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Private Pflegekraft legalisieren

Ausländische PflegerInnen für die private 24-h-Pflege im Eigenheim.
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Quelle: https://pixabay.com/de/photos/hände-alte-alter-ältere-menschen-2906458/

Private Pflegekraft legalisieren

„Ich kann mir nicht vorstellen, meine Mutter in ein Pflegeheim zu stecken. Es war schon immer ihr einziger Wunsch, sie wolle bitte zu Hause bleiben. In einem Heim kenne sie niemanden, kenne sich nicht aus und liegt im Zweifel gemeinsam mit einer fremden Person auf engstem Raum zusammen. Also habe ich ihr diesen Wunsch erfüllt. Meine Mutter lebt weiterhin in ihrer Wohnung, allerdings bin ich selber berufstätig und habe eine eigene Familie, um die ich mich kümmern muss. Darum habe ich mich um eine private Pflegekraft gekümmert, die 24 Stunden lang bei meiner Mutter bleibt, sie pflegt und betreut. Das war für meine Mutter, mich und die gesamte Familie die beste Lösung. Die letzten Jahre meiner Mutter sollen schließlich harmonisch und unbesorgt sein.“

Pflege zu Hause

Für die überwiegende Anzahl der älteren Menschen, die auf eine private Pflege im Eigenheim angewiesen sind, ist die Hilfe von Pflegerinnen aus dem Ausland unersetzbar. Einkaufen, Körperpflege und die Hausarbeit werden von der Pflegekraft übernommen und erledigt. Die Pflegekraft ist rund um die Uhr im Haus oder in der Wohnung, hat meistens ein eigenes Zimmer oder ein Appartement und kümmert um sich alles. Die private Pflege zu Hause ist für viele Frauen aus dem Ausland ein sehr gut bezahlter Job, denn nicht selten verdienen sie doppelt bis dreimal so viel, wie in ihrem Heimatland. Meistens läuft es so ab, dass die Pflegekräfte etwa 8 Wochen lang in Deutschland sind und die älteren Herrschaften pflegen. Mit Ablauf der Zeit gehen sie wieder zurück in ihre Heimat zu der eigenen Familie und eine andere private Pflegekraft lebt dann bei der pflegebedürftigen Person zu Hause und übernimmt alle vereinbarten Aufgaben.

Legal oder illegal?

Die aktuelle Situation erschwert es vielen schwarz beschäftigten Pflegekräften nach Deutschland einzureisen. Denn seit dem Ausbruch und der Verbreitung des Corona Virus, werden an den Grenzen wieder häufiger Kontrollen durchgeführt und die Menschen werden bei der Ein- und Ausreise registriert. Auf diesem Wege können illegale Kräfte recht schnell ausfindig gemacht werden. Die Folgen sind dramatisch, denn sowohl die Pflegekraft macht sich strafbar, als auch die Person, die eine Pflegekraft illegal beschäftigt. Des Weiteren kann die private Pflege nicht wie geplant stattfinden, was weitere Herausforderungen nach sich zieht (wer kümmert sich um den älteren Menschen? Wie hoch wird die Strafe sein? Wo bekommt man rasch einen Ersatz her?.

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Quelle: https://pixabay.com/de/photos/frau-drinnen-menschen-erwachsene-3188744/

Damit diese Szenarien vermieden werden und die Anzahl, der illegal Beschäftigen abnimmt, gibt es mittlerweile Pflegevermittlungen, die eine private 24 h Pflegekraft legalisieren. Diese Agenturen übernehmen alle rechtlichen, steuerlichen und versicherungstechnischen Hürden, damit aus der illegalen Pflegerin aus dem Ausland so schnell wie möglich eine legale Angestellte wird. Im Bereich der Pflege arbeitet man mit hilfsbedürftigen Menschen zusammen, die ihren Alltag nicht mehr alleine meistern können. Auch sind sie häufig nicht mehr in der Lage sich selber zu waschen, für sich zu kochen oder auf andere Hygienemaßnahmen wie Wäsche waschen und den Haushalt zu führen zu achten. Darum beruht die Arbeit der privaten Pflegekräfte auf Vertrauen, Verlässlichkeit, Fürsorge und Empathie. Wenn diese Gefühlsebenen von Angst und Sorge vor einer eventuellen Strafe überdeckt werden, dann ist die Basis der Zusammenarbeit stark gestört. Darum kann man nur daran appellieren, dass alle illegalen Pflegekräfte sofort legalisiert werden, damit das Arbeitsklima so angenehm gestaltet wird wie nur möglich. Denn man darf nie vergessen, dass die 24 h Kräfte sehr weit von zu Hause weg leben und sich für eine gewisse Zeitspanne völlig für ein anderes Menschenleben hingeben.

Ein weiterer Punkt, der nicht außer Acht gelassen werden sollte ist die Veränderung der Zukunft und damit einhergehend der Zahlungsmethoden. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass es bald kein Bargeld mehr geben wird, sondern nur noch online überwiesen werden kann. Und damit sind Zahlungswege ins Ausland sofort sichtbar.

Ein 55PLUS-Tipp.
 
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Kommentare
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  von Dagmar am 14.12.2020 20:35
Darüber hatte ich noch nie nachgedacht! Vielen Dank, dass ihr dieses Thema aufgebracht habt!
Viele Grüße
Dagmar
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