfacher entstehen und Probleme verursachen, aber auch die Wahrscheinlichkeit Nierengrieß oder Nierensteine zu entwickeln ist viel gefährlicher und höher.

Prostataprobleme sind vielen Männern sehr unangenehm, obwohl sie fast jeden einmal betreffen. Daher fällt es vielen schwer mit der Partnerin und dem Bekanntenkreis über das Problem zu kommunizieren.  Der Hausarzt ist bei Beschwerden immer eine gute Anlaufstelle, bei Bedarf vermittelt dieser auch an einen zuständigen Facharzt.  So oder so, wenn man sich früh genug um eine Behandlung kümmert, stehen die Chancen gut, mit der Einschränkung zurecht zu kommen.

Ein 55PLUS-Gesundheitstipp.
 
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