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Osteoporose: Krankheit mit Risiko

Was Sie über die Osteoporoseabklärung wissen sollten.
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Osteoporose: Krankheit mit Risiko (Teil II)


Die Zerstörung der Knochenstruktur hängt auch eng mit Risikofaktoren zusammen, die eine Erkrankung begünstigen können. Neben der von Experten genannten geringen körperlichen Bewegung sind eine zu kalziumarme Ernährung sowie ein ausgiebiges Rauchverhalten maßgeblich. Ein geringer "Body Mass Index" (BMI) von unter 20 wird für betreffende Personen gefährlich. Ist die Bewegung eingeschränkt oder sind wir gar bewegungsunfähig, kann die primäre Form der Osteoporose auftreten.

55PLUS - Aschenbecher / Zum Vergrößern auf das Bild klickenMediziner rücken auch die erbliche Vorbelastung in den Mittelpunkt. Gibt es Familienmitglieder, die bereits daran leiden, wird die Wahrscheinlichkeit gleich höher eingestuft. Zudem kann eine Medikamenteneinnahme und andere Krankheiten ein Entstehen fördern. Hormonstörungen, rheumatische Leiden, Leber- oder Nierenerkrankungen oder Schilddrüsenüberfunktion können daran beteiligt sein. Wird beispielsweise Cortison mehr als drei Monate genommen, ist eine Osteoporoseabklärung ratsam. Univ.-Prof. Dr. Harald Dobnig, Präsident der Österreichischen Gesellschaft zur Erforschung des Knochens- und Mineralstoffwechsels fasst zusammen: "Zu den häufigsten Risikofaktoren zählen genetische Ursachen, die Einnahme bestimmter Medikamente, falsche Ernährung, Vitamin D-Mangel, Alkohol- und Tabakkonsum sowie hormonelle Veränderungen."

Diagnose

Im Rahmen der Diagnose führt der Arzt eine Anamnese bei den Patienten durch, um etwaigen vorhandenen Risikofaktoren auf die Spur zu kommen. Handelt es sich um eine Erstbestimmung, wird auch eine Röntgenaufnahme der Wirbelsäule angefertigt. Durch die Abnahme des Blutes werden etwaige Krankheiten aufgedeckt, welche zu einem Verlust der Knochenmasse führen können. Die Plattform "Aktion gesunde Knochen" führt als weiteren Schritt die Messung der Knochendichte an. Dieser Schritt ist wesentlich im Prozess der Diagnose, aber auch in der begleitenden Therapiekontrolle. Fragen Sie Ihren Arzt nach der DEXA-Messung!

"Von der Diagnose bis zum Beginn der Behandlung vergehen laut Patientenbericht durchschnittlich zehn Monate, ein Zeitraum, der verkürzt werden muss", betont Dobnig im Rahmen des Osteoporose Patientenberichts. Eine rasche gemeinsame Klärung der Vorgehensweisen ist mit dem Arzt des Vertrauens daher unabdingbar.

Ein Gesundheitsbeitrag von Mag. Anita Arneitz.

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